Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 18:24 Kirche bietet Impfung nach Weihnachtsgottesdienst an +++

Mit einer Impfaktion nach dem Weihnachtsgottesdienst hat die evangelische Kirchengemeinde in Lauffen am Neckar zum besseren Schutz gegen das Coronavirus motiviert. Ein mobiles Impfteam war heute vor Ort und immunisierte im Gemeindehaus rund 100 Menschen. "Um 11 Uhr standen die Menschen schon Schlange, um eine Nummer zu ziehen", sagt Vikar Wolfram Theo Dünkel. Die Aktion sei super angenommen worden. Vor allem vor dem Hintergrund der neu aufgetauchten Virusvariante Omikron kämpft Baden-Württemberg weiter mit einer vergleichsweise geringen Impfquote.

+++ 17:50 Forscher: Umbau des deutschen Gesundheitssystems nötig +++
Die Corona-Pandemie hat aus Sicht von Forschern große Schwächen des Gesundheitssystems in Deutschland sichtbar gemacht. Sie fordern auch deshalb eine Neuausrichtung. "Das hat mal wieder gezeigt, dass wir ein Gesundheitssystem haben, was nicht modern und dynamisch aufgestellt ist, sondern in Teilen, etwa bei der Digitalisierung, eher an eine Bananenrepublik als an eine führende Industrienation erinnert", sagt der Wissenschaftler Edmund Neugebauer. Der ehemalige Präsident der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) Theodor Fontane und Seniorprofessor für Versorgungsforschung hat gemeinsam mit dem Mediziner Klaus Piwernetz die Initiative "Strategiewechsel-jetzt!" zur Neuausrichtung des Gesundheitssystems ins Leben gerufen.

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+++ 17:28 Trotz Pandemie blickt Queen positiv ins nächste Jahr +++
Die britische Königin Elizabeth II. zeigt sich bei ihrer Weihnachtsansprache in diesem Jahr gewohnt optimistisch - und gibt tiefe Einblicke in ihr Seelenleben. Im Zentrum der Rede steht das Andenken an ihren gestorbenen Mann Prinz Philip. Gleichzeitig festigt die 95-Jährige ihre Rolle als moralischer Kompass für die Briten bei großen Themen wie der Corona-Pandemie. "Obwohl es für viele eine Zeit großer Freude und Fröhlichkeit ist, kann Weihnachten schwierig sein für diejenigen, die geliebte Menschen verloren haben", sagt die Queen in der am Weihnachtstag ausgestrahlten Ansprache, und fügt hinzu: "Besonders in diesem Jahr verstehe ich, warum." Die Königin, die in den vergangenen Monaten mit gesundheitlichen Problemen kämpfen musste, hatte angesichts des drastischen Anstiegs an Omikron-Infektionen ihre Weihnachtspläne drastisch gekürzt. Auf das kommende Jahr blickt sie aber optimistisch: Schon in sechs Wochen wolle sie das 70-Jahr-Jubiläum ihrer Thronbesteigung feiern. "Ich hoffe, dass es eine Gelegenheit wird für Menschen überall, einen Sinn von Gemeinschaft zu genießen (...)", sagt die Monarchin.

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+++ 16:55 SED-Aufarbeitungsbeauftragter kritisiert Wort "Corona-Diktatur" +++
In der Debatte über Corona-Beschränkungen kritisiert der Berliner Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur eine Verharmlosung des Begriffs Diktatur. "Ich bin sehr dafür, dass man die Verhältnisse in einer Demokratie und einer Diktatur vergleicht, aber dabei muss man klar die Unterschiede herausstellen", sagt Tom Sello. In der Bundesrepublik seien Meinungsäußerungen, Versammlungen und die Gründung von Vereinen möglich - anders als früher in der DDR. "Menschen, die das gleichsetzen, verkennen eben nicht nur unsere heutigen Verhältnisse, sondern die verharmlosen auch die Diktatur. Sie tun den Menschen Unrecht, die in Diktaturen leben und unter diesen Verhältnissen leiden." Der Begriff der "Corona-Diktatur" taucht bei Protesten gegen Pandemie-Auflagen immer wieder auf. Bisweilen wird auch die Absetzung der Bundesregierung oder die Überwindung des politischen Systems gefordert.

