Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:18 Polizei löst Line Dance-Aufführung in Ostseebad auf +++

Im Ostseebad Kühlungsborn hat die Polizei wegen der Corona-Einschränkungen eine Line Dance-Vorführung gestoppt. Etwa 50 Aktive einer solchen Tanzgruppe hatten sich in der Innenstadt getroffen und getanzt, so ein Polizeisprecher. Durch großen Andrang im Zuge des sonnigen Wetters blieben mehrere hundert Zuschauer auf dem Boulevard stehen, so dass sich eine größere Ansammlung bildete. Dabei seien die Kontaktabstände nicht mehr eingehalten worden.

+++ 21:46 USA: Bereits über 60 Millionen Impfungen +++
Die US-Seuchenschutzbehörde CDC verabreichte nach eigenen Angaben bislang 63,1 Millionen Impfdosen. Insgesamt seien 75,2 Millionen Dosen ausgeliefert worden. Die USA liegen bei der Impfquote weltweit auf den vordersten Rängen. US-Präsident Joe Biden will noch im Sommer die Corona-Impfkampagne in dem Land mit 330 Millionen Einwohnern weitgehend abschließen.

+++ 21:32 Berlin meldet die wenigsten Neuinfektionen pro Einwohner - Thüringen die meisten +++
Wie ist die Lage in den Bundesländern? Mit Blick auf die neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohnern verzeichnet erneut Thüringen den größten Zuwachs mit 16,1 - das geht aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervor. In absoluten Zahlen wurden aus Thüringen 343 Neuinfektionen gemeldet. Die wenigsten neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern werden mit 2,0 aus Berlin gemeldet. Insgesamt sind es in der Bundeshauptstadt 73 Neuinfektionen. Zusammen mit dem Saarland, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern melden damit vier Bundesländer ledigliche zweistellige Fallzahlen. Die meisten Neuinfektionen in absoluten Zahlen werden mit 1879 erneut aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gemeldet.

+++ 21:08 Lindner fordert Debatte über jüngsten Inzidenzwert +++
Der FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende Christian Lindner fordert angesichts wieder steigender Infektionszahlen eine Debatte über die Sinnhaftigkeit des jüngst angestrebten Inzidenzwertes von unter 35 zur Lockerung des öffentlichen Lebens. Lindner sagte dem "Spiegel": "Die alleinige Orientierung an den Zahlen 35 oder 50 wird dem Pandemiegeschehen nicht gerecht." Je mehr Tests zur Verfügung stünden und je mehr Menschen mit hohem Risiko einer schweren Erkrankung geimpft seien, desto weniger sagten diese Zahlen alleine etwas aus. Um Maßnahmen verhältnismäßig zu gestalten, müssten auch andere Messgrößen betrachtet werden. "Wichtig ist zum Beispiel zu wissen, welche Altersgruppen sich infizieren, wie die Auslastung der Intensivstationen ist und wie tatsächlich die Nachverfolgung von Infektionsketten gelingt", so Lindner weiter. "Das Raster der Inzidenzen von 35 und 50 ist dafür längst zu grob." Bund und Länder hatten kürzlich beschlossen, Lockerungen des öffentlichen Lebens erst ab einem stabilen Inzidenzwert unter 35 zu ermöglichen.

+++ 20:36 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 6745 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.388.830 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 6745 neue Fälle hinzu. Das sind 1613 mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 113 auf 67.861. Das ist der niedrigste Zuwachs seit dem 29. November, der ebenfalls ein Sonntag war. Als aktuell infiziert gelten rund 126.800 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,25 angegeben (Vortag: 1,14). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 125 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,10 (Vortag: 1,07). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3057 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1735 davon werden beatmet. Rund 4979 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:18 Angst vor weiterer Ansteckungswelle in Italien +++
In Italien steigt die Angst vor einer weiteren Ansteckungswelle mit dem Coronavirus. Besondere Sorge bereite die Ausbreitung der britischen Virus-Variante, auf die der Anstieg der Fallzahlen zurückzuführen sei, sagte der führende Virologe Massimo Galli der Zeitung "Il Messaggero". Experten befürchten auch eine beschleunigte Verbreitung durch das milde Wetter am Wochenende, das kaum einen Italiener zu Hause hielt. Stattdessen strömten Menschenmassen auf die Straßen, in die Parks und an die Uferpromenaden mehrerer italienischer Städte, um sie Sonne zu genießen. Als Reaktion auf die Ausbreitung von Corona-Varianten verschärften drei Regionen ihre Corona-Beschränkungen.

