Unterhaltung

Chers Mutter in "Mondsüchtig" Oscar-Preisträgerin Olympia Dukakis ist tot

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Olympia Dukakis und Cher mit ihren Oscars.

(Foto: picture alliance / Ralph Dominguez/MediaPunch)

In ihrer langen Karriere spielt Olympia Dukakis in weit über 100 Bühnenproduktionen und mehr als 60 Filmen. Den berühmtesten Filmpreis bekommt sie für eine Rolle, die sie selbst keineswegs für ihre beste hält.

Die US-Bühnen- und Filmschauspielerin Olympia Dukakis ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das berichteten übereinstimmend US-Medien. Ihr Bruder Apollo Dukakis schrieb auf Facebook: "Nach vielen Monaten schwindender Gesundheit ist sie endlich in Frieden und vereint mit ihrem (2018 gestorbenen Mann) Louis (Zorich)". Eine Todesursache wurde nicht genannt. Dukakis hinterlässt drei Kinder. Demnach starb sie nach monatelanger Krankheit in New York City. Sie hinterlässt eine Tochter und zwei Söhne.

Dukakis wurde am 20. Juni 1931 in Lowell im US-Bundesstaat Massachusetts geboren. Zunächst machte die Darstellerin griechischer Abstammung am Theater Karriere, ins Filmgeschäft stieg sie erst später ein. 1988 erhielt Dukakis als Mutter von Loretta alias Cher in "Mondsüchtig" einen Oscar für die beste Nebenrolle. Dukakis, die auch am Theater in vielen erfolgreichen Inszenierungen spielte, verlieh später ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, ausgerechnet für "Mondsüchtig" ausgezeichnet zu werden. Es sei ihrer Meinung nach "nicht die beste meiner Rollen" gewesen.

Dukakis wirkte in Dutzenden Filmen und TV-Serien mit, unter anderem in "Magnolien aus Stahl" (1989), "Kuck mal, wer da spricht" (1989, 1990, 1993), "Die nackte Kanone 33 1/3" (1994) und "Geliebte Aphrodite" (1995) von Woody Allen. Zuletzt war sie in der Netflix-Miniserie "Stadtgeschichten" (2019) zu sehen.

Darüber hinaus wirkte Dukakis in zahlreichen Theateraufführungen mit. Für ihre TV-Rollen wurde sie für einige Emmys nominiert. Dukakis arbeitete auch als Regisseurin und Dozentin.

Ihr Cousin war der US-Präsidentschaftsbewerber Michael Dukakis, den sie in ihrer Oscar-Rede 1988 noch anfeuerte. Der Demokrat unterlag aber dem Republikaner George H.W. Bush.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

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