+++ 16:30 Söder: "Impfpflicht wird Spaltung der Gesellschaft überwinden" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verspricht sich von einer Impfpflicht eine positive Wirkung auf die Gesellschaft. "Eine Impfpflicht wird die Spaltung der Gesellschaft eher überwinden als vertiefen - davon bin ich überzeugt", sagt der CSU-Chef der "Welt am Sonntag". Einerseits würden "Vorurteile überwunden". Andererseits würden viele Menschen "feststellen, dass es nicht so schlimm ist, sich impfen zu lassen - sondern im Gegenteil sogar schützt und Freiheit gibt".

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+++ 16:01 Verdacht der Volksverhetzung nach Corona-Schmiererei in Greifswald +++
Unbekannte in Mecklenburg-Vorpommern haben ein Gebäude des Universitätsklinikums Greifswald mit dem Schriftzug "Der Jude ist Ungeimpft!" beschmiert. Nach Angaben der Polizei fiel einem Zeugen der gut sichtbare Schriftzug am Morgen auf. Mitarbeiter des Klinikums in Mecklenburg-Vorpommern hätten ihn beseitigt. Der Bereich Staatsschutz der Kriminalpolizei nahm den Angaben zufolge Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung auf. Auch bei Demonstrationen oder Protesten gegen Corona-Einschränkungen ist es deutschlandweit in den vergangenen Monaten wiederholt zu Vorfällen gekommen, bei denen antisemitische Verschwörungsmythen oder Holocaust-Verharmlosungen verbreitet wurden.

+++ 15:42 Über Weihnachten schon mehr als 5600 Flüge ausgefallen +++
Weltweit sind an den Weihnachtstagen schon mehr als 5600 Flüge ausgefallen, besonders stark betroffen sind die USA. Wie Daten der Website Flightaware.com vom Mittag zeigen, wurden am ersten Weihnachtsfeiertag weltweit knapp 2500 Flüge storniert. Rund 850 der stornierten Flüge sollten demnach an US-Flughäfen starten oder landen. Mehr als 3500 Flüge waren verspätet. Fluggesellschaften begründen die Ausfälle vor allem mit Krankmeldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. An Heiligabend hatte Flightaware weltweit rund 2400 stornierte Flüge verzeichnet. Fast 11.000 weitere Flüge waren von Verspätungen betroffen. Auch für den zweiten Weihnachtsfeiertag wurden der Website zufolge bereits knapp 800 Flugausfälle angekündigt.

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+++ 15:13 Söder für Lockerung der Quarantänepflicht +++
Angesichts der befürchteten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine neue Strategie. "Die aktuell gültigen Quarantäneregeln bedürfen mit Blick auf eine mögliche explosionsartige Verbreitung von Omikron einer Überarbeitung - wir können nicht das ganze Land in Quarantäne schicken", sagt der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". Das Robert-Koch-Institut müsse dazu einen Vorschlag vorlegen. Nötig sei "überall eine umfassende Maskenpflicht mit FFP2". Er erhoffe sich von den Experten und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zudem eine Klärung, wie es mit den Genesenen weitergehen soll. "Wann sollen sie geboostert werden, wann braucht es keine Quarantäne?" Es gebe derzeit "noch viele Fragen und zu wenige Antworten".

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+++ 14:51 Lauterbach reagiert auf Kritik: "Karneval unter 2G nicht sicher genug" +++
Gesundheitsminister Karl Lauterbach reagiert auf die Kritik der Kölner Karnevalisten an seinem Vorschlag, die Festaktivitäten in den Sommer zu verlegen. "Auch mir ist der Karneval in Köln sehr wichtig. Besonders das Leben der Feiernden", schreibt Lauterbach auf Twitter. "Wir erwarten eine so massive Omicron Welle, dass der Karneval unter den geplanten 2G Bedingungen wahrscheinlich nicht sicher genug ist." In einem offenen Brief hatte das Festkomitee Kölner Karneval in einem offenen Brief an den Minister geschrieben, es sei "schade, wie wenig Sie als Rheinländer über den Karneval wissen. Sonst würden Sie sich nicht öffentlich eine Verlegung der Karnevalsaktivitäten in den Sommer wünschen."

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+++ 14:22 Knapp 25.000 Neuinfektionen und 981 Tote in Russland +++
In Russland verzeichnen die Gesundheitsbehörden 981 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. Zudem haben sich 24.946 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt.