+++ 19:45 Spahn: Vielleicht nur eine Impfung für bereits Infizierte +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lässt prüfen, ob bereits mit dem Virus Infizierte nur eine Impfung zur Auffrischung der Antikörper benötigen. Zwar sollten auch Menschen, die die Krankheit bereits durchgemacht hätten, geimpft werden, sagt er auf den Social-Media-Kanälen der ARD. Er lasse aber untersuchen, ob dann vielleicht nur eine Impfung statt der etwa beim Biontech-Imfpstoff vorgesehen zweien nötig sei.

+++ 19:37 Ukraine: Zelt-Krankenhaus für Patienten errichtet +++
Wegen Überlastung mit Corona-Patienten sind im Westen der Ukraine an einem Krankenhaus Zelte zur Behandlung aufgestellt worden. In Bohorodtschany im Gebiet Iwano-Frankiwsk seien somit 120 zusätzliche Betten bereitgestellt worden, teilte der Zivilschutzdienst mit. Auf Fotos war zu sehen, wie die Zelte mitten im Schnee direkt an der Klinik stehen. Die Karpatenregion unweit der EU-Außengrenze weist seit etwa zwei Wochen in der Ukraine die höchsten Infektionszahlen aus. Die Ursachen dafür sind unklar. Dem Land fehlen zur Feststellung von neuen Virusstämmen die Mittel. Proben müssen in ein Labor der Weltgesundheitsorganisation in Deutschland geschickt werden.

+++ 19:19 Spahn über Langzeitstrategie: "Das geht halt gerade nicht" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Forderungen nach einem zeitlich verbindlichen Plan für Lockerungen der Beschränkungen zurückgewiesen und einen Neuinfektionswert von unter 10 als anstrebenswert dargestellt. "Alle wünschen sich einen Drei- und Sechs-Monatsplan, aber das geht halt gerade nicht. Ich finde, wir dürfen da keine falschen Versprechungen machen", sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Es macht Sinn, miteinander - das ist ja das Gespräch mit den Ländern - Stufen zu definieren, ab wann der nächste Schritt gegangen werden kann. Aber die Wahrheit ist: Eine Inzidenz von unter 10, die ist jedenfalls in den allermeisten Regionen in Deutschland gerade ziemlich weit weg", sagte Spahn.

+++ 18:55 Festnahmen bei illegalen Partys in Frankreich +++
Gut 200 Menschen haben am Wochenende in Frankreich trotz strenger Corona-Regeln auf illegalen Partys gefeiert. Sowohl in der französischen Hauptstadt als auch im südlich von Paris gelegenen Orly versammelten sich etwa 100 Menschen, wie die Pariser Polizei auf Twitter mitteilte. Beamte nahmen in der Nacht zum Sonntag zehn Personen fest und sprachen mindestens 59 gebührenpflichtige Verwarnungen aus. In Frankreich herrscht seit Wochen eine abendliche Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Auch zum Einkaufen oder Spazieren dürfen Menschen das Haus dann nicht mehr verlassen. Ausnahmen gibt es etwa für den Weg zur Arbeit und zurück.

