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Kein Kommentar beim Spaziergang Prinz Charles ignoriert Frage zu Prinz Andrew

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Prinz Charles wollte bei seinem Besuch in Schottland nur mit Anwohnern sprechen, nicht mit der Presse.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Voraussichtlich im Herbst muss sich Prinz Andrew vor Gericht gegen die Missbrauchsvorwürfe von Virginia Giuffre verteidigen - als Privatmann, nicht als Mitglied des britischen Königshauses. Das macht auch sein Bruder, Thronfolger Charles deutlich. Er ignoriert bei einem Spaziergang eisern Fragen zu Andrew.

Prinz Charles hat offensichtlich kein Interesse, die Missbrauchsvorwürfe gegen seinen Bruder Prinz Andrew zu kommentieren. Bei einem Besuch im schottischen Aberdeenshire ignoriert der 73-jährige Thronfolger von Queen Elizabeth II. eine entsprechende Frage von eines Reporters, wie ein Mitschnitt von "Sky News" zeigt. Stattdessen begrüßt Charles zwei andere Männer, die ihm anscheinend die Landschaft zeigen sollen.

Die britische Königin hatten ihrem in den USA verklagten Sohn am Donnerstag alle militärischen Dienstgrade und royalen Schirmherrschaften entzogen. Prinz Andrew habe seine "militärischen Zugehörigkeiten und königlichen Schirmherrschaften an die Königin zurückgegeben", teilte der Buckingham-Palast in London mit. Er werde auch weiterhin keine öffentlichen Aufgaben übernehmen und sich als "Privatmann" im Fall Virginia Giuffre verteidigen.

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Die 38-jährige Giuffre wirft Andrew vor, dass dieser sie mehrfach sexuell missbraucht haben soll, als sie noch minderjährig war. Der Bruder von Prinz Charles streitet die Anschuldigungen ab, ein Prozess scheint jedoch wahrscheinlich: Am Mittwoch wies ein Gericht in New York die Einwände von Andrews Anwälten ab, die die Klage im Keim ersticken wollten. Der Zivilprozess beginnt voraussichtlich im Herbst, sollte es zuvor nicht zu einer außergerichtlichen Einigung kommen.

Die britische "Daily Mail" berichtet unter Berufung auf Insider des Buckingham Palastes, dass vor allem Prinz Charles und dessen Sohn, Prinz William, die treibende Kräfte hinter der Entscheidung der Queen gewesen sein sollen. "Es geht um das Überleben der Institution um jeden Preis", habe die anonyme Quelle erklärt. "Das war schon immer so und wird auch immer so sein." Der Entschluss sei gefasst worden, um das Königshaus vor "herumfliegenden Granatsplittern" zu schützen.

Quelle: ntv.de, chr/spot

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