Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:32 Brasilien meldet mehr als 57.000 Neuinfektionen+++

Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 57.152 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie weitere 1437 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie registriert das lateinamerikanische Land mehr als 2,85 Millionen Fälle, die Zahl der Todesopfer steigt offiziellen Angaben zufolge auf 97.256. Brasilien ist nach den USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

*Datenschutz

+++ 23:29 Italien droht Ryanair wegen Corona-Verstößen mit Flugverbot +++
Ryanair drohen in Italien gravierende Konsequenzen wegen Verstößen gegen Sicherheitsregeln zum Schutz vor dem Coronavirus. Wie die italienische Flugsicherheitsbehörde Enac mitteilte, könnte deswegen ein Flugverbot gegen den irischen Billigflieger für den italienischen Luftraum verhängt werden. Vorgeworfen werden Ryanair laut Enac "wiederholte Verletzungen der Covid-19-Gesundheitsbestimmungen", die von der Regierung zum Schutz der Passagiere angeordnet worden seien. Dabei gehe es sowohl um Distanzvorschriften als auch um Ausnahmeregeln für Situationen, in denen die Distanz nicht eingehalten werden kann. Wenn Ryanair sein Verhalten nicht ändere, würden "alle Luftfahrtaktivitäten an den Flughäfen des Landes suspendiert", hieß es weiter. Passagiere mit gültigen Tickets müssten dann entsprechend umgebucht werden.

+++ 22:42 WHO-Experte: "Fragen Sie sich: Muss ich wirklich zu dieser Feier gehen?" +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut junge Menschen ermahnt, "ihre Verantwortung" im Kampf zur Eindämmung des Coronavirus zu übernehmen. Je mehr junge Menschen sich wieder in Gesellschaft begeben würden, desto mehr würden sie als Überträger agieren, sagte WHO-Notfallkoordinator Michael Ryan. "Die Jungen haben eine große Chance, die Übertragungen durch ihr Verhalten zu reduzieren", sagte Ryan. An Orten, an denen während der Sommerferien junge Menschen in Bars, Nacht-Clubs oder Feiern im Freien zusammengekommen waren, hatte es zuletzt vermehrt Corona-Hotspots gegeben. "Sie können entscheiden, diese Dinge nicht zu tun", sagte Ryan. "Fragen Sie sich: Muss ich wirklich zu dieser Feier gehen?", sagte der irische Epidemiologe.

WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove wies auf Studien hin, die gezeigt hätten, dass nur ein kleiner Teil der Infizierten für die meisten Übertragungen verantwortlich sei. Etwa 80 Prozent der Ansteckungen seien auf 10 bis 20 Prozent der Infizierten zurückzuführen.

+++ 21:59 Fauci: Kein neuer Lockdown in USA notwendig +++
Der Seuchenexperte der US-Regierung, Anthony Fauci, geht nicht davon aus, dass in den USA ein neuer Lockdown im Zuge der Pandemiebekämpfung nötig sein wird. "Wir können das viel besser, ohne alles herunterzufahren", sagt er bei einer Veranstaltung an der Universität Harvard. Amerikaner sollten Gesichtsmasken tragen, Abstand halten, Bars schließen, ihre Hände waschen und Aktivitäten im Freien bevorzugen, um das Virus zu stoppen.

+++ 21:21 Zahl der Infektionen in Deutschland nähert sich 1000er-Marke +++

So nah an der 1000er-Marke war die tägliche Infektionszahl in Deutschland seit dem 13. Mai nicht mehr. Nach einer ntv.de-Zählung auf Basis der Meldungen der Bundesländer wurden seit gestern Abend 940 neue Coronavirus-Fälle registriert. 16 Menschen starben. Auch der Sieben-Tage-Schnitt stieg weiter an, auf nun 739. Seit Mitte Juli hat sich dieser mehr als verdoppelt. Aktuell gibt es 9060 akute Infektionen. Ist das die zweite Welle? Die Warnung davor hört man seit Wochen. Der Virologe Hendrick Streeck sieht das aber anders. Er spricht lieber von einer "Dauerwelle".

+++ 20:35 Auswärtiges Amt rät von Reisen in Provinz Antwerpen ab +++
Wegen des Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen. "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen wird aufgrund erneut hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt", teilt das Auswärtige Amt mit.

+++ 20:28 Abiturienten bringen Corona aus Kroatien mit +++
Nach einer Abi-Fahrt nach Kroatien sind im Landkreis Göppingen mehrere Teilnehmer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Portal Schwaebische.de unter Berufung auf das Landratsamt berichtet, wurden bereits neun Fälle festgestellt. Insgesamt hätten 18 junge Menschen aus dem Kreis Göppingen an der Reise teilgenommen. Sie und 50 Kontaktpersonen stünden für zwei Wochen unter Quarantäne. Die Reise sei von einem Hamburger Reiseveranstalter bundesweit organisiert worden.

