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Lob für "wahre Heldinnen" Tatum sagt Filmprojekt mit Weinstein ab

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn hat Harvey Weinstein den Verwaltungsrat der Weinstein Company geräumt. Zuvor war er als Chef gefeuert worden. Dennoch scheint das Image der Firma angekratzt. Ein namhaftes Filmprojekt wurde gecancelt.

US-Schauspieler Channing Tatum ("The Hateful Eight", "Foxcatcher") hat ein geplantes Filmprojekt bei der Weinstein Company (TWC) abgesagt. In einer Mitteilung priesen Tatum und sein Produktionspartner Reid Carolin die "mutigen Frauen", die ihre Missbrauchsvorwürfe gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein offen ausgesprochen hätten, als "wahre Heldinnen".

Sie hätten sich nun aus ihrem einzigen TWC-Projekt - der Verfilmung des Romans "Forgive Me, Leonard Peacock" - zurückgezogen. Sie planten keine weitere Zusammenarbeit mit der Weinstein-Firma, teilten Tatum und Reid mit.

Das Duo wollte bei der Roman-Adaption von US-Autor Matthew Quick ("Silver Linings Playbook") selbst Regie führen. Das "brillante" Buch erzähle die Geschichte eines Jungen, dessen Leben durch sexuellen Missbrauch zerrissen wurde, erklären die Filmemacher. Das Buch enthalte eine eindringliche Botschaft über Heilung nach einer Tragödie.

Nachdem viele Frauen dem US-Starproduzenten Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen haben, hatte die Produktionsfirma Weinstein Company ihren Mitbegründer als Vorstandschef gefeuert. Der 65-Jährige ist als Verwaltungsrat seiner eigenen Firma zurückgetreten. Auch die Oscar-Akademie hatte Weinstein aus ihrem Verband ausgeschlossen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa