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Musikfans dürfen abstimmen Wer ist reif für die "Hall of Fame"?

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Wird sie posthum geehrt? Whitney Houston.

(Foto: picture alliance / dpa)

Depeche Mode? Motörhead? Oder doch lieber Whitney Houston? Die "Rock & Roll Hall of Fame" sucht neue Mitglieder und bittet dabei um die Mithilfe der Fans. Interessierte können in den kommenden Wochen abstimmen. Auch eine deutsche Band ist nominiert.

Auch im Jahr 2020 sollen wieder herausragende Künstler und Bands in die "Rock & Roll Hall of Fame" aufgenommen werden. Nun wurden die Nominierten bekannt gegeben, wie unter anderem das Branchenmagazin "Variety" berichtet.

Unter den Anwärtern auf einen Platz in der Ruhmeshalle befinden sich die Bands Depeche Mode, The Doobie Brothers, Judas Priest, Dave Matthews Band, MC5, Motörhead, Nine Inch Nails, Soundgarden, T. Rex, Thin Lizzy sowie Rufus featuring Chaka Khan. Auch eine deutsche Gruppe hat es auf die Liste geschafft: Die Elektropop-Band Kraftwerk ist ebenfalls für den Rock-Olymp nominiert.

Als Solokünstler wurden die Sängerinnen Whitney Houston (1963-2012) und Pat Benatar, der Rapper The Notorious B.I.G. (1972-1997) und der Musiker Todd Rundgren für die Nominierten-Liste ausgewählt. Fans können auf Google, auf "rockhall.com" oder direkt im Museum in Cleveland bis zum 10. Januar 2020 abstimmen, wer in die "Hall of Fame" aufgenommen werden soll.

Gremium entscheidet

Die fünf von der Öffentlichkeit gewählten Top-Künstler werden als "Fan-Stimmzettel" ins Voting einbezogen, an dem ein Gremium aus mehr als 1000 Künstlern, Historikern und Mitgliedern der Musikindustrie beteiligt ist. Die gewählten Kandidaten werden am 20. Mai 2020 in einer offiziellen Zeremonie geehrt. Zuletzt wurden The Cure, Def Leppard, Janet Jackson, Stevie Nicks, Radiohead, Roxy Music und The Zombies in die Ruhmeshalle aufgenommen.

Die "Rock and Roll Hall of Fame" wurde in den 1980er-Jahren ins Leben gerufen, das zugehörige Museum in Cleveland eröffnete 1995. Jedes Jahr werden neue Mitglieder aufgenommen. Bedingung ist, dass die Veröffentlichung des ersten Tonträgers mindestens 25 Jahre zurückliegt.

In ihrer noch jungen Geschichte erlebte die Ruhmeshalle auch schon den einen oder anderen Skandal. So lehnten etwa die Sex Pistols 2006 die Aufnahme in die Institution ab. Neben ihnen sähen der Rock and Roll und die "beknackte Halle" nur "wie ein Pissfleck" aus, lästerten die Punkikonen.

Quelle: n-tv.de, vpr/spot

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