+++ 20:04 Wieder unter 50.000 Neuinfektionen in USA +++
Nachdem die Neuinfektionen in den USA wochenlang über 60.000 lagen, scheinen sich die Zahlen auf einem niedrigeren Niveau einzupendeln. Die US-Seuchenbehörde CDC meldet 49.988 Neuinfektionen. Damit haben sich 4.748.806 Amerikaner an dem Virus angesteckt. Den Angaben nach starben zwischen Dienstag und Mittwoch 1107 Menschen an Covid-19. Insgesamt sind 156.311 Patienten dem Virus erlegen.

+++ 19:36 Weitere 17 Infizierte auf Gemüsehof in Mamming +++
Auf dem von einem Corona-Ausbruch betroffenen Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind 17 weitere Saisonarbeiter positiv getestet worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau berichtet, waren 231 Männer und Frauen, die bislang als gesund galten, ein drittes Mal untersucht worden. "17 von ihnen tragen nachweislich das Covid-19-Virus in sich, 214 wurden auch ein drittes Mal negativ getestet", teilte die Behörde mit. Die Neuinfizierten seien nun von den Gesunden getrennt worden. Zuvor waren auf dem Gemüsehof bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet worden, als erkrankt gelten derzeit noch 80 Arbeiter. Die anderen sind genesen und durften die Quarantäne verlassen.

+++ 18:58 WHO hält Zuschauermengen in diesem Jahr für "unwahrscheinlich" +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält Sportveranstaltungen mit großen Zuschauermengen aufgrund des Coronavirus in diesem Jahr für "unwahrscheinlich". Bei 40.000 oder 60.000 Personen sei nicht nur das Risiko in den Stadien vorhanden, sagte WHO-Notfalldirektor Michael Ryan. "Es ist das Risiko zum Stadion zu gelangen, die öffentlichen Verkehrsmittel, die Bars und die Klubs". Im Kontext der Übertragung des Virus sei dies "katastrophal".

+++ 18:26 Italiens Regierung will Maskenpflicht weiter verlängern +++
Italiens Regierung will die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und andere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter verlängern. Das Kabinett berate über eine Reihe von Vorschriften, die noch diese Woche angekündigt werden sollten, hieß es bei Nachrichtenagenturen. Zu den erwarteten Beschlüssen gehöre auch die weitere Stützung der notleidenden Wirtschaft im Umfang von rund 25 Milliarden Euro, schrieb die Agentur Adnkronos. Es gehe zum Beispiel um Rabatte in Restaurants, die wegen der Tourismusflaute stöhnen, andere Konsumanreize und Hilfen für den Arbeitsmarkt. Genaue Daten etwa für die Maskenpflicht gab es zunächst nicht. Außerdem soll die Regel bestehen bleiben, dass man im Alltag mindestens einen Meter Abstand zu anderen Menschen halten soll. Größere Menschenansammlungen blieben verboten, schrieb die Zeitung "Corriere della Sera".

+++ 17:56 Zahl der Neuinfektionen in Israel geht leicht zurück +++
Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel nach einem starken Anstieg zuletzt leicht zurückgegangen. Seit dem Rekordhoch von Dienstag vergangener Woche blieb die Zahl konstant unter dem Wert von 2000 Fällen. Diese galt zuletzt als Marke für schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown. Das Gesundheitsministerium des Landes teilt mit, am Vortag seien 1700 Fälle gemeldet worden. Der Rekord liegt bei 2100 Fällen. Insgesamt wurden in Israel bislang 76.763 Infizierte registriert, als aktiv gelten derzeit 24.866 Fälle, davon sind 355 Menschen schwer erkrankt. 564 Corona-Infizierte starben bislang.

+++ 17:29 New York richtet Kontrollstellen zur Durchsetzung der Quarantäne ein +++
New York will an den wichtigen Einfallstraßen, Bahnhöfen und anderen Ankunftsorten in der Stadt Kontrollpunkte einrichten, um Reisende aus 35 anderen Bundesstaaten mit hohen Corona-Raten über die Quarantäne-Vorschriften zu informieren. Die Ankömmlinge würden daran erinnert, dass sie sich einer 14-tätigen Quarantäne unterziehen müssten, erklärt Bürgermeister Bill de Blasio. Bei einem Verstoß gegen diese Vorschriften könne eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Dollar fällig werden.

+++ 17:00 Corona-Ausbruch in belgischem Schlachthof +++
Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb im belgischen Staden hat die örtliche Gemeinde mehr als 200 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt. Das bestätigte Francesco Vanderjeugd, der Bürgermeister der Gemeinde im westlichen Teil des Landes, der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Demnach seien bisher 18 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bis morgen Nachmittag sollen die Ergebnisse aller Tests vorliegen. Den Angaben zufolge kann der Betrieb in dem Schlachthof weitergehen, da alle positiv getesteten Menschen in der gleichen Abteilung arbeiteten.

+++ 16:35 Kanaren versichern alle Touristen gegen Corona +++
Die Kanaren versichern als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus während des Urlaubs auf den Inseln. Die Versicherung decke den Rückflug in die Heimat, die Quarantäne-Unterkunft sowie auch die medizinischen Kosten ab, sagte die regionale Tourismusministerin Yaiza Castilla. "Damit machen die Kanarischen Inseln einen weiteren Schritt, um den Touristen mehr Sicherheit und Ruhe zu bieten", so Castilla. In den Genuss der Versicherung kommen den Angaben zufolge von sofort an alle Besucher, sowohl die spanischen als auch die ausländischen Urlauber. Eine wichtige Bedingung gibt es aber: Im Falle einer Infektion darf der Betroffene nicht vor Reiseantritt gewusst haben, dass er sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt hat, wie es in einer Mitteilung des Tourismusministeriums heißt.