+++ 18:27 Lieferengpässe bei Astrazeneca sorgen in Italien für Ärger +++
Der Pharmakonzern Astrazeneca hat weniger Impfdosen als vorgesehen nach Italien geliefert und damit Unmut der Politik auf sich gezogen. Die Situation sei "inakzeptabel", sagte der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana, im Fernsehen. Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi solle sich in Europa mehr Gehör verschaffen, um die Impfkampagne zu sichern. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens vom Samstagabend hervorgeht, will Astrazeneca nun bis Ende März 4,2 Millionen Dosen liefern. Die Regierung hatte mit acht Millionen Dosen für die ersten drei Monate gerechnet. Mit einer Lieferung am Freitag bekam Italien nach Angaben des Unternehmens sieben Prozent weniger Ampullen als erwartet. Die zuständige Behörde berichtete nach Informationen der Tageszeitung "La Repubblica", dass die Lieferung 506.000 statt 566.000 Dosen betrug. Das wären sogar über 10 Prozent weniger. Der Konzern schrieb zur Erläuterung, die Herstellungsprozesse für den Impfstoff seien komplex. Eine Vielzahl von Produktionsfaktoren und Qualitätstests könne bei jeder Lieferung Menge und genauen Termin beeinflussen. In der Vorwoche sei beispielsweise etwas mehr nach Italien geliefert worden als geplant.

+++ 17:57 R-Wert in Deutschland steigt weiter an +++
Die Ansteckungsrate (R-Wert) in Deutschland steigt weiter an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den 7-Tage-R-Wert mit 1,10 an - das ist so hoch wie seit dem 11. Januar nicht mehr. Am Samstag war der R-Wert mit 1,07 angegeben worden. Ein R-Wert von 1,10 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik. Der R-Wert lag zuletzt über mehrere Wochen teils deutlich unter 1. Der nun steigende R-Wert könnte darauf hindeuten, dass sich die ansteckenderen Virusvarianten trotz des Lockdowns rascher ausbreiten. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab.

+++ 17:40 Tausende Impfdosen im Gazastreifen eingetroffen +++
20.000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik sind im Gazastreifen eingetroffen. Die Lieferung war von den Vereinigten Arabischen Emiraten gespendet worden, um bei der Bekämpfung des Coronavirus in dem Küstenstreifen zu helfen. Ein Sprecher des Hamas-Gesundheitsministeriums sagte, der neue Impfstoff solle von Montag an eingesetzt werden. Zunächst sollten medizinisches Personal, Patienten mit chronischen Erkrankungen und Organtransplantierte geimpft werden. Es ist die größte Lieferung von Impfstoff in den Gazastreifen seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor einem Jahr.

+++ 17:11 Müller stellt Plan für mögliche Öffnungen in Aussicht +++
Vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen hat der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Bürgermeister Michael Müller von der SPD, eine "Perspektive für das Spektrum möglicher Öffnungen" angekündigt. Orientieren soll sich der Plan nicht nur an der Zahl der Neuansteckungen in der vorangegangenen Woche, wie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichteten. "Wir werden mehrere Faktoren einbeziehen", sagte Müller den Zeitungen. "Der Inzidenzwert bleibt wichtig, aber auch ein R-Wert deutlich unter 1 und eine sinkende Auslastung der Intensivmedizin werden wichtige Kriterien für nächste Lockerungsschritte sein", sagte Berlins Regierungschef. Angesichts der zuletzt wieder gestiegenen Fallzahlen und der Gefahr durch Virusmutationen stellte Müller zudem klar, dass der Stufenplan "keine Einbahnstraße in Richtung von Lockerungen" sei. "Wir werden notfalls auch wieder Einschränkungen beschließen müssen, wenn die Zahlen wie in anderen europäischen Ländern wieder stark steigen."

+++ 16:38 Dobrindt fordert nationale Impf-Alleingänge +++
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt fordert nationale Alleingänge bei Versäumnissen der EU. "Wenn Impfstoffe zu spät bestellt, Hilfsmittel nicht ausgezahlt und nationale Maßnahmen blockiert werden, untergräbt die EU selbst das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit ihrer Institutionen", sagt er der "Bild"-Zeitung. "Deshalb gilt: Wenn Brüssel als langsamer Tanker agiert, muss der Bund handeln." Europäisch Verantwortung übernehmen und national handeln sei kein Widerspruch.