+++ 13:50 Lauterbach: Impfen ist Geschenk an die ganze Gesellschaft +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verbindet seine Weihnachtsgrüße mit einem Appell zum Corona-Testen sowie einem Dank an Impfende und Impfwillige. "Ich wünsche uns allen ein frohes Weihnachtsfest", schreibt der SPD-Politiker auf Twitter. "Werde heute beim Familienfest alle testen. Tun Sie bitte das auch. Es kann Leben retten." Der Minister dankt zugleich allen, "die heute noch impfen oder sich impfen lassen. Es ist ein Geschenk an die ganze Gesellschaft. Danke."

+++ 13:27 Papst Franziskus ruft zu Begegnung und Dialog in Pandemie auf +++
Papst Franziskus ruft in seiner Weihnachtsbotschaft zu Begegnung und Dialog auch in Pandemie-Zeiten auf. Durch die Corona-Krise werde die Fähigkeit der Menschen "zu sozialen Beziehungen auf eine harte Probe gestellt", sagt das katholische Kirchenoberhaupt vor den Gläubigen auf dem Petersplatz. Es gebe bei vielen Menschen eine "wachsende Tendenz", sich zu verschließen und alles allein machen zu wollen. Am ersten Weihnachtsfeiertag richtet sich das katholische Kirchenoberhaupt traditionell von der Loggia des Petersdoms an die Gläubigen in aller Welt und spendet dann den feierlichen Papstsegen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis).

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+++ 13:02 Holetschek schlägt Malusregelung für Ungeimpfte vor +++
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek schlägt vor, bei einem Verstoß gegen die geplante allgemeine Impfpflicht nicht nur Bußgelder zu verhängen, sondern auch finanzielle Nachteile bei der Krankenversicherung zu erwägen. "Wir sollten zusätzlich auch prüfen, ob Malusregelungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung möglich und sinnvoll wären", sagt der CSU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. In Frage kämen unter anderem höhere Krankenkassenbeiträge für Ungeimpfte, eine Beteiligung an den Behandlungskosten oder die Streichung des Krankengeldes. Die beiden letztgenannten Möglichkeiten sind bereits gesetzlich geregelt, und zwar bei Folgebehandlungen aufgrund von Komplikationen bei Schönheitsoperationen, Tattoos oder Piercings.

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+++ 12:39 Omikron nun auch in Portugal vorherrschende Variante +++
Auch in Portugal hat sich die Omikron-Variante als vorherrschende Coronavirus-Variante durchgesetzt. Wie die portugiesische Gesundheitsbehörde mitteilt, wurden 61,5 Prozent der am Mittwoch verzeichneten Infektionsfälle auf Omikron zurückgeführt. Die Zahl der Todesfälle und der Einweisungen auf Intensivstationen sei aber weiter "stabil" geblieben. Am Freitag wurden in Portugal 12.943 Infektionsfälle verzeichnet. So viele Fälle waren zuletzt am 29. Januar auf dem Höhepunkt der bisher schlimmsten Corona-Welle in dem Land registriert worden. Trotz einer hohen Impfquote war die Zahl der Neuinfektionen in Portugal wegen Omikron-Variante zuletzt wieder stark angestiegen.

+++ 12:11 Nach Aus bei Darts-WM: Ex-Weltmeister van Barneveld positiv getestet +++
Der ehemalige Darts-Champions Raymond van Barneveld hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Niederländer auf Twitter mitteilt, ist nach seinem Aus bei der laufenden Weltmeisterschaft in London ein Corona-Test positiv ausgefallen. "Während des Spiels hatte ich keine Symptome, aber hinterher habe ich gemerkt, dass ich Atemnot und Fieber hatte", schreibt der 54-Jährige. Derzeit leide er an Fieber und ernsthafter Müdigkeit. Er werde in den kommenden Tagen in London in Quarantäne bleiben. Van Barneveld hatte am Donnerstag das Aufeinandertreffen der Ex-Weltmeister gegen Rob Cross aus England verloren und war ausgeschieden.

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+++ 12:03 Impfpflicht-Gegner besetzen Parlament von Guadeloupe +++
Im französischen Überseegebiet Guadeloupe haben Gegner der Corona-Impfpflicht das Lokalparlament mehr als einen Tag lang besetzt. Dutzende Demonstranten sind am Vormittag während einer Sitzung in den Plenarsaal des Regionalrats von Guadeloupe eingedrungen. Das Eindringen wurde von der Regionalregierung als ein Akt "beispielloser Gewalt" bezeichnet. Die Demonstranten fordern, dass die Regierung über die Impfpflicht für Pflegepersonal und Feuerwehrleute verhandelt. Nach mehrstündigen Diskussionen beschlossen die Besetzer schließlich, ihre Zelte abzubrechen. Sie wollten "Yamswurzel, Blutwurst und Schweinefleisch" für das traditionelle Weihnachtsessen kaufen und sich mit anderen Streikgruppen treffen, sagt ein Anführer der Demonstranten, Elie Domota. Die Regierung schloss erneut aus, über eine Aussetzung der Impfpflicht und der damit verbundenen Sanktionen wie Suspendierungen zu verhandeln.