+++ 16:08 Immer mehr Städte erlassen Maskenpflicht im Freien +++
Angesichts des sich weiter ausbreitenden Coronavirus gehen immer mehr Städte in Europa dazu über, das Tragen von Masken auch im Freien zur Pflicht zu machen. Im Amsterdamer Rotlichtviertel, in den Geschäftsvierteln der niederländischen Hafenstadt Rotterdam und in belebten Stadtteilen im südwestfranzösischen Toulouse trat heute eine Pflicht zum Maskentragen auch im Freien in Kraft. Auch die Pariser Stadtverwaltung kündigte eine Maskenpflicht für alle stark besuchten Plätze der französischen Hauptstadt wie etwa an den Uferpromenaden der Seine an. In Nizza an der französischen Mittelmeerküste sowie in Lille im Norden des Landes gilt bereits Maskenpflicht im Freien, ebenso in weiten Teilen Spaniens.

+++ 15:22 Schweiz erklärt spanisches Festland zu Corona-Risikogebiet +++
Wegen steigender Corona-Zahlen setzt die Schweiz das spanische Festland auf die Liste mit Corona-Risikogebieten. Wer von dort in die Schweiz einreist, muss sich von diesem Samstag an in eine zehntägige Quarantäne begeben, teilt das Bundesamt für Gesundheit mit. Das gilt auch für Urlaubsrückkehrer. Die Inseln der Balearen und Kanaren sind ausgenommen. Die Liste umfasst von Samstag an damit 46 Länder und Regionen, darunter die USA, Mexiko sowie Südafrika und Luxemburg. Neu sind auf der Liste auch Singapur, Rumänien und die Bahamas. Die Quarantäneregelungen gelten seit Anfang Juli. Behörden kontrollieren die Einhaltung durch Stichproben. Nach ihren Angaben befinden sich gut 16.000 Eingereiste zur Zeit in Quarantäne.

+++ 14:58 Streeck sieht derzeit keine "zweite Corona-Welle" +++
Virologe Hendrik Streeck kann im Verlauf der Corona-Pandemie in Deutschland derzeit weder einen deutlichen Anstieg der Zahlen noch eine sogenannte zweite Welle erkennen. Wie bei anderen Coronaviren auch werde man immer im Sommer einen Rückgang der Infektionen sehen, im Frühjahr, Herbst und Winter eine Zunahme. "Ich kann nicht erkennen, dass wir jetzt in einer zweiten Welle sind", sagte Streeck. "Von einigen plötzlichen Ausreißern abgesehen gibt es gerade keinen deutlichen Anstieg, und einen Anstieg wie derzeit in Spanien sehe ich in Deutschland auch gerade nicht kommen."

+++ 14:24 Auch Schleswig-Holstein plant Bußgeld für Maskenverweigerer +++
Schleswig-Holstein will ebenfalls Bußgelder für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen einführen. "Wir finden die Idee gut", sagte Ministerpräsident Daniel Günther. Eine solche Regelung solle auch in Schleswig-Holstein festgelegt werden. Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass Nordrhein-Westfalen ein entsprechendes Bußgeld in Höhe von 150 Euro plant. Niedersachsen kündigte an, die Strafen ebenfalls auf 150 Euro erhöhen zu wollen. In Schleswig-Holstein hat sich die Landesregierung noch nicht auf eine Höhe des Bußgeldes verständigt. Die von Nordrhein-Westfalen geplanten 150 Euro seien eher die Obergrenze, hieß es.

+++ 13:53 Weiteres Kreuzfahrtschiff in Norwegen in Quarantäne +++
Nach dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Roald Amundsen" sind die Besatzungsmitglieder und Passagiere eines weiteren Schiffs in Norwegen in Quarantäne genommen worden. Grund dafür sei, dass ein Passagier einer vorherigen Kreuzfahrt auf der "SeaDream 1" nach der Heimkehr nach Dänemark positiv auf das Virus getestet worden sei, teilt das norwegische Gesundheitsinstitut FHI mit. Das Schiff brach seine aktuelle Fahrt deshalb ab und ging in der Nacht im Hafen der Stadt Bodø vor Anker, wie die norwegische Zeitung "Aftenposten" berichtet. Die Passagiere seien gebeten worden, in ihren Kabinen zu bleiben. Zunächst sollten nun die 85 Besatzungsmitglieder an Bord auf Sars-CoV-2 getestet werden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle zweier Kreuzfahrten der "Roald Amundsen" stieg derweil auf insgesamt 44. Darunter sind nach Angaben des Gesundheitsinstituts nun 35 Besatzungsmitglieder und neun Passagiere.

