Unterhaltung

Dschungelcamp, Tag 3 Zu viel Kot für Kader Loth

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Kader Loth - bewegt

(Foto: RTL)

Meisen-Hanka kuschelt plötzlich mit pelzigem Getier, Sarah-Joelle hat ein Kochtopf-Problem und Dr. Wessi eröffnet seine Sprechstunde. Wird er Kaders mangelnde Kot-Affinität behandeln können?

"Good morning, I am awake", zwitschert der kölsche English-Speaker, formerly known as Flori, seinen Mitstreitern zu. Und wie sich das für einen Mann des vielsprachigen Wortes gehört, gibt es, quasi als Maraschino-Kirsche oben drauf, ein paar Zusatzinfos: "Ich lass mal 'nen Schüsselchen Urin ab." Ja, Danke Urinator, genau das war es, was man noch unbedingt wissen wollte.

An Tag 3 liegen vor allem im Team "Snake Rock" die Nerven blank, also zumindest bei denen, die man so zu Gesicht bekommt. Lebt "Icke" Häßler eigentlich noch oder haben Honeys "Sackratten" ihn schon vertilgt? Vor allem bei "La Toya" Loth ist die Stimmung, optimistisch ausgedrückt, ziemlich popös, und das ist umso schlimmer, denn sie sitzt ja nur noch auf ihren "Arschknochen".

"Kot ist doch scheiße!"

Wie es so gang und gäbe ist, morgens beim Frühstück, wird mit Inbrunst über die Sachen geplaudert, die einen in den frühen Stunden so beschäftigen: Der eigene Kot zum Beispiel. Flori und Fräulein Menke sind sich einig, dass die Farbe und Konsistenz des Darmextraktes keine unwesentliche Rolle spielen. Wie im Kaffeesatz kann man da sein ganzes Leben drin lesen! Man muss den Kot nur ganz genau unter die Lupe nehmen. Ist ja normal, macht ja jeder - mindestens einmal die Woche. Schließlich wollen wir wissen, was die Zukunft bringt oder was wir falsch gemacht haben. "Unverdaute Maiskörnchen" zum Beispiel, eijeijei, da liegt aber was im Argen! Winterkorn, VW-Manager, Erika Steinbach, CDU-Aussteigerin - hundertprozentig Unverdautes.

Kader, null kot-affin, kann mit den Nahkoterfahrungen der Camper nichts anfangen. "Ihr guckt euch das an? Kot ist doch scheiße!" Einfach bewundernswert, so viel Weisheit am frühen Morgen! Mit eben dieser watschelt sie mit Psychokeks Hanka auch zur Dschungelprüfung, die da heißt: "Getier für Vier".

"Getier für Vier", fragt Linguistin Loth, als Hartwich die Spielregeln erklärt, "was heißt'n das auf Deutsch?" Hartwich irritiert: "Ähm. Das heißt: Getier für Vier."

Kader und Hanka sowie Gina-Lisa und Honey müssen nun in gläserne Kammern krabbeln, wo sie ein paar Schräubchen abfriemeln und einen Ball in ein Rohr werfen sollen. Die Dschungeldramatik legt nahe, dass ihnen dabei Krabbelgetier über die Rübe und den ermatteten Körper geschüttet wird: Ratten, Krabben, Würmer, Kakerlaken Spinnen - und was es an putzigen Viechern noch so gibt.

Das war Tag 3 im Dschungelcamp

Heldin des Tages 1: Hanka, die Rattenschwanz-Streichlerin.

Heldin des Tages 2: Moderatorin Sonja, die sich über der Botox-Berichte zu ihrem glatten Gesicht selbst auf die Schippe nimmt.

Zitat des Tages 1: "Wenn man einmal eine Person geliebt hat, verschwindet die nie komplett."

Zitat des Tages 2: "Insistiere nicht so!" (Majowski beim Matratzengate zu Sarah-Joelle.)

Geständnis des Tages: Jensers Zwillinge waren Drillinge.

In die nächste Prüfung müssen: Kader und Sarah Joelle.

Panda-Lady Kader hat Probleme, die Regeln zu verstehen: "Und wie komme ich an das Ball?" Hartwich, der ob des Artikel-Fauxpas fast vom Glauben abfällt, mahnt: "Setz deine Schutzbrille auf!" Kader mit Brille auf dem Kopf fragt: "Wo is'n die?" Kann schon mal passieren, wenn der Lidschatten die Funktion der eigenen Wahrnehmung übernimmt.