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+++ 11:39 9900 britische Pubs mussten schließen +++
Nach einem krisengeprägten Jahr haben britische Pubs trotz weitreichender Freiheiten in England noch immer mit wirtschaftlichen Sorgen zu kämpfen. "Der Dezember ist ein entscheidender Monat für unsere Branche", sagt ein Sprecher der British Beer and Pub Association. Doch die Corona-Variante Omikron lasse viele am geselligen Abend im Pub zweifeln. Viele mussten aufgrund von Lockdowns und Beschränkungen bereits aufgeben. Die Unternehmensberatung AlixPartners hat auf Basis einer Datenbank der lizenzierten Betriebe in Großbritannien herausgefunden: Die Zahl der Pubs ist seit Ausbruch der Pandemie bis zum September dieses Jahres um 8,6 Prozent zurückgegangen, rund 9900 Betriebe mussten aufgeben. Im Schnitt machten damit pro Monat 550 Pubs ihre Türen für immer zu. "Diese Zahlen sind eine eindrückliche Erinnerung daran, dass die Aufhebung aller Beschränkungen im Juli kein Ende der Herausforderungen markiert", sagt Graeme Smith von AlixPartners.

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+++ 11:10 China meldet mit 140 neuen Fällen höchsten Wert seit vier Monaten +++
China hat am heutigen Samstag 140 neue Corona-Fälle verzeichnet - so viele wie seit vier Monaten nicht mehr. Von den 140 Neuinfektionen wurden nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 87 im Inland übertragen. Die meisten neuen Fälle wurden in der Stadt Xi'an in der nordwestlichen Provinz Shaanxi registriert, wo für die 13 Millionen Einwohner seit Donnerstag ein strenger Lockdown gilt. Der Infektionsherd in der ehemaligen Kaiserstadt hat sich laut staatlichen Medienberichten bisher auf fünf andere Städte ausgebreitet, darunter auch die Hauptstadt Peking.

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+++ 10:45 Impftempo mit Start der Kinderimpfungen vielerorts stark gestiegen +++
Seit Mitte Dezember vergeben die Bundesländer offizielle Termine für die Impfung der Fünf- bis Elfjährigen. Daraufhin ist die Zahl der verabreichten Erstimpfungen je 100.000 Einwohner in vielen Ländern stark gestiegen - am deutlichsten in Berlin.

Allerdings bricht feiertagsbedingt auch das Impftempo bei den Kinderimpfungen ein. Statt wie am Donnerstag, als 32.127 Kinder-Impfungen stattfanden, wurden am Freitag nur 2523 Impfungen in der Altersgruppe zwischen fünf und elf Jahren gemeldet.

+++ 10:20 Spanien, Portugal und USA seit heute Hochrisikogebiete +++
Spanien und Portugal sowie die USA gelten seit heute wegen hoher Infektionszahlen als Hochrisikogebiete. Die Regelung trat um Mitternacht in Kraft. Ebenfalls auf die Liste der Hochrisikogebiete wurden Finnland, Zypern und Monaco aufgenommen. Von der Liste gestrichen wurden hingegen Österreich, Belize, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Malaysia. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen.

+++ 09:55 70,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft +++
Die Impfkampagne macht auch zwischen den Jahren keine Pause. Allerdings bricht das Impftempo feiertagsbedingt ein: Insgesamt wurden gestern 67.119 durchgeführte Impfungen an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Eine Woche zuvor waren es noch 1.260.412.

Insgesamt gelten nun 70,8 Prozent der Gesamtbevölkerung als vollständig geimpft. Abzüglich der Kinder unter fünf Jahren, für die derzeit noch kein Impfstoff zugelassen ist, entspricht das einem Anteil von rund 75 Prozent an Geimpften.

