Unterhaltung

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" Schlüpfer-Schnüffler und Kotzfrucht-Schlürfer

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Sara Kulka und Aurelio Savina sichtlich ermattet im Dschungel.

(Foto: RTL / Stefan Menne)

Tag 1: Das Dschungelcamp ist noch nicht bezogen, schon gibt's Zoff. Es wird genervt, gejammert und sich übergeben. Körper-Walter sorgt für Zündstoff. Stimmen über eine Pflegestufe werden laut. Wird er die nächsten Tage überhaupt überleben?

So lange haben wir darauf gewartet: RTL's Erfolgsrezept "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" flimmert zum neunten Mal über die deutschen Mattscheiben. Die halbe Republik hängt vereint vor der Glotze und beömmelt sich, wenn elf ausrangierte E-Promis sich zum Dödel machen oder aber, und das wünschen wir uns, über sich hinauswachsen.

Tageswertung

Jammerlappen: Walter, weil er schon an Tag 1 auf dem Zahnfleisch geht.

Held: Walter, weil er sich traut, mit Frau Freiwalds getragenem Schlüpfer zu reisen

Spruch des Tages: "Dummstellen schafft Freizeit". (Sara)

Erste Dschungel-Prüfung: Aurelio und Sara

Zweite Dschungelprüfung: Sara

Wer hat zuerst geheult: Sara

Der Miniaturkosmos Dschungelcamp trennt die Spreu vom Weizen. Der Stempel des Losers ist schnell verpasst. In der Auftakt-Show ist es der Moderator a.D., Walter Freiwald, der sich diesen Titel anscheinend abholen möchte. Der arme Walter, in der Netz-Community voreilig als "Pussy" abgestempelt, lässt kein Fettnäpfchen aus. Denn "Wombat"-Walter, obschon er gerade erst mächtig gewaltig abgespeckt hat, ist gar nicht gut drauf. Weder körperlich, noch mental, noch überhaupt. Und die versprochenen Kippen lassen auch auf sich warten. In so einer Ausnahmesituation. Horror!

Dann gleich der nächste Schock: Bei Walter wird ein Schlüppi seiner Frau entdeckt und sofort konfisziert. Das ist echt übel, denn für Walter ist die Reizwäsche seiner Gemahlin nicht nur eine langweilige Unterbuxe, nein, der Schlüpfer bietet Halt. Verhindert womöglich Panikattacken, wenn Walter dran schnüffeln kann. Ist doch normal, dass Liebende, wenn sie voneinander getrennt sind, mit der Unterhose des anderen im Gepäck durch die Gegend dackeln. Willkommen im Dschungelcamp 2015.

"Vollgas geben und alles schlucken"

GZSZ-Schönling Jörni erklärt, "voll Bock auf Adventure" zu haben und "grenzgängerische Erfahrungen" machen zu wollen, "Rolfe" liebt es, wenn ihn alle knuddeln wollen und Model Sara Kulka will Vollgas geben und alles schlucken: "Mein Gott, was habe ich in meinem Leben nicht alles schon geschluckt?"

Die Kandidaten schlürfen Schampus und schippern auf einer fetten Yacht herum, es wird gegrinst, geguckt und sich an die Brüste gegriffen oder, um es mit Saras Worten auf den Punkt zu bringen, "am Anfang beschnuppern sich alle gegenseitig am Arsch". Kulka hat sich genau wie Bambi Angelina erst kürzlich für den Playboy nackig gemacht. Man fragt sich nur, wo ihre Brüste geblieben sind. Sie selbst scheint auch etwas verwirrt, verweist vorab aber auf ein kleines Programm mit großer Wirkung: Photoshop.

Brüste sind definitiv ein Thema: DSDS-Mitmacherin Tanja erfährt von der Tochter von Roberto Blanco, die überhaupt nicht die Tochter von Roberto Blanco sein will, aber sehr, sehr oft erwähnt, dass sie die Tochter von Roberto Blanco ist, dass ihre Silikon-Implantate nach unten gerutscht sind. Wie kann das denn sein? Sieht man ja überhaupt nicht! "Beischlafungsfachwirt" Aurelio hingegen findet: "Egal, ob Silikon oder nicht, der Busen muss schon eine gewisse Größe haben". Männer sind halt unkompliziert.