+++ 16:10 Briten und Franzosen lockern Auflagen für LKW-Fahrer +++
Großbritannien und Frankreich lockern die Test-Vorschriften für Lkw-Fahrer beim Überqueren der Grenze. Wer sich weniger als 48 Stunden in Großbritannien aufhalte, brauche keinen Test mehr an der Grenz bei der Rückkehr vorzuweisen, erklärt der britische Verkehrsminister Grant Shapps. Im Dezember hatte Frankreich einen Nachweis von allen Lkw-Fahrern aus Großbritannien verlangt, da sich auf der Insel eine ansteckendere Virus-Mutante schnell verbreitete. Dies hatte zeitweise zu chaotischen Zuständen bei der Lkw-Abfertigung am Ärmel-Kanal geführt.

+++ 15:44 Luxemburg warnt Deutschland vor Grenzschließungen +++
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn warnt Deutschland vor Grenzschließungen. "Natürlich muss es angesichts der Virusmutationen Tests geben, aber wir müssen alles dafür tun, dass die Pendler ohne Einschränkungen zu ihren Arbeitsplätzen kommen", sagte Asselborn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er verwies darauf, dass Luxemburg auf Grenzpendler angewiesen sei. "60 Prozent der Beschäftigten in unseren Krankenhäusern, Altenheimen und Pflegeeinrichtungen sind Grenzgänger. Wenn diese Pendler nicht mehr einreisen können, dann bricht das Gesundheitssystem in Luxemburg zusammen." Nicht notwendige Reisen müssten in der Pandemie leider unterbleiben, so Asselborn. "Aber wir dürfen den Hunderttausenden von Grenzpendlern das Leben nicht unnötig schwer machen. Allein nach Luxemburg pendeln jeden Tag 100.000 Menschen aus Frankreich, 50.000 aus Deutschland und 50.000 aus Belgien."

+++ 15:21 Mecklenburg-Vorpommern für vorgezogene Impfung von Lehrkräften +++
Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe spricht sich für eine frühere Impfung von Grundschullehrern sowie Kitaerziehern aus. "Grundschule und Kita wären nach der aktuellen Impfverordnung in der Priorität in Gruppe drei mit dem Impfen dran. Dann könnten sie voraussichtlich erst im Sommer geimpft werden", teilt er mit. "Hier wollen wir eine entsprechende Änderung erzielen, so dass Grundschullehrer und Erzieher in die Prioritätengruppe zwei vorgezogen werden."

+++ 14:49 Intensivmediziner: Können Corona im Herbst im Griff haben +++
Der Präsident der deutschen Intensivmediziner, Gernot Marx, ist zuversichtlich, dass Deutschland die Corona-Pandemie in der zweiten Jahreshälfte unter Kontrolle bekommen kann. "Wenn sich jetzt alle Menschen bald gut durchimpfen lassen, dann könnte es sein, dass wir Corona Ende des dritten Quartals 2021, also im Herbst, im Griff haben", sagte Marx der "Augsburger Allgemeinen". "Aber das setzt wirklich voraus, dass sich so gut wie alle impfen lassen. Sonst entstehen in der Zwischenzeit wieder neue Mutanten." Mehr dazu lesen sie hier.

+++ 14:41 Zahl der Intensivpatienten in Deutschland sinkt weiter +++
Trotz der steigenden Sieben-Tages-Inzidenz- die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums - sinkt die Zahl der zu behandelnden Corona-Intensivfälle in Deutschlands Krankenhäusern weiter. Aktuell müssen 3057 Intensivpatienten betreut werden. Im Vergleich zum Vortag sinkt damit die Gesamtzahl um 22 Personen. Auch die Zahl der invasiv beatmeten Covid-19-Fälle fällt um 17 auf 1735 Patienten. Damit entspannt sich die Lage in Deutschlands Krankenhäusern langsam aber stetig. So nimmt auch der Anteil der nicht belegten Intensivbetten im Vergleich zum Vortag von 17,5 Prozent auf 18,7 Prozent zu.