Hinweis

Bei der Interpretation der Fallzahlen ist während der Feiertage und rund um den Jahreswechsel zu beachten, dass die Daten nur ein unvollständiges Bild der aktuellen Pandemie-Lage in Deutschland zeigen. Grund ist, dass einige Bundesländer (wie etwa Nordrhein-Westfalen oder Berlin), aber auch regionale Gesundheitsämter, zeitweise gar keine oder nur teilweise Aktualisierungen ihrer Corona-Fallzahlen vornehmen. Zudem ist aufgrund der Feiertage mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität sowie eingeschränkten Laborkapazitäten zu rechnen.

Die deutsche Impfkampagne soll zwar vielerorts fortgeführt werden. Es ist jedoch unklar, inwiefern dieses Angebot an den Feiertagen genutzt wird. Auch hier kann es zudem zu einem Meldeverzug kommen. Die Zahl der tatsächlich durchgeführten Impfungen wird in der offiziellen Statistik nachgetragen. An Sonn- und Feiertagen werden in der Regel keine neuen Daten veröffentlicht.

+++ 09:34 Woidke: Über Frage der Impfpflicht erst später entscheiden +++
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke rät dazu, über die umstrittene Frage einer Impfpflicht für alle erst in einigen Wochen zu entscheiden. "Ab Ende Januar oder im Februar werden wir wissen, wo wir stehen", sagt Woidke. "Dann wissen wir, ob eine Impfpflicht noch notwendig ist oder - viel besser - viele Menschen erkannt haben, dass sie ganz persönlich und freiwillig durch Impfen einen Beitrag zum Weg aus der Pandemie leisten können." Er sei fest davon überzeugt, dass "wir es schaffen können, diese Omikron-Variante nicht zum Worst-Case-Szenario werden zu lassen mit zehn Millionen Infizierten schon in der zweiten Januar-Woche, sondern die Kurve deutlich senken können - aber nur mit den geeigneten Maßnahmen und mit Verständnis in der Bevölkerung", so Woidke.

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+++ 09:08 Konzert mit 800 Besuchern ohne Corona-Regeln in Hamburg beendet +++
Ein Konzert mit etwa 800 Besuchern ist aufgrund der Missachtung der Corona-Verordnung am Abend in Hamburg-Allermöhe durch die Polizei beendet worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilt, wurden bei der gewerblichen Veranstaltung mit Live-Band unter anderem keine Abstände eingehalten. Der Veranstalter sei daher kontaktiert worden. Im Laufe des Einsatzes sei es zu vereinzelten Zwischenfällen gekommen, so sei die Halle beschädigt worden und es seien auch Platzverweise ausgesprochen worden. Diverse Ordnungswidridkeitsverfahren seien eingeleitet worden.

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+++ 08:46 Chile plant Viertimpfung ab Februar +++
Chiles Regierung gibt Vollgas im Kampf gegen das Virus. Im Februar soll die Bevölkerung die vierte Impfung erhalten. Vorrang hätten zunächst gesundheitlich besonders gefährdete Menschen, Senioren sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, sagt Präsident Sebastián Piñera. Die erforderlichen Impfstoffdosen seien bereits bestellt worden. In Chile sind bereits rund 86 Prozent der Menschen zweifach gegen das Coronavirus geimpft. Seit diesem Monat werden in dem Land auch Kinder ab drei Jahren gegen Covid-19 geimpft.

+++ 08:21 Kreise mit Inzidenz über 350 liegen fast alle im Osten +++
Noch unter der alten Bundesregierung wurde eine neue Inzidenzschwelle von 350 als Grenze für strengere Maßnahmen eingeführt. Die Länder dürfen dann beispielsweise Clubs und Diskotheken schließen oder die 2G-Plus-Regel einführen. Die Zahl der Landkreise, die eine Inzidenz von über 350 aufweisen, wird kleiner. Sie liegen überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Auch einige Landkreise in Baden-Württemberg sind betroffen.

Der Ilm-Kreis in Thüringen meldet laut RKI mit 1034,0 die derzeit höchste Inzidenz. Auch die kreisfreie Stadt Cottbus in Brandenburg verzeichnet eine Inzidenz von über 1000.