"Wir sind Primaten"

Doch dann ist Schluss mit Busengrabschen, denn die Teams werden voneinander getrennt. Das A-Team muss zum Camp schwimmen und Team B macht sich via Hubschrauber mit anschließendem Tandem-Fallschirm-Sprung auf den Weg. Heulboje Walter, im Schwimmteam, hat beim Überqueren des Wassers mit Meeresungeheuern in Form von Monsterquallen zu tun. "Unfair. Schwer erwischt! Ich muss sofort verarztet werden. It burns!", beschwert er sich und macht einen auf Mimimi. Man fragt sich: Wird es Walter schon bald dahinraffen?

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Über dem Dschungel ist die Welt noch in Ordnung: Maren Gilzer fliegt der Erde entgegen.

(Foto: RTL)

Auch im Hubschrauber-Team gibt's Probleme: "Iffi" hat bei den Angaben zu ihrem Gewicht geschummelt. Und das ist ja irgendwie nicht so cool, wenn sie aus dem Fluggefährt hopst und der Typ, dem sie auf den Bauch geschnallt ist, sich wundert, warum ihnen die Erde schneller entgegenkommt als berechnet.

Sara stellt ziemlich schnell fest, dass sie Pech hat mit ihrer Gruppe. Eine Erkenntnis, die sie mit ihrem eigentlich ganz süßen Gossen-Jargon auch reichlich untermauert. Dschungelcamp-Urgestein Sonja verpasst ihr daraufhin das Prädikat: "intellektuell eher unaufdringlich". Walter "The Body" Freiwild sieht die Chose klar: "Wir sind alle Primaten und natürlich wird da gekämpft". Darwin lässt grüßen.

"Wer so pushy ist wie du, der schafft das doch mit links!"

Als das A-Team das Camp erreicht, ist Kulka "komplett neben der Spur", "Iffi" flennt, weil sie die Eindrücke und Gefühle so überrumpeln, und auch der Rest der wilden Horde leidet unter Ermüdungserscheinungen. Von Aurelio gestützt, machen sich der Schlüpfer-Schnüffler und die anderen auf den Weg zu ihrem Nachtlager. Walter, der noch immer so tut, als hätten die Quallen ihm den Arm von der Schulter gefressen, ist in Stänkerlaune: "Ohne meine Einlagen kann ich nicht laufen. Die spielen mit meiner Gesundheit. Hallo!? Wo sind meine Kippen?"

Noch im Hotel haben die Camper abgestimmt, wer die erste Prüfung über sich ergehen lassen muss: Aurelio. Der fesche Armani-Tarzan darf sich für die Prüfung eine Jane schnappen, denn gemeinsam schlucken sich die Maden gleich weniger einsam. "Ich habe mich entschieden, die Sara mitzunehmen", verkündet der Beau. Die ist davon kein bisschen angetan: "Fick dich, ey! Fuck! Fuck! Wenn ich das verkacke, dann wählen die mich immer wieder."
Aber Rolfe kann die Blondine beruhigen: "Weißte, wer so pushy ist wie du, der schafft das doch mit links!"

Zur Begrüßung schlürfen die Debütanten erstmal eine leckere Kotzfrucht. Sara huscht erneut ihr Lieblingswörtchen "Fuck" über die Lippen. Und obwohl sie gewiss annimmt, Larissa-mäßig die Show zu wuppen, sahnt Aurelio die Sympathiepunkte ab. In seiner ruhigen Art motiviert er sie, die Prüfung, trotz Ekelfaktor, durchzuziehen. Großes Kino, wie er aus seiner Ecke kommt und die vorgefertigten Meinungen über ihn elegant über den Jordan pfeffert, während Sara wie ein angestochenes Ferkel quiekt. Dann folgen die üblichen Dschungelsauereien: sich Ekelschleim ins Gesicht schmieren und mit Schafshoden im Mund Limbo tanzen. Am Ende heimst das Dreamteam 6 Sterne ein. Die Freude darüber ist bei allen groß. Ist es da nicht ungerecht, dass sich bei Maren ihre blöde Brechmigräne meldet und sie nicht weiß, wo sie sich in der Wildnis übergeben kann? Und was wird aus dem armen Opi Walter? Wirft er schon heute Abend die Flinte in den Dschungel? Man darf gespannt sein.

Quelle: ntv.de