+++ 14:19 Nizza fordert Wochenend-Lockdown gegen Touristenandrang +++
Nizzas Bürgermeister fordert erneut einen örtlichen Lockdown, um Touristen aus der Region fernzuhalten. Ein Wochenend-Lockdown könne helfen, das in Nizza besonders starke Infektionsgeschehen einzudämmen, sagt Bürgermeister Christian Estrosi dem TV-Sender LCI. Bereits am Samstag hatte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran einen entsprechenden Schritt ins Spiel gebracht und war damit auf Estrosis Zustimmung gestoßen. Nizza hat mit 740 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen den höchsten Inzidenzwert in Frankreich.

+++ 13:56 Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown für 422 Euro +++
Ein Friseur in Bayreuth hat den ersten Termin nach dem Lockdown für 422 Euro zu einem guten Zweck versteigert. Ein 43 Jahre alter Handwerker und Mitglied einer Hilfsorganisation, die sich für Kinder einsetzt und an die das Geld auch gehen soll, habe den Termin am 1. März auf der Plattform eBay ersteigert, sagte der Friseur Andreas Nuissl.

+++ 13:45 "Mit Geduld am Ende" - Eltern fordern "gerechtes" Schulkonzept +++
Elternverbände kritisieren die Schulöffnungsstrategie der nordrhein-westfälischen Landesregierung als unberechenbar und ungerecht. In Abschlussklassen vollständige Präsenz der Schüler ohne Abstand zuzulassen, anderen Klassen aber zum Schutz der Gesundheit den Präsenzunterricht gänzlich zu verwehren, "ist nicht vermittelbar", schreiben mehrere Verbände in einem offenen Brief an Schulministerin Yvonne Gebauer. "Sich um den Schutz der Lehrer aber nicht der Schüler zu kümmern, ist nicht akzeptabel." Die Verbände fordern die Einsetzung einer Arbeitsgruppe unter Führung Gebauers, die ein "grundsätzliches Konzept für eine verlässliche Schule in der Pandemie" erarbeiten solle. Im Zentrum müsse stehen, wie die Kinder unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes "regelmäßig und gerecht in Präsenz beschult werden können" und wie die ergänzende Hausarbeit dazu aussehen solle. "Unsere Geduld und Belastbarkeit sind am Ende."

+++ 13:34 Italien wartet auf Draghis Corona-Erlass +++
Italien wartet auf die Entscheidung der neuen Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. An diesem Montag ist ein Treffen des Kabinetts geplant, in dem es auch um das Corona-Dekret gehen soll, wie die Regierung am Samstagabend mitteilte. Die italienischen Medien spekulieren, dass Draghi stärker unterscheiden will, wie viel Risiko tatsächlich von Bars, Restaurants, Museen, Kinos und Fitnessstudios ausgeht. Außerdem will der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank als neuer Regierungschef das Parlament und die Regionen stärker in Entscheidungen einbeziehen, wie die Zeitung "La Repubblica" am Sonntag schrieb. Damit soll auch verhindert werden, dass betroffene Unternehmer erst kurzfristig von Schließungen erfahren - wie unlängst die Betreiber von Skiliften einen Tag vor einer geplanten Öffnung. Das Reiseverbot zwischen den Regionen mit Ausnahmen für Arbeit oder in begründeten Notfällen dürfte demnach bestehen bleiben.

+++ 12:57 Wissenschaftler schlägt "Corona-Feiertag" vor +++
"Gemeinsam feiern, dass wir gemeinsam feiern können." Dafür schlägt der österreichische Physiker und Autor Florian Aigner einen Corona-Feiertag vor – nach der Pandemie. Zudem solle der Feiertag daran erinnern, "dass Gesundheit nicht nur Privatsache ist, sondern alle aufeinander achten müssen", schreibt Aigner auf Twitter.