+++ 07:50 Günther sieht Mentalität als Hauptgrund für niedrige Fallzahlen in Schleswig-Holstein +++
Ministerpräsident Daniel Günther sieht in der Mentalität der Schleswig-Holsteiner einen Grund für die im Ländervergleich niedrigen Corona-Infektionszahlen. "Wir sind ein anderer Schlag Menschen", sagt Günther. "Wat mutt, dat mutt" (Was sein muss, muss sein). Das zeige sich eben auch in einer solchen Krisensituation. "Es ist den Leuten hier im Norden aber klar, dass so eine Krise nur mit Solidarität und mit Gemeinschaftsgefühl und Selbstverantwortung bekämpft werden kann." Diese Einsicht sei offenkundig in Schleswig-Holstein weiter verbreitet als in manchen anderen Bundesländern.

+++ 07:30 Opferhilfe: Häusliche Gewalt nimmt in Pandemie stark zu +++
Gewalt in Partnerschaften und Familien ist während der Corona-Pandemie nach Einschätzung des Weißen Rings deutlich gestiegen. "Bei häuslicher Gewalt haben wir 2020 ein Plus von etwa zehn Prozent zu verzeichnen, seit 2018 sogar um 20 Prozent. Und wir werden wohl in diesem Jahr das Niveau von 2020 wieder erreichen", sagt der Bundesvorsitzende des Weißen Rings, Jörg Ziercke. Die Prognose, dass häusliche Gewalt mit der Pandemie und dem Lockdown zunimmt, und dass das mit einem Verzögerungseffekt deutlich wird, habe sich bestätigt. Einige Wochen nach den Lockdowns 2020 und 2021 sei der Trend sprunghaft nach oben gegangen und die Bereitschaft der Opfer gestiegen, sich zu melden. Dieser Zuwachs sei aber keine deutliche Aufhellung des Dunkelfelds, dieses habe sich vielmehr wegen der beengten Wohnverhältnisse und "des ständigen Aufeinandersitzens in Lockdown-Phasen eher noch vergrößert".

+++ 07:10 Weltweit Tausende Flüge über Weihnachten storniert +++
Angesichts der stark ansteigenden Omikron-Infektionen sind weltweit mehr als 4500 Flüge über die Weihnachtsfeiertage storniert worden. Fast 10.000 starteten am Freitag zudem erst mit Verspätung. Weit über 1000 Flüge für den 25. Dezember seien gestrichen worden. Dies berichtet die Internetseite FlightAware, die Flüge weltweit verfolgt. Die Fluggesellschaften begründen die Ausfälle vor allem mit Krankmeldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

+++ 06:50 Städtebund pocht auf Feststellung der Notlage und Impfregister +++
Der Städte- und Gemeindebund hat die Corona-Strategie von Bund und Ländern scharf kritisiert. "Es wird nach wie vor viel zu sehr auf Sicht gefahren", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Funke-Mediengruppe. Er fordert den Bundestag auf, erneut die epidemische Lage von nationaler Tragweite festzustellen. "Niemand wünscht sich einen Lockdown, er kann aber je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens rasch notwendig werden." Zugleich ruft der Hauptgeschäftsführer dazu auf, eine mögliche allgemeine Impfpflicht vorzubereiten. Diese könne nur effizient funktionieren, wenn es ein bundeseinheitliches Impfregister gebe. Ebenso müssten jetzt die Impfungen mit einem angepassten Omikron-Vakzin vorbereitet werden. Dazu gehöre auch die Entscheidung, ob bestimmte Bevölkerungsgruppen - ältere Menschen oder besonders gefährdete Personen - priorisiert mit dem neuen Impfstoff geimpft werden sollen.

+++ 06:30 Wüst stellt Bürger auf weitere Einschränkungen für 2022 ein +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst wirbt bei den Bürgern um Verständnis für weitere absehbare Corona-Lasten auch 2022. "Wir tun alles für die baldige Rückkehr zur Normalität, aber wir als Politik müssen ehrlich sein: Corona wird uns auch im neuen Jahr noch sehr beschäftigen und viel abverlangen", sagt er. "Auch im neuen Jahr werden Einschränkungen im Alltag nötig bleiben werden. Omikron ist eine ganz neue Dimension der Herausforderung." In diesen Wochen gehe es darum, Kontakte wieder deutlich zu reduzieren. Auch Masken und die bekannten Hygienemaßnahmen würden die Bürger noch monatelang begleiten, sagt Wüst.