+++ 13:35 Indonesien erlebt erste Rezession seit 1999 +++
Die indonesische Wirtschaft verzeichnet einen historischen Einbruch: Wie die nationale Statistikbehörde in Jakarta mitteilt, ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2020 um 5,3 Prozent zurück, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es handelt sich um die erste Rezessionsphase in Indonesien seit der asiatischen Finanzkrise 1999. Grund sind der Statistikbehörde zufolge deutliche Rückgänge sowohl im produzierenden Gewerbe als auch bei den Umsätzen im Einzelhandel. Das Wirtschaftsleben in Indonesien sei praktisch zusammengebrochen, kommentieren Experten des Wirtschaftsforschungsinstituts Capital Economics die Entwicklung.

+++ 13:07 Drosten empfiehlt Japan als neues Vorbild +++
Virologe Christian Drosten empfiehlt einen Strategiewechsel im Kampf gegen das Coronavirus, um im Herbst eine zweite Ansteckungswelle und einen erneuten Lockdown zu verhindern. In einem Gastbeitrag für die "Zeit" erklärt er, dass sich das Ausbruchverhalten seit dem Frühjahr verändert habe. Es seien immer mehr soziale Schichten und Alterskohorten betroffen, schreibt Drosten. "Waren bisher die meisten Infektionsketten nachvollziehbar, können neue Fälle bald überall gleichzeitig auftreten, in allen Landkreisen, in allen Altersgruppen." Um das Virus trotzdem unter Kontrolle halten zu können, bis es einen Impfstoff gibt, empfiehlt er einen Blick nach Japan: Dort sei es gelungen, die erste Welle trotz einer erheblichen Zahl importierter Infektionen ohne einen Lockdown zu beherrschen. Der Trick: Das Land hat auf Masken und die Nachverfolgung von Übertragungsclustern gesetzt, also Situationen, die typisch für eine Verbreitung sind. Dazu gehören beispielsweise Großraumbüros und private Familienfeiern.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:39 Hongkong spricht von dritter Welle +++
Die Behörden in Hongkong sprechen von einer dritten Infektionswelle, die es zu bekämpfen gelte. 85 neue Ansteckungen seien binnen 24 Stunden registriert worden. In drei Fällen sei das Virus vor Ort übertragen und nicht eingeschleppt worden. Am Dienstag hatten die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone 82 Neuinfektionen gemeldet. Seit Ende Januar wurden rund 3700 Fälle registriert, 42 Menschen starben.

+++ 12:13 Niedersachsen plant ebenfalls 150 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer +++
Niedersachsen möchte wie auch Nordrhein-Westfalen künftig bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro kassieren. Eine Neufassung des Bußgeldkataloges, der für Maskenverstöße deutlich höhere Sanktionen vorsieht, werde in Kürze vorgelegt, sagt eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover. Bislang sah der Bußgeldkatalog für Maskenverweigerer in Niedersachsen 20 Euro Strafe vor, die konkrete Höhe liegt aber im Ermessen der örtlichen Behörden.

+++ 11:49 Biontech und Fosun starten China-Studie für Impfstoff +++
Die Mainzer Biontech SE kommt bei ihren Bemühungen um einen Covid-19-Impfstoff voran. Wie das in den USA börsennotierte Unternehmen mitteilt, hat die klinische Studie mit einem Impfstoffkandidaten in China begonnen. Sie wird gemeinsam mit dem chinesischen Partner Fosun Pharma durchgeführt. Die Studie umfasst 144 Probanden in zwei Altersgruppen. Die ersten 72 seien bereits geimpft worden. Die Studie ist Teil von Biontechs globalem Entwicklungsprogramm, das darauf abzielt, eine globale Versorgung nach Zulassung zu unterstützen.

+++ 11:36 Tausende Ärzte und Krankenpfleger in Südafrika infiziert +++
Im schwer von der Pandemie betroffenen Südafrika haben sich auch Tausende Ärzte und Krankenpfleger mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 24.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen wurden bisher positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet, 181 von ihnen starben, wie Gesundheitsminister Zweli Mkwize bei einer Pressekonferenz sagt. Landesweit stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen demnach auf mehr als 521.000.

+++ 11:26 Trotz Sonderwegs: Schwedische Konjunktur bricht kräftig ein +++
Trotz der vergleichsweise lockeren Maßnahmen in Schweden ist die Wirtschaftsleistung des skandinavischen Landes im zweiten Quartal so stark eingebrochen wie seit mindestens 40 Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des EU-Landes schrumpfte im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 8,6 Prozent, wie die schwedische Statistikbehörde SCB in einer vorläufigen Schätzung mitteilt. Damit liegt der Rückgang aber unter den 10,1 Prozent, um die die deutsche Wirtschaft nach einer ersten Schätzung zurückging. Andere EU-Mitgliedstaaten wie Spanien und Italien hatten noch größere Einbrüche zu verkraften.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:05 Weltweit mehr als 700.000 Tote +++
Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion ist auf mehr als 700.000 weltweit gestiegen. Das geht aus ntv.de-Berechnungen auf Basis der übermittelten Fallzahlen hervor. Weltweit wurden mehr als 18,5 Millionen Infektionen mit dem neuartigen Virus registriert. Seit Ende Mai hat sich die Zahl der weltweit gemeldeten Corona-Toten verdoppelt. Am meisten Todesopfer durch das Virus gab es mit mehr als 157.000 in den USA, gefolgt von Brasilien mit knapp 96.000 und Mexiko mit knapp 49.000.