"Ich überlege, das Projekt abzubrechen"

Das loth'sche Elend währt genauso lange, wie Kaders Gehirnzellen brauchen, um sich in den Freitod zu stürzen: zehn Sekunden. Dann bricht sie mit den berühmten Worten die Prüfung ab. Eine Kader kotet weder noch kakerlakt sie, eine Kader schwebt in ihrer eigenen Blase.

Auch Gina-Lisa hat Probleme in der Kammer. Schlimm, dieses eklige Getier und dann krabbelt es einem vielleicht noch an den Hals und drückt, nein, der Hals ist tabu. Schlechte Erfahrungen, "die Mainstream-Medien" haben ja ausführlich drüber berichtet.

Übrigens: Hanka, die keine anderen Menschen anfassen kann, hat mit Nagetieren keine so großen Probleme. Mit Artgenossen schmusen geht nicht, mit Ratten und Kakerlaken kuscheln schon. Hanka-Logik eben. Kann man verstehen, muss man aber nicht.

Die Prüfung wuppt, dank Durchlächler Honey, das Team "Base Camp". Klar, das da "Kader"-Stimmung im Team "Snake Rock" vorprogrammiert ist. "Ich überlege, das Projekt abzubrechen", lässt Miss Loth im Dschungeltelefon ihrem Unmut freien Lauf. Unterstützt wird die Urwaldtragödie von dicken Tränen, die sich ihren Weg durch die fünf Kilo Mascara bahnen. Wie gut, dass sie in Diplom-Psychologe Flori eine fachmännische Stütze hat. "Dieser Druck in mir, der strapaziert mich innerlich!", so die Patientin bei ihrer Gesprächstherapie. Darauf Dr. Wessi weise: "Was nützt es, wenn du der Held bist, aber ne menschliche Niete. Und du bist keine Niete."

Gesprächstherapeutisch geht es auch bei so manch anderem weiter: Honey berichtet Majowski über die Trennung von seiner Ex-Freundin "GNTM"-Kim. "Wenn man einmal eine Person geliebt hat, verschwindet die nie komplett." Ja das Leben hat manchen Dschungelinsassen schon übel mitgespielt: Gebrochene Herzen, nicht verstandener Deutschunterricht und eine sich gelegentlich verselbständigende Existenz in den Klatschblättern und Internetportalen. Promi sein, selbst mit dem dritten Zusatz des Alphabets, ist eben verdammt harte Arbeit.

Doch eine Beichte geht ans Herz. Als sich Jenser seine Last von der Seele plaudert, möchte man ihn am liebsten in den VOX-Arm nehmen: "Wir haben jetzt zwar Zwillinge, aber es waren Drillinge, wir haben ein Kind verloren, dass haben bis jetzt noch nicht so viele gewusst."

Was sonst noch geschah:

Sarah Joelle fängt langsam an, ihren Genossen gehörig auf die Murmel zu gehen. Ständig macht sie Probleme, wo keine sind. Beim Streit mit Majowski wegen einer nassgewordenen Matratze ist man noch auf ihrer Seite, was vermutlich auch daran liegt, dass man die Auseinandersetzung zu keinem Zeitpunkt so recht kapiert. Beim gemeinsamen Kochen legt sie sich aber mit Starköchin Gina-Lisa an, weil die einfach die Kartoffeln - man glaubt es nicht, - kochen möchte, bevor sie verzehrt werden. Im Kochtopf! Das muss man sich mal vorstellen!

Wie kann Gina-Lisa nur Kartoffeln im Kochtopf kochen? Zu viel für Sarah Joelle: "Ja, mir egal, es ist mir ega-hhhaaaal, whatever, ich sag ja nix, ich sag ja nur, also, ich hab ja nur gesagt, ja, doch, nee, aber ne Pfanne? Ja, Kochtopf ist auch okay, wenn du willst – whatever!"

Das denkt sich auch der Zuschauer und wählt sie für diese Glanzleistung deutscher Schauspielkunst prompt in die nächste Dschungelprüfung.

Kleiner Tipp für den gesundheitsliebenden Dschungelcamp-Leser: Sich bei der Toilettenspülung etwas Zeit lassen. Die Wahrheit liegt in der Kloschüssel. In diesem Sinne, freuen wir uns auf Tag 4!

Quelle: n-tv.de