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"Die Höhle der Löwen" "Die Bewertung ist fürn Arsch!"

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Machten sich mit ihrem Drogenvergleich zunächst keine Freunde unter den Löwen: Die Brüder Bilal und Adil Zafar.

(Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer)

Verdächtige Pulvertütchen, Pflege für den Allerwertesten und zwei Investoren, die beweisen, dass Löwen und Affen mitunter richtig gut können. Auch in Folge drei bekommt der Format-Fan wieder viel geboten.

"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt", lautet das Karriere- und Lebensmotto der beiden pakistanisch-stämmigen Brüder Bilal und Adil Zafar. Auch in der Löwenhöhle weicht das Duo nicht von seiner Linie ab. Mit viel Selbstbewusstsein und einem Aufsehen erregenden kleinen Weißpulvertütchen im Gepäck treiben es die beiden Fachmänner für erfolgreiche Bewerbungen ("richtiggutbewerben.de") auf die Spitze: "Unsere Marge ist so hoch wie beim Drogenhandel", klärt Bilal auf.

"Ich habe in ihrem Alter auch blöde Witze gemacht"

Drogen? Weißes Pulver? Da zieht es Sportskanone Nico Rosberg in Windeseile den Magen zusammen. Beim Spiel mit dem Vergleichsfeuer scheinen sich die Brüder die Finger zu verbrennen. Nach und nach zeigt ein Investor nach dem anderen trotz beeindruckender Firmenzahlen mit dem Daumen nach unten. Kurz vor dem Ende kratzt sich nur noch Carsten Maschmeyer nachdenklich am Kinn: "Ich hab in ihrem Alter auch blöde Witze gemacht", deckelt der Großunternehmer den grenzwertigen Drogenvergleich. Sekunden später kann das Bruderpaar durchatmen. Trotz eingebautem Pitch-Fettnäpfchen beißt Carsten Maschmeyer zu. Der erste Deal des Abends ist in trockenen Tüchern - und überflüssiger "Zucker" ruckzuck wieder vorm Tisch. Auch besser so.

Einen Kurz-vor-knapp-Deal würde auch Frau Doktor Glückstein ("PoBeau") sofort unterschreiben. Die Vorzeichen für eine erneute Achterbahnfahrt-Präsentation stehen auch denkbar günstig. Die Po-Freundin aus München hat zwar kein "Koks" mit am Start, dafür aber gefakte Vorher-Nachher-Bilder und eine Firmenwerteinschätzung, die einen Ralf Dümmel für den Bruchteil einer Sekunde seine gute Kinderstube vergessen lässt: "Die Bewertung ist fürn Arsch!", poltert der König der Regale. Auch die anderen Löwen sind von der glücksteinschen Pop-Pflegeserie nicht wirklich angetan. Das Ende der "Prinzip Hoffnung"-Fahnenstange ist schnell erreicht. Da hilft auch kein Live-Rubbelspaß von Vorführmodell Silke weiter.

Dem Marder auf der Spur

Nach zwei Pitch-Durchgängen ohne geballte Fäuste am Ende ist Ralf Dümmel beim Einmarsch von Segel-Fan Klaus Skottki regelrecht "on fire". Der sympathische Rentner aus Braunschweig bringt aber auch alles mit was es braucht, um im Hause Dümmel offene Türen einzurennen. Produkt ("GoMaGo"), Gründer, Zukunftsvision: Bei Marder-Vertreiber Klaus stimmt einfach das Gesamtpaket. Neben Ralf Dümmel zeigt sich auch der sensible Schnüffler Georg Kofler interessiert. Zwar müffele das mitgebrachte Mardersekret-Granulat-Potpourri wie eine "Mixtur aus Klebstoff und hochprozentigem Red Bull". Aber das stört den Georg nicht wirklich. Schließlich kommt es zum Angebotszweikampf, bei dem Ralf Dümmel am Ende den Ring als Sieger verlässt. Und da sind sie endlich: die geballten Fäuste.

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Treffen mit ihrer Handyfolien-Cutter-Maschine den Nerv der Löwen: "GreenMNKY"

Zwei erfolgreiche Deals und eine unterhaltsame Popo-Luftnummer: Die Löwen brauchen dringend eine kurze Verschnaufpause. Da kommen nicht ganz so spannende Silikon-Getränkehalter aus dem Hause "Gymbutler" gerade richtig. "Das weltweit einzigartige Halteband für Trinkgefäße" reißt die Investoren nicht wirklich aus ihren Sesseln. Gerne lauscht man den Worten der beiden Fitness-Junkies Maximilian Sander und Tim Bormann. Aber das war's dann auch. Ein Angebot bleibt aus. No Deal - dafür aber Kraft getankt für den finalen Pitch. Der hat es nämlich noch mal in sich.

Lukrative Affen-Löwen-Hochzeit

Satte 400.000 Euro für 15 Prozent Firmenanteile flattern durch die Löwenhöhle. Noch einmal präsentieren sich alle Investoren im Tunnel-Modus und hören ganz gespannt, was die beiden "GreenMNKY"-Gründer Ziya Orhan und Oliver Klingenbrunn zu berichten haben. Und da passt so einiges zusammen.

Mit ihrer Handyfolien-Cutter-Maschine und dem dazugehörigen Folien-Verkaufsmodell, das sich nicht nur lukrativ und bis zum Ende durchdacht, sondern auch noch extrem umweltfreundlich präsentiert, sorgt der Gründer-Zweier aus Aschaffenburg für viel Aufsehen im Löwenkäfig. Bei so vielen tollen Zutaten schnalzen am Ende sogar zwei angebotswillige Investoren mit der Zunge (Carsten Maschmeyer und Nils Glagau). Eine kurze Cutter-Livevorführung später ist der "teuerste" Deal des Abends dann auch verpackt und zugeschnürt. Da soll nochmal einer behaupten, Affen und Löwen hätten keinen Draht zueinander.

"Die Höhle der Löwen" läuft jeden Montag um 20.15 Uhr bei Vox. Nach der TV-Ausstrahlung gibt es die Folgen auch zum Abruf bei TVNOW. ntv wiederholt die jeweils aktuelle Folge sonntags um 10.30 Uhr. Mehr Informationen zur Sendung gibt es auch bei vox.de.

Quelle: ntv.de