Essen und Trinken

Nur für Männer Was Wunder wirkt

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Keine falschen Hoffnungen! Die jungen Damen stehen nur Schlange für "Germany's next Topmodel".

(Foto: picture alliance / dpa)

Dass Frauen und Männer verschieden sind, hat sich schon herumgesprochen. Selbst bei Jungbrunnen und Lebenselixier offenbaren sich Abgründe: Frauen machen Yoga und Pilates, Männer suchen sich eine jüngere Partnerin. Frauen mitunter auch - doch das kann in die Hose gehen.

Es gibt so Sachen, die scheinen jeweils nur für das andere Geschlecht gemacht zu sein; Stammtische und Einparkhilfen zum Beispiel. Ausnahmen bestätigen die Regel. Faltencremes verwenden übrigens beide Geschlechter, männliche Bekenntnisse dazu halten sich allerdings in Grenzen. Gleich dürfte wiederum das meist enttäuschende Ergebnis sein. Auch Wunderpillen und Hormone gegen das Altern, Sauerstoffkuren und chirurgisches Herumsäbeln haben dauerhafte Konjunktur bei Männern wie bei Frauen, zugegebenermaßen in unterschiedlicher Intensität.

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Die Fälle von Promi-Paaren mit großem Altersunterschied häufen sich auch in Deutschland (Foto: Altbundeskanzler Helmut Kohl und seine Frau Maike Richter).

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eine Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock befasste sich mit einem völlig anderen Lebenselixier - mit frappierenden Unterschieden für Männlein und Weiblein. Die Untersuchungen zeigten, dass der Altersabstand zwischen Ehepartnern ihre Lebenserwartung beeinflusst: Männer, die mit einer sieben bis neun Jahre jüngeren Partnerin zusammen leben, haben ein um elf Prozent geringeres relatives Sterberisiko als Männer mit einer gleichaltrigen Partnerin.

Frauen haben's schwerer

Das gilt aber nur für Männer, Frauen befinden sich da offenbar in einer vertrackten Situation. Denn wollen sie lange leben, müssen sie sich einen gleichaltrigen Partner wählen. Je größer der Altersunterschied zum Manne ist, desto geringer ist nämlich die Lebenserwartung der Ehefrau, fanden die Forscher heraus. Bei einem  Altersunterschied von sieben bis neun Jahren sinkt die Lebenserwartung der Frau um 20 Prozent - völlig egal, ob der Mann älter oder jünger ist. Zum Trost sei gesagt: Auch Männer mit älteren Frauen sterben laut Studie früher.

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Frauen sind in der Zwickmühle - sie sollten sich an Gleichaltrige halten.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Der Untersuchung zufolge können Frauen nicht in gleichem Maße wie Männer von den psychologischen und sozialen Effekten eines jüngeren Partners profitieren. Frauen hätten meist die besseren Kontakte zu ihrem sozialen Umfeld und mehr Freunde, seien also nicht so stark auf den Partner angewiesen. (In Singletreffs stehen übrigens Krankenschwestern bei älteren Herren hoch im Kurs!) Möglich ist den Demografen zufolge auch noch eine andere Erklärung: Immer noch verstoßen Paare, bei denen der Mann viel jünger ist, gegen soziale Normen. Das verursacht Stress und mündet letztlich in eine schlechtere Gesundheit.

Für die Studie hatten die Forscher zwei Millionen dänische Paare beobachtet. In Deutschland ist der Mann im Durchschnitt drei Jahre älter als seine Frau.

Frisch durch Fisch

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Einer der letzten "echten" Playboys, Flavio Briatore, weiß, was gut für ihn ist: Täglich zwei Liter Mineralwasser (rechte Hand). 2008 heiratete er überraschend die 30 Jahre jüngere Italienerin Elisabetta Gregoraci (nicht im Bild).