+++ 10:55 Bericht: Gesundheitsämter beschäftigen 5900 zusätzliche Mitarbeiter +++
In der Corona-Krise sind von den Gesundheitsämtern rund 5900 zusätzliche Beschäftigte eingesetzt worden. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Städtetags und des Deutschen Landkreistags hervor, wie die "Passauer Neue Presse" berichtet. Die 356 Gesundheitsämter in den Flächenländern hätten derzeit rund 13.900 Stellen mit Ärztinnen und Ärzten sowie nicht ärztlichem Personal besetzt. Im Zuge der Pandemie hätten die Ämter weitere 5900 Beschäftigte eingesetzt, vor allem zur Kontaktnachverfolgung, für Tests und zur Kontrolle von Quarantäne. Träger der Gesundheitsämter sind die Landkreise und kreisfreien Städte.

+++ 10:47 Mehr als 866.000 Infektionsfälle in Russland +++
In Russland steigt die Zahl der Infektionsfälle auf 866.627. Binnen 24 Stunden seien 5204 Neuinfektionen hinzugekommen, teilen die Behörden mit. Das Land verzeichnet nach den USA, Brasilien und Indien die vierthöchste Ansteckungszahl weltweit. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 139 auf 14.490.

+++ 10:24 Leopoldina empfiehlt Masken im Klassenraum +++
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, dass an Deutschlands Schulen von der fünften Klasse an auch im Unterricht Maske getragen wird. Ältere Schülerinnen und Schüler sollten auch in den Klassenräumen einen Mund-Nase-Schutz aufsetzen, wenn nicht ausreichend Abstand möglich sei, heißt es in einer Stellungnahme. Darüber hinaus sprachen sich die Wissenschaftler dafür aus, "überall, wo dies umsetzbar ist", kleine feste Kontaktgruppen einzurichten. An der Stellungnahme der Leopoldina wirkten 24 Professorinnen und Professoren mit, darunter der Charité-Virologe Christian Drosten und der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:07 Spahn optimistisch bei Impfstoffentwicklung +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist optimistisch, dass es bei der Suche nach einem Impfstoff schnelle Erfolge geben könnte. Er sei zuversichtlich, dass es so schnell wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte einen Impfstoff geben könne, sagte der CDU-Politiker im "Morning Briefing"-Podcast des Journalisten Gabor Steingart. "Wir haben sehr vielversprechende Kandidaten, sehr vielversprechende Daten. Wenn das gelänge in den nächsten Monaten, wäre das tatsächlich die schnellste Impfstoffentwicklung der Menschheitsgeschichte." Abgeschlossene klinische Phasen werde es sicherlich in den nächsten sechs Monaten geben. Spahn zufolge finden zurzeit bereits Studien in "Phase drei" statt, in denen am Menschen und "im Alltagsinfektionsgeschehen" getestet werde. Das geschieht seinen Angaben zufolge vor allem in anderen Ländern mit größerem Ausbruchsgeschehen, nicht in Deutschland.

+++ 09:44 Bericht: Bund stundet Kreuzfahrt-Reedereien Milliardenbetrag +++
Im Zuge des Corona-Hilfsprogramms für Kreuzfahrtreedereien sind bislang sechs Anträge auf Stundung von Schuldentilgungen eingegangen. Das teilt das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit. Dabei gehe es insgesamt um fällige Tilgungsraten in Höhe von rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Die betroffenen Reedereien haben nun bis März 2025 Zeit, die Gelder zurückzuzahlen.

+++ 09:23 Bisher höchste Zahl täglicher Toter in Australien +++
In Australien ist die höchste tägliche Zahl von Coronavirus-Todesopfern seit Beginn der Pandemie verzeichnet worden. Wie die Behörden im Bundesstaat Victoria mitteilen, wurden dort binnen 24 Stunden weitere 15 Corona-Tote gezählt. Bislang war in ganz Australien an keinem Tag eine solch hohe Zahl neuer Todesopfer registriert worden. Melbourne, die Hauptstadt von Victoria und zweitgrößte Stadt des Landes, hatte sich in den vergangenen Wochen zu einem Brennpunkt der Pandemie entwickelt. Täglich werden dort Hunderte neue Infektionsfälle verzeichnet. Allein am Mittwoch waren es 725 neue Fälle.

+++ 09:04 Spahn verteidigt Maskenpflicht als "milderes Mittel" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verteidigt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Bereichen in der Öffentlichkeit. "Mich nervt das Maske-Tragen auch manchmal, aber es ist doch im Vergleich zu allen anderen Dingen, die wir erlebt haben im März, April ein echt milderes Mittel", sagt der CDU-Politiker im "Morning Briefing"-Podcast von Gabor Steingart. Es sei besser, mit Maske in bestimmten Situationen Dinge möglich zu machen, als sie irgendwann gar nicht mehr möglich machen zu können, sagte er mit Blick auf Restaurantbesuche oder Einkäufe. Zum Freiheitsargument von Masken-Gegnern sagte Spahn: "Freiheit kommt nie unendlich und ohne die Freiheit der anderen. Und hier geht es ja darum, die anderen im Geschäft, in der U-Bahn, in der Gastronomie, deren Freiheit zu schützen, nämlich deren körperliche Unversehrtheit."

