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Öder als Augsburger Puppenkiste? Til Schweiger lästert über Tukur-"Tatort"

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Hat sich beim jüngsten "Tatort" offenbar gelangweilt: Til Schweiger.

(Foto: imago images/Reiner Zensen)

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, heißt es. Doch das ist Til Schweiger bekanntlich gern mal egal. Und so holt "Nick Tschiller" aus dem "Tatort" nun zur Lästerattacke gegen seinen Kollegen "Felix Murot" alias Ulrich Tukur aus.

Zugegeben: An der jüngsten "Tatort"-Folge mit dem Titel "Angriff auf Wache 08", die am Sonntagabend im Ersten über den Bildschirm flimmerte, scheiden sich die Geister. Einige verdammen die experimentelle Episode des Hessischen Rundfunks mit Ulrich Tukur in der Rolle des Kommissars "Felix Murot" als Trash mit extremen Logiklücken. Andere bejubeln den Streifen mit jeder Menge an Reminiszenzen und Anspielungen auf Filmklassiker.

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So gab etwa Julian Vetten dem Wochend-"Tatort" im n-tv.de Schnellcheck 7 von 10 Punkten. "Angriff auf Wache 08" sei kein schlechter Film, urteilte unser Kritiker. Lediglich gemessen an den "Ausnahme-Krimis, die man vom Tukur-'Tatort' sonst gewohnt ist", sei der jüngste Fall des Ermittlers in Hessen dann doch eine Enttäuschung.

Noch positiver urteilte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) über den neuesten "Felix Murot"-Krimi. Der Streifen sei "dicht, spannend und stilvoll" erzählt, fand Oliver Jungen in seiner Kritik für das Blatt. "Von solch gewitzten Tauchgängen in die Filmgeschichte kann man gar nicht genug bekommen", fügte er hinzu.

"Was hast du genommen?"

Einer, der mit dieser Einordung offensichtlich so ganz und gar nicht einverstanden ist, ist Til Schweiger. Er postete einen Link zu der FAZ-Kritik auf seiner Facebook-Seite - und lästerte drauf los. "Lieber Oliver, was hast du genommen, bevor du diese 'Kritik' geschrieben hast?! Ich werf' mich weg", ätzte der Filmemacher und garnierte seine Worte - ganz Til Schweiger - mit insgesamt sechs lachenden Smileys.

Doch damit nicht genug. "Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!", fügte Schweiger noch polternd hinzu.

Die feine englische Art ist das sicher nicht. Schließlich nimmt der 55-Jährige, der selbst als "Nick Tschiller" im Hamburger "Tatort" ermittelt, damit auch einen unmittelbaren Kollegen aufs Korn. Ganz abgesehen davon, dass auch die Schweiger-"Tatorte" einiges an Kritik einstecken mussten, worauf der Schauspieler mitunter ebenfalls dünnhäutig reagierte.

Oder war Schweigers Kritik womöglich sogar positiver gemeint, als es auf den ersten Blick den Anschein macht? Wer würde den Geschichten der "Augsburger Puppenkiste" wie "Jim Knopf", "Kater Mikesch" oder "Urmel aus dem Eis" schließlich schon absprechen, dass sie äußerst glaubwürdig, gut gespielt und spannend waren?

Quelle: n-tv.de, vpr

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