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Na sowas! Gottschalk vor dem Aus?

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Wünscht er sich schon zu "Wetten dass..?" zurück? Thomas Gottschalk.

(Foto: picture alliance / dpa)

"Telespiele", "Na sowas!", "Wetten dass..?" - einst war Thomas Gottschalk der Garant für quotenstarke Fernseh-Unterhaltung. Doch mit seiner Vorabendshow "Gottschalk Live" droht der 61-jährige Grandseigneur nun endgültig vor die Wand zu fahren. Angeblich mehren sich in der ARD die Stimmen, die Reißleine zu ziehen.

Angesichts des anhaltenden Quotentiefs von "Gottschalk Live" ist eine Absetzung der Sendung anscheinend nicht mehr ausgeschlossen. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" spricht sich mittlerweile "offenbar" eine Mehrheit der ARD-Intendanten dafür aus, das im Januar gestartete Format einzustellen. Bei vielen Senderchefs habe sich die Meinung verfestigt, dass mit einer deutlichen Steigerung der Zuschauerzahlen nicht zu rechnen sei, schreibt das Blatt.

Seit der ersten Ausgabe der Show am 13. Januar befinden sich die Einschaltquoten von "Gottschalk Live" im Sinkflug. So sahen etwa am Dienstag dieser Woche weniger als eine Millionen Menschen zu, wie der ehemalige "Wetten dass..?"-Moderator Autor Daniel Kehlmann und Schauspieler Heino Ferch zum Buch und Film "Ruhm" einvernahm. Der Marktanteil der Sendung im Vorprogramm des ARD-Flagschiffs "Tagesschau" um 20 Uhr lag damit bei mageren 3,8 Prozent.

Option auf Abbruch

Aufgrund der Quoten-Misere war zuletzt heftig über eine Generalüberholung der Show spekuliert worden. Medienberichten zufolge sollten erste Änderungen bereits bei der Sendung am kommenden Montag umgesetzt werden. Im Gespräch waren unter anderem eine Co-Moderatorin für Gottschalk sowie die Einführung eines Live-Publikums.

Ute Biernat, Geschäftsführerin der zuständigen Produktionsfirma Grundy Light Entertainment, widersprach jedoch diesen Darstellungen: "Entgegen anderslautender Spekulationen in den Medien wird es kurzfristig kein vollkommen neues Konzept geben, sondern die Sendung soll sich langsam aber stetig weiterentwickeln", teilte sie mit.

Immerhin eine Personalie ist unbestritten: Mit Markus Peichl, früher in den Diensten der Talkshow "Beckmann", wurde vor rund drei Wochen ein neuer Redaktionsleiter engagiert, der "Gottschalk Live" auf die Sprünge helfen soll - vorausgesetzt, er bekommt langfristig noch die Chance dazu. Dem Branchendienst "Meedia" zufolge hat die ARD die Option, die Show einzustellen, sollte der Marktanteil bis April nicht auf durchschnittlich zehn Prozent steigen. Dass ein solcher Quotensprung auf die Schnelle gelingt, ist jedoch mehr als unwahrscheinlich.

Quelle: n-tv.de, vpr

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