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:51 Grünen kritisieren Versäumnisse der Bundesregierung bei Schutz an Schulen +++
Die Grünen werfen der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Bekämpfung des Coronavirus an den Schulen vor. Es sei "geradezu fahrlässig", dass die Bundesregierung nach wie vor nicht die Erstellung "bundesweit klarer Leitlinien" und eines verständlichen Konzepts koordiniert habe, sagt Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er appelliert an die Bundesregierung, "schnellstmöglich" einen Bildungsgipfel mit allen Bundesländern einzuberufen, um sich über Leitlinien für einen "risikoarmen Regelbetrieb" an den Schulen zu verständigen. Außerdem bräuchten die Schulen einen Notfallplan für eine Digitaloffensive. Für den Abruf der Mittel aus dem Digitalpakt seien unbürokratische Pauschalgenehmigungen notwendig, damit jede Schule ein verlässliches WLAN einrichten, Lernmanagement-Systeme einführen und ausreichend Computer oder Tablets beschaffen könne.

+++ 08:24 Weltärztebund spricht von Dauer-Welle statt von zweiter Welle +++
Nach Einschätzung des Weltärztebundes erlebt Deutschland derzeit weniger eine zweite Welle, als vielmehr eine dauerhafte Infektionswelle. Er möge den Begriff der zweiten Welle nicht, weil diese sehr schnell wieder abebben könne, sagt Präsident Frank Ulrich Montgomery im Deutschlandfunk. "Wir sind in einer Dauer-Welle. Dieses Problem wird uns noch lange begleiten." Jeder auch nur geringe Anstieg der Infektionszahlen müsse als Alarmsignal benutzt werden, um gegen die Verbreitung des Virus vorzugehen. Denn das Problem des Coronavirus sei die lange Inkubationszeit.

+++ 08:03 RKI: 741 neue Infektionen gemeldet +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 741 neue Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 212.022 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete (Datenstand 5.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9168. Bis zum Morgen hatten 194.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

+++ 07:47 Krankenhausgesellschaft: Kliniken für zweite Welle gerüstet +++
Die Kliniken in Deutschland sind aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft für eine steigende Infektionszahl gerüstet. "Die Krankenhäuser sind gut auf eine mögliche zweite Welle vorbereitet", sagt Hauptgeschäftsführer Georg Baum der "Rheinischen Post". "Wir haben noch immer eine erhöhte Freihaltung bei Intensivplätzen und Isolierzimmern. Auch die Bevorratung mit Schutzausrüstung ist heute besser als zu Beginn des Jahres", betont er. Hinzu komme, dass die Krankenhäuser in den vergangenen Monaten viele Erfahrungen gesammelt hätten, die ihnen bei einem starken Wiederanstieg der Betroffenenzahlen zugutekämen. Auch Ärztepräsident Klaus Reinhardt zeigte sich zuversichtlich. Das deutsche Gesundheitswesen sei weit von einer Überlastung entfernt, sagte er der Zeitung. "Sollte sich eine mögliche zweite Corona-Welle nicht vollkommen anders entwickeln als die erste, ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung in den Kliniken wie auch in den Arztpraxen sichergestellt."

+++ 07:24 Alle 15 Sekunden stirbt ein infizierter Mensch +++
Weltweit sind inzwischen mehr als 700.000 Menschen nachweislich an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Jeden Tag sterben fast 5900 Menschen weltweit, im Schnitt stirbt alle 15 Sekunden ein Mensch. Die meisten Todesfälle verzeichnen die USA, Brasilien, Indien und Mexiko.

+++ 07:03 Lateinamerika verzeichnet die meisten Virus-Toten vor Europa +++
Lateinamerika verzeichnet inzwischen die meisten nachgewiesenen Virus-Toten weltweit und damit mehr als Europa. Einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten zufolge entfallen auf die Region mehr als 206.000 Todesfälle, das sind rund 30 Prozent aller Fälle weltweit. Brasilien ist mit fast 96.000 Toten am stärksten betroffen, es folgt Mexiko mit fast 49.000 Todesopfern. Auch in Kolumbien, Peru, Argentinien und Bolivien verbreitet sich das Virus rasch.

+++ 06:45 Australischer Bundesstaat Queensland schottet sich ab +++
Das australische Queensland macht die Grenzen für Reisende aus weiteren Bundesstaaten dicht. "Wir haben gesehen, dass es Victoria nicht besser geht und wir werden nicht darauf warten, dass sich New South Wales verschlechtert. Wir müssen handeln", sagt Annastacia Palaszczuk, Premierministerin von Queensland, auf einer Pressekonferenz in Brisbane. Ab Samstag sei die Einreise aus New South Wales und der Region um die Hauptstadt Canberra (ACT) untersagt. Die Grenze für Reisende aus Victoria ist bereits geschlossen. Victoria mit der Hauptstadt Melbourne verzeichnet fast zwei Drittel der australischen Coronavirus-Fälle. Medienberichte gehen von mehr als 700 Neuinfektionen in Victoria in den vergangenen 24 Stunden aus.

