Kino

"Assassin's Creed"-Stars in Berlin "Dein Blut stirbt nie!"

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Das Computerspiel "Assasin's Creed" wurde verfilmt. Michael Fassbender spielt die Hauptrolle.

(Foto: Twentieth Century Fox and Ubisoft Motion Pictures)

Wer etwas für Action-Adventure-Games übrig hat, kennt "Assassin's Creed" bereits. Dem Rest geht es wie den Hauptdarstellern der Kino-Adaption. Auch Marion Cotillard und Michael Fassbender hatten vor dem Dreh keine Ahnung von Videospielen. Heute ist das anders.

Das beste Wetter ist es nicht für Autogrammjäger. Berlins Himmel ist verhangen, aber ein paar von ihnen harren aus. Der Anlass ist jetzt nicht gerade der Spitzenreiter unter den Kuriositäten, die der Hauptstadt so widerfahren, aber doch immer noch eine besondere Freude: Hollywood ist mal wieder zu Gast. Dieses Mal geben sich Marion Cotillard und Michael Fassbender die Ehre. Die beiden sind derzeit auf Promo-Tour für die Game-Verfilmung "Assassin's Creed".

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So viel sei schon mal vorab verraten: Weder Cotillard noch Fassbender besitzen eine nennenswerte Affinität zu Videospielen. Er hat es in Zusammenhang mit der Arbeit am Film mal ausprobiert, sie hat sich von einer Freundin quälen lassen - ihre Worte, bis sich wenigstens ein gewisses Gefühl für den Spielmodus einstellte. Nun mögen die beiden Schauspieler vielleicht keine Zocker sein, Leidenschaft für den Stoff jedoch bringen sie allemal mit.

"Wie Menschen mit Macht umgehen"

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In Berlin Sprechen Michael Fassbender, Marion Cotillard und Justin Kurzel über "Assasin's Creed".

(Foto: imago/Future Image)

Klar, "Assassin's Creed" soll vor allem unterhalten. Das stellt Fassbender, der bei dem Streifen nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als Produzent involviert ist, gleich zu Beginn der Pressekonferenz klar. Allerdings sollte sich der Film von vornherein abheben von anderen Game-Adaptionen. Mehr Tiefe ist das Stichwort.

"Es geht darum, wie Menschen mit Macht umgehen", sagt Cotillard. Und Fassbender ergänzt den Gedanken um das recht universelle Konzept einer Elite und deren Ordnung auf der einen Seite sowie eines unbedingten freien Willens auf der anderen. Mit den Allgemeinplätzen räumt dann erst Regisseur Justin Kurzel auf, der mit den beiden Hauptdarstellern bereits an "Macbeth" gearbeitet hat. Die Geschichte des Films "Assasin's Creed" dreht sich um die Idee eines genetischen Gedächtnisses. "Dein Blut stirbt nie", um es mit Kurzels Worten zu sagen.

Fassbender als Jesus Christus

Aufwendige Technologie macht im Film für Callum Lynch (Michael Fassbender) die Geschichte seines Vorfahren Aguilar im Spanien des 15. Jahrhunderts erfahrbar. Aus dem Animus-Stuhl, mittels dessen im Game die Vergangenheit bereist wird, haben Kurzel und sein Team im Film übrigens einen Greifarm gemacht. Daran springt und kämpft Fassbender sich durch die Geschichte. Die ursprünglichen Spielmacher hat die Visualisierung nach Angaben des Schauspielers derart überzeugt, dass sie in Erwägung ziehen, ihr Spiel dahin gehend anzupassen.

Dürfte Fassbender selbst wählen, er würde noch ein wenig weiter zurückreisen als ins Spätmittelalter und statt durch die Augen eines Assassin durch die Jesu Christi sehen wollen. Wollen wir ihn mal nicht für unbescheiden halten, es ist ja schließlich bald Weihnachten. Cotillard würde ihren Stammbaum übrigens noch weiter hochklettern wollen: bis in die Steinzeit. Ob sie unter ihren unzivilisierten Ahnen dort tatsächlich Gesprächspartner für den philosophischen Diskurs finden wird, den sie da anstrebt - geschenkt. Sie hängt ja auch nicht am Animus-Arm, jedenfalls noch nicht. "Lasst uns auf mehr warten", sagt sie, als sie gefragt wird, ob ihre Rolle der Wissenschaftlerin Sophia Rikkin denn auch mal die Vergangenheit besuchen wird. Wenn das mal nicht nach Fortsetzung klingt.

"Assasin's Creed" startet am 27. Dezember in den deutschen Kinos.

Quelle: n-tv.de

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