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Freund in Berlin niedergestochen Jennifer-Rostock-Sängerin geschockt

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Musste die Messerattacke auf einen Bekannten mitansehen: Jennifer Weist.

(Foto: imago stock&people)

Jennifer Weist, Frontfrau der Band Jennifer Rostock, entkommt in Berlin offenbar nur haarscharf einem Gewaltverbrechen. Ihr Begleiter hat weniger Glück. Die Angreifer verletzen ihn auf offener Straße mit einem Messer so schwer, dass er beinahe stirbt.

Taschendiebstahl gehört in einer Großstadt wie Berlin leider schon beinahe zum Alltag. Und vor allem in angesagten Szenebezirken wie Friedrichshain-Kreuzberg ist die Klauerei nicht selten bandenmäßig organisiert. Vor den Dieben ist auch eine prominente Sängerin wie Jennifer Weist von der Band Jennifer Rostock nicht gefeit. Sie und ein Freund wurden am Wochenende in der Hauptstadt Opfer eines Überfalls auf offener Straße - mit dramatischem Ausgang.

Weist postete auf ihrer Facebook-Seite ein Foto, das den Hals ihres Begleiters mit einer frisch genähten großen Narbe zeigt. Dazu schildert sie, wie sie und ihr Bekannter beim Verlassen eines beliebten Clubs im Berliner Stadtteil Friedrichshain am Samstag attackiert wurden. Zunächst hätten "zwei kleine Jungs" versucht, "meine Brieftasche aus meiner Gürteltasche zu klauen", schreibt Weist. Als sie und ihr Freund dies bemerkt hätten, hätte einer der beiden Diebe dem Begleiter die Kette vom Hals gerissen. Als dieser daraufhin versucht habe, sich seinen Schmuck wiederzuholen, seien drei weitere Angreifer von der anderen Straßenseite hinzugekommen.

"Es fehlten nur ein paar Millimeter"

"Alles ging ziemlich schnell", beschreibt die Sängerin ihre Erinnerungen. Sie habe nach Hilfe gerufen, zwei umstehende Personen hätten noch versucht, ihr und ihrem Freund zu helfen. "Aber es war zu spät. Einer von ihnen zog ein Messer und verletzte meine Begleitung schwer am Hals. Alle Arterien waren schon freigelegt. Es fehlten nur ein paar Millimeter und er wäre direkt auf der Straße in meinen Armen gestorben. Mir ist Gott sei Dank nichts passiert", berichtet die 28-Jährige weiter und versichert zugleich, dass von ihrem Freund zuvor keinerlei Gewalt ausgegangen sei.

Weist verbindet ihre Schilderung mit einer Warnung an die Nachtschwärmer in der entsprechenden Gegend und einem Aufruf, sich an der Suche nach den Tätern zu beteiligen: "Diese Wichser müssen gefasst werden!" Sie selbst sei fassungslos und müsse das Ereignis erst einmal verarbeiten.

Zweifelhafte Facebook-Kommentare

Das sogenannte RAW-Gelände, in dessen Umfeld sich der Überfall ereignete, gehört zu den derzeit beliebtesten Ausgehzentren Berlins. Neben diversen Clubs befinden sich hier auch gastronomische Einrichtungen oder etwa eine Klettersportanlage. Erst vor Kurzem waren hier auch zwei holländische Touristen überfallen und brutal zusammengeschlagen worden. Berichten in der Lokalpresse zufolge soll die Gruppe der Angreifer dabei bis zu 15 Mann stark gewesen sein.

Weist erhielt auf ihren Facebook-Post zahlreiche Kommentare, in denen Nutzer ihr Mitgefühl für den verletzten Begleiter äußerten oder von ähnlichen Erlebnissen berichteten. Einige nutzten das Forum jedoch auch, um über die mögliche Nationalität der Täter zu spekulieren und gegen Flüchtlinge zu wettern. Dagegen verwahrte sich Jennifer Rostock umgehend: "Es kann doch nicht sein, dass irgendwelche Vollidioten so einen Vorfall dafür nutzen, hier auf unterstem Niveau gegen Ausländer und 'Gutmenschen' zu hetzen. 'Fun' Fact: das OPFER ist beides", schreibt die Gruppe in einem Kommentar und stellt klar: "Es geht um Aufklärung eines unfassbaren Verbrechens."

Quelle: n-tv.de, vpr

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