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"Gut frisierte Sprechpuppen" "Traumschiff"-Stars kritisieren eigene Serie

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Seit 13 Jahren Kreuzfahrtdirektor auf dem "Traumschiff": Harald Schmidt

(Foto: picture alliance / rtn - radio tele nord)

Bei den Zuschauern steht die Machart der ZDF-Kultserie "Das Traumschiff" zuletzt immer mehr in der Kritik. Doch auch bei den Schauspielern selbst ist der Frust groß. Nach Kapitän Florian Silbereisen findet nun auch Kreuzfahrtdirektor Harald Schmidt deutliche Worte dafür.

Trotz hoher Einschaltquoten am Ostersonntag (6,25 Millionen Zuschauer) hagelt es für "Das Traumschiff" im Netz Kritik. Fans bemängelten jüngst vor allem die Machart der Kultserie. Doch offensichtlich sind die Zuschauer mit ihren Gefühlen nicht allein. Auch einige Darsteller der Serie melden sich nun öffentlich zu Wort, um ihren Ärger über das ZDF-Format zu äußern.

Harald Schmidt, der seit 13 Jahren den Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle mimt, findet wohl die deutlichsten Worte, um seinen Frust über die Drehbücher zu äußern. "Ich finde die Geschichten schon jetzt sensationell lustig", sagte er der "Bild"-Zeitung sarkastisch. "Wichtig ist aber, dass man die Texte so spricht, wie sie der Schiffskoch nachts unter der Kabinentür durchschiebt."

Aber auch die schlechten schauspielerischen Leistungen der Gastdarsteller in vergangenen Folgen kritisiert der 63-Jährige. Wie man das künftig ändern könnte? "In den Rollen tauchen plötzlich Schauspieler auf, anstatt gut frisierter Sprechpuppen, die im Social Media unterwegs sind", zitiert die "Bild"-Zeitung den Kabarettisten weiter.

"Drehbücher sind völlig gaga"

Schmidt ist zwar für seinen tabulosen Umgang mit Menschen bekannt, doch ganz unrecht scheint er nicht zu haben: So griff das "Traumschiff" zuletzt auf Gäste wie Ex-BVB-Torwart Roman Weidenfeller, Kristall-Erbin Victoria Swarovski, Sängerin Sarah Lombardi oder Model Alena Gerber zurück. Letztere stimmt Schmidt sogar zu: Es sei "auffällig, dass mittlerweile in viele großen Produktionen Influencer Parts übernehmen, die früher von Schauspielern besetzt wurden", so die 31-Jährige. Demnächst soll Comedian Luke Mockridge für eine Folge einen Koch mimen.

Doch auch mit Collien Ulmen-Fernandes, die seit Ostersonntag als Dr. Jessica Delgado fest zur "Traumschiff"-Besatzung gehört, konnten viele Serienfans nichts anfangen. Man könne die ehemalige Viva-Moderatorin als Ärztin "irgendwie nicht ernst nehmen", hieß es etwa auf Twitter. "Es gibt, glaube ich, kaum eine Person, der man den Beruf einer Ärztin noch weniger abnimmt als Collien Fernandes", schrieb ein weiterer Twitter-User.

Schlagerstar Florian Silbereisen, der seit 2019 die Rolle des "Traumschiff"-Kapitäns Max Parger innehat, hatte sich am Dienstag als erster Seriendarsteller der Zuschauerkritik gestellt. Diese könne er zum Teil nachvollziehen, sagte der 39-Jährige gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Ja, natürlich sind die Drehbücher völlig gaga." Er wünsche sich künftig "überraschendere und witzigere Geschichten", sei aber dennoch optimistisch. "Aber ein bisschen gaga kann ja auch lustig sein. Wartet mal ab, mit ein bisschen Humor werden die irgendwann in den nächsten Folgen hoffentlich richtig kultig werden."

Quelle: ntv.de, lri/spot

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