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Natürlich gibt es auch noch andere Fitmacher als junge Frauen für Männer; hier geht es schließlich nicht um Eheanbahnungen, sondern ums Köcheln mit gewissen positiven Nebenwirkungen. Denn es gibt Lebensmittel, die es richtig in sich haben, Jungbrunnen zum essen sozusagen. Sie können den Alterungsprozess verlangsamen und Menschen länger vital halten. Dazu gehören Beerenobst, Tomaten, Ölsamen, Brokkoli, Rapsöl, Walnüsse, Vollkornbrot, Joghurt, Wasser und Fisch.

Fisch zum Beispiel gilt schon seit längerem als körperlicher und geistiger Fitmacher. Besonders gesund sind Lachs, Makrele, Hering, Sardinen und Sardellen. Sie haben einen hohen Anteil an den gesunden Omega-3-Fettsäuren DHEA und EPA, die besonders gut fürs Gehirn sind, wie finnische Wissenschaftler der Universität von Kuopio nachgewiesen haben.

Und fette Fische punkten zusätzlich mit Vitamin D. Dieses Vitamin ist zum Beispiel für die Knochen wichtig, aber offenbar auch fürs Gehirn. Forscher der Universität von Manchester haben die geistige Leistungsfähigkeit von 3000 Männern zwischen 40 und 80 Jahren geprüft. Vor allem bei den über 60-Jährigen zeigte sich ein Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin-D-Status und einer langsameren Auffassungsgabe.

Was Mann braucht

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David Hasselhoff im Kreise von Baywatch-Nixen. Seine Freundin Hayley Roberts ist 28 Jahre jünger.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren beugen Herzrhythmusstörungen vor, senken Blutfette, verlangsamen Veränderungen an den Herzkranzgefäßen und wirken positiv auf Gefäßfunktion und Blutdruck. Fische im kalten Meereswasser brauchen diese Fette als Schutz, um die Fließeigenschaften ihres Blutes zu erhalten und bilden deshalb reichliche Depots davon. Auch der Mensch profitiert von der besseren Fließfähigkeit seines Blutes, wodurch nicht nur das Gehirn  besser durchblutet wird. Daran sollten ältere Männer mit jüngeren Frauen besonders denken…

Dreimal in der Woche Fisch wird empfohlen. Am besten, Sie fangen heute damit an - und zwar mit einem "Fruchtig-scharfen Lachsfilet", bei dem Ingwer, Peperoni und Knoblauch die Manneskraft noch zusätzlich befeuern:

Zutaten (2 Personen):

500 g frisches Lachsfilet
½ Peperoni
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
1 unbehandelte Orange
2 EL Raps- oder Olivenöl
Meersalz, evtl. Pfeffer

Zubereitung:

Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Peperoni waschen und aufschneiden, Kerne und Zwischenwände entfernen (es sei denn, Sie mögen‘s ganz scharf). Die Bio-Orange heiß abwaschen und mit einem Zestenreißer Zesten aus der Schale ziehen.  Den Saft auspressen. Alle Zutaten vermischen.

Die Fisch in 2 Portionen teilen und trocken tupfen. Im erhitzten Öl bei Mittelhitze braten. Ist das Filet halb oder zu zwei Dritteln durchgebraten (kann man an der Schnittseite sehen), einmal wenden, die obere gebratene Seite leicht salzen und gegebenenfalls pfeffern. Je nach Dicke des Filets dauert das Braten nur ein paar Minuten. Brät der Lachs zu lange, wird er leicht trocken. Beim Fertigbraten der zweiten Seite den Herd bereits ausschalten (bei Gas die Flamme ganz klein stellen). Die zweite Seite nun ebenfalls behutsam würzen.

Zum Schluss die scharfe Soße in die Pfanne geben, nur noch kurz mitziehen lassen und vom Feuer nehmen.

Dazu schmecken ein gebuttertes Mischgemüse aus fein geschnittenem Wirsing, Paprika- und Möhrenstreifen sowie Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln.

Gutes Gelingen wünscht Ihnen Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de