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Billigheimer "Tagesschau" Was Judith Rakers & Co verdienen

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Bei der "Tagesschau" gar nicht mal so gut bezahlt: Judith Rakers.

(Foto: picture alliance / dpa)

Noch tobt die Diskussion über die angeblichen Hammer-Honorare für Fußball-Experten bei ARD und ZDF, da werden nun auch die Gagen der "Tagesschau"-Sprecher publik. Doch siehe da: Die Nachrichten-Moderatoren sind geradezu ein Schnäppchen.

"Bösartige Journalisten", "eklatante Falschmeldung", "vorsätzliche Bösartigkeit" - so klangen die Reaktionen, als "kress pro" am Dienstag über den angeblichen Geldsegen für Oliver Kahn und Mehmet Scholl während der Fußball-Europameisterschaft berichtete.

Doch die genannten Zahlen scheinen wohl nicht zu stimmen. Dennoch dürfte ein vier- bis fünfstelliges Sümmchen pro Abend für die Plaudertaschen zusammenkommen. Das jedenfalls legt die Aussage des Schweizers Ciriaco Sforza nahe, der - anders als Scholl, Kahn und die öffentlich-rechtlichen Sender - aus seinem Honorar keinen Hehl machen wollte. Für einen Einsatz als Gast-Experte beim ZDF habe er eine Spesenpauschale von 3000 Euro, einen Flug in der Business-Klasse und die Übernachtungen in einem Luxushotel bekommen, gab der Ex-Profi des FC Bayern München unumwunden zu.

ARD bestätigt Zahlen

Auch bei diesen Summen dürfte mancher Sprecher der "Tageschau" noch immer mit den Ohren schlackern. Das "Hamburger Abendblatt" hat recherchiert - und Erstaunliches zutage gefördert. Demnach werden Jan Hofer, Jens Riewa, Judith Rakers und Co für eine Moderation der "Tagesschau"-Hauptausgabe mit vergleichsweise lächerlichen 238,01 Euro abgespeist. Für die Präsentation einer bis zu vier Minuten langen Kurzausgabe der Nachrichtensendung soll es sogar "nur" 142,62 Euro geben. Die ARD habe ihr gegenüber diese Zahlen bestätigt, so die Zeitung.

Erstaunlich ist dies nicht zuletzt angesichts des Riesenhonorars, das das ZDF angeblich "Heute-Journal"-Moderatoren wie Claus Kleber und Marietta Slomka zukommen lässt. Bei Kleber langten öffentliche Spekulationen in der Vergangenheit bis zu 600.000 Euro im Jahr, Slomka soll laut "Süddeutscher Zeitung" mit 280.000 Euro immerhin noch bei knapp der Hälfte liegen.

Aber natürlich muss man sich auch um die "Tagesschau"-Sprecher finanziell nicht wirklich Sorgen machen. Ihr Status als freie Mitarbeiter der ARD erlaubt ihnen schließlich, auch anderweitig noch tätig zu werden und Geld zu verdienen - zum Beispiel mit der Moderation von Galaveranstaltungen, dem Führen von Diskussionsrunden oder der Leitung von Kulturveranstaltungen. Nur Werbung ist - mit Blick auf die Seriosität und Glaubwürdigkeit der Nachrichtensprecher - selbstredend tabu. Dementsprechend sorgte es auch für einigen Unmut, als sich Rakers im vergangenen Jahr vor der Filiale einer Fast-Food-Kette ablichten ließ.

Quelle: n-tv.de, vpr

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