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+++ 05:59 RKI meldet 22.214 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 22.214 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 48 Prozent weniger gemeldete Ansteckungen als noch vor einer Woche. Allerdings weist das RKI darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der aktuellen Corona-Lage in Deutschland zeigen.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 242,9 von 265,8 am Vortag. Das ist ein Minus von rund neun Prozent gegenüber dem Vortag. Vor einem Jahr, am ersten Weihnachtsfeiertag 2020, lag die Inzidenz bei 188,8 und war um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vortag gesunken. 157 weitere Menschen starben in den vergangenen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 01:54 Oberhaupt der Orthodoxen Kirche positiv getestet +++
Das Oberhaupt der orthodoxen Christen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dem 81-jährigen Patriarchen Bartholomäus I. gehe es trotz der Infektion "gut", teilt sein Büro mit. Bartholomäus hatte bereits in den vergangenen Wochen mit gesundheitlichen Problem zu kämpfen, im November war ihm bei einem Besuch in den USA ein Stent eingesetzt worden. Die Infektion bei Bartholomäus sei bei einer Routine-Untersuchung in Istanbul nachgewiesen worden, teilt das Patriarchat mit. Der Patriarch sei "vollständig" gegen Covid-19 geimpft und habe milde Symptome.

+++ 22:47 Lauterbach dankt Beschäftigten im Gesundheitswesen +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bedankt sich bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen für ihren Einsatz in der Pandemie. "Die andauernde Pandemie bedeutet auch eine andauernde Belastung für Sie", sagt der SPD-Politiker in einer per Twitter verbreiteten Videobotschaft an die Beschäftigten in Medizin und Pflege. "Ich weiß genau, wie schwer Ihre Arbeit ist, und ich weiß auch, was Ihnen gebührt - mehr als was wir derzeit bieten können", betont der Minister.

+++ 21:47 Neue Höchststände bei Infektionen in Großbritannien und Frankreich +++
Die Omikron-Variante breitet sich in Europa immer stärker aus. An Heiligabend melden Großbritannien und Frankreich neue Höchststände bei der Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen. In Großbritannien sind nach Angaben der Regierung binnen 24 Stunden 122.186 Neuansteckungen verzeichnet worden - mehr als 2000 mehr als am Vortag. Frankreich meldet 94.124 neue Infektionen binnen eines Tages.

+++ 21:00 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 31.709 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.967.483 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 31.709 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 335 auf 110.182. Als aktuell infiziert gelten rund 755.433 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,88 angegeben (Vortag: 0,86). Die Positivenquote lag in Deutschland zuletzt bei 18,58 Prozent. Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4279 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2518 davon werden invasiv beatmet.

Hinweis

Bei der Interpretation der Fallzahlen ist während der Feiertage und rund um den Jahreswechsel zu beachten, dass die Daten nur ein unvollständiges Bild der aktuellen Pandemie-Lage in Deutschland zeigen. Grund ist, dass einige Bundesländer (wie etwa Nordrhein-Westfalen oder Berlin), aber auch regionale Gesundheitsämter, zeitweise gar keine oder nur teilweise Aktualisierungen ihrer Corona-Fallzahlen vornehmen. Zudem ist aufgrund der Feiertage mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität sowie eingeschränkten Laborkapazitäten zu rechnen.

Die deutsche Impfkampagne soll zwar vielerorts fortgeführt werden. Es ist jedoch unklar, inwiefern dieses Angebot an den Feiertagen genutzt wird. Auch hier kann es zudem zu einem Meldeverzug kommen. Die Zahl der tatsächlich durchgeführten Impfungen wird in der offiziellen Statistik nachgetragen. An Sonn- und Feiertagen werden in der Regel keine neuen Daten veröffentlicht.

+++ 19:44 Pandemie überschattet Feier zu Heiligabend in Israel +++
Mit der traditionellen Prozession zu Heiligabend haben in Bethlehem die Weihnachtsfeierlichkeiten begonnen. Durch die Gassen der Altstadt zogen Pfadfindergruppen mit Trommeln und Blasinstrumenten, um den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, zu empfangen. Überschattet wurden die Feiern zum zweiten Jahr in Folge von der Corona-Pandemie - ein Viertel aller Hotelzimmer in Bethlehem blieb an Heiligabend leer. "Es ist sehr seltsam", sagt die aus Jerusalem nach Bethlehem angereiste Kristel Elayyan. Vor der Pandemie seien an Weihnachten zahlreiche Menschen aus verschiedenen Ländern nach Bethlehem gekommen. "Jetzt weiß man, dass wahrscheinlich niemand hier ein Tourist ist."

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Quelle: ntv.de, chf/spl/jpe/dpa/AFP/rts

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