+++ 06:22 Ausbruch in St. Wolfgang unter Kontrolle +++
Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilt. Die Zahl der betroffenen Betriebe in der Gemeinde blieb unverändert bei 18. Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Ergebnisse neuer Tests von etwa 400 Beschäftigten sollen am Donnerstag vorliegen. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen seit Ende Juli gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter in zwei Lokalen, die daraufhin freiwillig geschlossen hatten.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:44 Raffelhüschen: "Rentner sind die Profiteure der Corona-Krise" +++
Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise führen nach Auffassung des Ökonomen Bernd Raffelhüschen zu Ungerechtigkeiten im deutschen Rentensystem. "Während die Löhne wegen des Abschwungs fallen, werden die Renten dies nicht tun, obwohl dies ein solidarischer Gedanke über die Generationen hinweg wäre", sagt Raffelhüschen den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Stattdessen blieben die Renten infolge der aktuellen Gesetzeslage auch im Fall einer Rezession auf dem jetzigen Stand eingefroren, während das Lohnniveau aufgrund der wirtschaftlichen Krise sinke. Setze man beide Faktoren ins Verhältnis zueinander, "wird das Rentenniveau durch Corona sogar steigen. Es zeigt sich: Rentner sind die Profiteure der Corona-Krise, sie werden keinen Einkommensverlust erleiden. Sie werden sogar besser davonkommen als die anderen, die ihre Rente bezahlen", so Raffelhüschen.

+++ 05:22 Novavax: Gute Ergebnisse nach ersten Tests von Impfstoff +++
Ein experimenteller Coronavirus-Impfstoff der US-Biotech-Firma Novavax zeigt nach Angaben des Herstellers bei ersten Tests ermutigende Ergebnisse. In der ersten Phase der klinischen Tests hätten alle Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt, erklärt das Unternehmen. Bei den 131 Teilnehmern im Alter von 18 bis 59 Jahren habe es keine schweren Nebenwirkungen gegeben, heißt es weiter. Die Ergebnisse der in Australien durchgeführten Tests wurden jedoch noch nicht von unabhängigen Forschern geprüft und veröffentlicht.

+++ 05:01 USA melden fast 50.000 Neuinfektionen +++
In den USA steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle nach Angaben der US-Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention (CDC) binnen 24 Stunden um 49.716 auf 4.698.818. Weitere 733 Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. Die Zahl tödlich verlaufender Ansteckungen klettert auf 155.204.

+++ 04:44 Philologenverband sieht Maskenpflicht im Schulunterricht kritisch +++
Der Deutsche Philologenverband sieht eine Maskenpflicht im Schulunterricht zum Schutz vor dem Corona-Virus kritisch. "Eine Maskenpflicht würde in jedem Fall für alle Beteiligten eine gravierende Erschwernis im Unterrichtsalltag bedeuten", sagt das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Verbands, Marcus Hahn, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Hahn betont, der Unterricht beruhe "nicht nur auf Augenkontakt", sondern auf klarer Kommunikation. Durch einen Mund-Nasen-Schutz werde der Austausch zwischen den Schülern und den Lehrkräften "anstrengender, weil das Sprechen und das gegenseitige Verstehen schwieriger werden".

+++ 04:11 Ramelow beklagt Datenschutzprobleme bei Corona-Warn-App +++
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow beklagt Datenschutzprobleme bei der Corona-Warn-App der Bundesregierung. "Ich bin ein überzeugter Anhänger der Corona-Warn-App der Bundesregierung. Aber jetzt weiß ich, dass gar nicht allen positiv Getesteten Vertraulichkeit garantiert werden kann", sagt der Linken-Politiker der "Rheinischen Post". Der Grund: Es fehlten in den Laboren amtliche Schreiben für die Testergebnisse. "Das ist der Abrisszettel auf einem amtlichen Dokument mit einem QR-Code, der fotokopiersicher ist, um Datenschutz zu garantieren. Der eine Teil ist für das Labor und der andere für den Getesteten. Dieser kann den Code für sein Testergebnis mit seinem Handy in die App laden. Anonym", so Ramelow. Diese amtlichen Dokumente fehlten aber bundesweit in vielen Laboren, weil noch nicht genügend gedruckt worden seien. Deshalb müsste positiv Getestete, die das Ergebnis in die App stellen wollten, jetzt mitunter die Hotline des Robert-Koch-Instituts anrufen und ihren Namen und ihre Telefonnummer angeben. "Und da ist die ausdrücklich garantierte Anonymität nicht mehr gegeben, und damit ist der Datenschutz wieder im Eimer", so Ramelow. Er spricht von einem "Organisationsversagen, was zu einem Datenschutzverstoß führt und damit zu einem weiteren Vertrauensverlust".

