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Sir Bedevere und Mr. Creosote Monty Pythons Terry Jones ist tot

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Mit 77 Jahren gestorben: Terry Jones.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Er machte mit den "Rittern der Kokosnuss" das Mittelalter unsicher, empfand "Das Leben des Brian" nach oder spürte dem "Sinn des Lebens" hinterher. Terry Jones gehörte zu den Aushängeschildern der britischen Kult-Komikertruppe Monty Python. Nun ist er mit 77 Jahren gestorben.

Der Monty-Python-Komiker Terry Jones ist tot. Er starb am Dienstagabend im Alter von 77 Jahren, wie seine Familie mitteilte. Seine Frau, Anna Soderstrom, soll dabei an seiner Seite gewesen sein. Am 1. Februar hätte er seinen 78. Geburtstag gefeiert.

Der Komiker und Regisseur litt seit Jahren an einer seltenen Form von Demenz. "Wir alle haben einen liebenswürdigen, lustigen, warmen, kreativen und wirklich liebevollen Mann verloren, dessen kompromisslose Individualität, unerbittlicher Intellekt und außergewöhnlicher Humor in sechs Jahrzehnten unzähligen Millionen Menschen Freude bereitet hat", heißt es im Statement der Familie. Und weiter: "Seine Arbeit mit Monty Python, seine Bücher, Filme, Fernsehsendungen, Gedichte und anderen Arbeiten werden für immer weiterleben - das passende Vermächtnis eines echten Universalgelehrten."

Die Komikertruppe Monty Python feierte in den 70er-Jahren mit Fernsehserien und Filmen wie dem Streifen "Die Ritter der Kokosnuss", in dem Jones unter anderem in die Rolle von "Sir Bedevere" schlüpfte, riesige Erfolge. Kultstatus hat bis heute auch die Bibel-Satire "Das Leben des Brian". Jones schrieb die Drehbücher, führte Regie und stand vor der Kamera. Zuletzt wurde er 2016 mit einem britischen Filmpreis (Bafta) für sein Lebenswerk geehrt.

Demenz-Diagnose 2016

Das letzte große Projekt der Truppe, zu deren bekanntesten Mitgliedern auch John Cleese gehörte, war der Film "Der Sinn des Lebens" aus dem Jahr 1983. Hier verkörperte Jones den übergewichtigen "Mr. Creosote", der sich in einem Restaurant den Magen vollschlägt.

Als ihm der Ober schließlich zum Abschluss ein "hauchdünnes Pfefferminzblättchen" serviert, platzt er, sodass sein Mageninhalt und seine Eingeweide quer durch das Lokal spritzen - nur ein Beispiel für den skurrilen Humor, mit dem die Sketche von Monty Python noch heute viele begeistern.

Nach der vorläufigen Auflösung der Formation 1983 starteten alle sechs Mitglieder mehr oder weniger erfolgreiche Solo-Karrieren. 1989 traten sie ein letztes Mal alle gemeinsam auf. Im selben Jahr starb mit Graham Chapman der erste Monty-Python-Komiker. 2014 dann feierten die verbliebenen fünf Mitglieder mit mehreren Shows in London noch einmal ein finales Comeback, ehe 2016 bei Jones Demenz diagnostiziert wurde.

Mit der Schwedin Anna Soderstrom war Jones seit 2012 in zweiter Ehe verheiratet. Neben ihr und der gemeinsamen Tochter Siri (10) hinterlässt er die beiden erwachsenen Kinder Sally (46) und Bill (44) aus einer Ehe mit Alison Telfer, die von 1970 bis 2012 währte.

Quelle: ntv.de, vpr/AFP/spot