+++ 03:45 Brasilien: Weiterer Minister infiziert +++
In Brasilien ist ein weiteres Regierungsmitglied mit dem Virus infiziert. Generalsekretär Jorge Oliveira arbeite seit seiner Diagnose von zu Hause aus, teilt sein Büro mit. Acht der 23 Kabinettsminister um Präsident Jair Bolsonaro sind bislang positiv auf Covid-19 getestet.

+++ 03:03 Tourismus-Beauftragter plädiert für Corona-Tests bei Kreuzfahrten +++
Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Barreiß, fordert eine Ausweitung der Corona-Tests bei Reiserückkehrern: "Was jetzt für die Einreise an Flughäfen umgesetzt wird, sollte zukünftig auch für andere Verkehrsmittel gelten, einschließlich Kreuzfahrtschiffe", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post": "Reisen darf nicht zur Gefahr werden." Flugreisende haben aktuell die Möglichkeit, sich nach der Rückkehr innerhalb von 72 Stunden kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Bei einer Einreise aus einem Risikogebiet ist der Test künftig verpflichtend. Das Geschäft mit Kreuzfahrten läuft aktuell erst langsam wieder an. Tui Cruises ("Mein Schiff") bietet aber bereits wieder Kreuzfahrten nach Norwegen an. Politiker von SPD und Grünen sowie der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros hatten sich für eine allgemeine Testpflicht vor dem Beginn einer Kreuzfahrt ausgesprochen.

+++ 02:13 Mnuchin: Einigung auf Hilfspaket bis Ende der Woche +++
Der Kongress in den USA erzielt bei den Verhandlungen über ein neues Corona-Hilfspaket Fortschritte. Die Verhandlungsführer würden jetzt "rund um die Uhr arbeiten" und hätten einen Zeitplan festgelegt, um bis Ende der Woche einen vorläufigen Deal zu erzielen, "damit die Gesetzgebung dann nächste Woche verabschiedet werden kann", erklärt Finanzminister Steven Mnuchin. Er warnt, dass "wir nicht annähernd an die 3,4 Billionen Dollar herankommen", die die Demokraten gefordert hätten. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

+++ 01:27 NRW plant 150-Euro-Bußgeld für Maskenmuffel +++
NRW plant ein Sofort-Bußgeld von 150 Euro bei Verstoß gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Das kündigt Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst in der "Rheinischen Post" an. "Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen." Bisher werden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, die Maske aufzusetzen. "Keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln", erklärt Wüst.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:42 Brasilien meldet über 50.000 Neuinfektionen +++
Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 51.603 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie weitere 1154 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie registriert das lateinamerikanische Land mehr als 2,8 Millionen Fälle, die Zahl der Todesopfer steigt offiziellen Angaben zufolge auf 95.819. Brasilien ist nach den USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

+++ 00:06 Konzerte in Frankreich sind ab Mitte August wieder möglich +++
In Frankreich können unter bestimmten Bedingungen ab Mitte August wieder kulturelle Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern stattfinden. Ab dem 15. August dürften die zuständigen Präfekturen Veranstaltungen wie Konzerte und Festivals unter Einhaltung von Corona-Sicherheitsvorkehrungen wieder genehmigen, teilt das französische Kulturministerium mit. Demnach müssten zwischen Sitzplätzen genügend Abstand gehalten werden und das Tragen einer Schutzmaske verpflichtend sein. Das Ministerium hatte bereits Ende Juli ein entsprechendes Dekret erlassen.

+++ 23:21 Mehr als 8700 Infizierte derzeit in Deutschland +++
In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen auf 211.439 gestiegen. Nach einer Zählung von ntv.de sind bislang 9160 Personen im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die Zahl der Genesenen beläuft sich auf über 193.000. Aktuell sind mindestens 8730 Menschen in der Bundesrepublik mit dem Coronavirus infiziert.

+++ 22:53 UN: Corona-Pandemie trifft 94 Prozent aller Schüler weltweit +++
Die Corona-Krise führt aus Sicht der Vereinten Nationen zu den größten Verwerfungen von Bildungssystemen in der Geschichte. Mehr als 1,6 Milliarden Menschen in über 190 Ländern auf allen Kontinenten seien durch die Pandemie beim Lernen beeinflusst worden, teilen die Vereinten Nationen mit. Geschlossene Schulen und Lerneinrichtungen haben 94 Prozent aller weltweiten Lernenden betroffen, in Ländern mit niedrigen Einkommen sogar 99 Prozent. Bis zu 23,8 Millionen Kinder und Jugendliche könnten wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen die Krise die Schule verlassen, oder ihnen droht, im kommenden Jahr keinen Zugang zu Bildung zu haben.

+++ 22:09 Türkei verschärft Schutzmaßnahmen +++
Die Türkei verschärft nach dem jüngsten Anstieg der Infektionszahlen die Schutzmaßnahmen. Dazu gehören tägliche Kontrollen von Quarantänemaßnahmen sowie Vorschriften für Hochzeiten und Begräbnisse. Zudem startet in der Stadt Kirikkale ein Pilotprojekt: Dabei können Bürger eine Zentrale anrufen und sich über Mitbürger beschweren, die keine Maske tragen oder sich nicht an andere Regeln halten.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, hny/bad/fzö/rts/dpa/AFP