+++ 12:38 Kaum Verstöße gegen Ausgangssperre in Flensburg +++
Bei Kontrollen der Corona-Ausgangssperre in Flensburg hat die Polizei in der Nacht zum Sonntag nur wenige Verstöße festgestellt. Vier Menschen hätten auf einem Spielplatz Bier getrunken und seien von den Beamten nach Hause geschickt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Ihnen droht nun ebenso ein Bußgeld wie einem Mann, der nach 21.00 Uhr Bier an einer Tankstelle kaufen wollte. Die Polizei habe zudem 75 Autos angehalten. Die meisten Fahrer hätten einen triftigen Grund für ihre Fahrt gehabt. Das Verkehrsaufkommen in der Stadt habe sich in der Nacht auf ein bisher nie festgestelltes Minimum reduziert, hieß es. Die Polizei zog insgesamt eine positive Bilanz und kündigte weitere Kontrollen an. Wegen der hohen Anzahl von Neuinfektionen und der Ausbreitung der britischen Virusvariante war in der Nacht zum Samstag eine noch mal verschärfte Verordnung in Kraft getreten. Danach gilt zwischen 21.00 und 5.00 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre.

+++ 12:02 Weltgrößter Impfstoff-Produzent darf nicht ins Ausland liefern +++
Der weltgrößte Impfstoffhersteller, Serum Institute of India (SII), stellt bei Lieferungen ausländische Abnehmer hintan. Das Unternehmen, das das von Astrazeneca und der Universität Oxford entwickelte Vakzin in Lizenz produziert, bittet seine internationalen Kunden um Geduld. Indien habe das Unternehmen angewiesen, vorrangig für den heimischen Bedarf zu produzieren, twittert SII-Chef Adar Poonawalla. Zu den Abnehmern des SII zählen Brasilien, Bangladesch und Kanada. Auch Großbritannien hält sich eine Bestellung beim SII offen.

+++ 11:57 Leichte Entwarnung nach Corona-Ausbruch in Schlachthof +++
Nach dem Corona-Ausbruch in einem Husumer Schlachthof hat der Kreis Nordfriesland leichte Entwarnung gegeben. Die Quarantäne für 169 Mitarbeiter sei aufgehoben worden, teilte der Kreis mit. Am Montag werde die gesamte Belegschaft einschließlich externer Mitarbeiter erneut getestet. Es werde angestrebt, den Betrieb am Donnerstag mit einem überarbeiteten Hygienekonzept wieder aufzunehmen. Bei zwei Reihentestungen seien insgesamt 113 Mitarbeiter und 23 Kontaktpersonen positiv getestet worden. Weitere 178 Tests fielen negativ aus. Hinweise auf Virusvarianten hätten die Ergebnisse nicht erbracht, hieß es. "Die hohe Anzahl an Negativergebnissen aus der zweiten Reihentestung ist beruhigend", sagte Landrat Florian Lorenzen. Er appellierte jedoch an das Unternehmen, die Hygienebestimmungen künftig konsequent umzusetzen.

+++ 11:21 Forscher: Corona kostete schon über 20 Millionen Lebensjahre +++
Nach Schätzung eines internationalen Forschenden-Teams kostete die Corona-Pandemie bislang 20,6 Millionen Lebensjahre. "Menschen in der Mitte ihres Lebens und im frühen Rentenalter tragen im weltweiten Vergleich den größten Anteil an den insgesamt verlorenen Lebensjahren", sagt Mikko Myrskylä, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock. Zusammen mit Héctor Pifarré i Arolas von der Universitat Pompeu Fabra in Spanien leitete er die Untersuchung. Wie es in einer Pressemitteilung des MPIDR heißt, reicht es nicht aus, einfach die Toten zu zählen, um die Folgen der Covid-19-Pandemie auf die Sterblichkeit richtig einzuschätzen. Deshalb wertete das Team 1,2 Millionen Todesfälle aus 81 Ländern aus, um herauszufinden, wie alt die Menschen waren, die an Covid-19 gestorben sind - und damit, wie stark ihre Leben im Vergleich zur durchschnittlichen Lebenserwartung verkürzt wurden.

+++ 10:52 7,5 Millionen Impfdosen in Deutschland ausgeliefert +++
Laut Bundesgesundheitsminister Spahn wurden bis heute 7,5 Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert. Zwei Millionen weitere sollen noch in der kommenden Woche folgen. Das sind deutlich mehr als die bislang fünf Millionen in Deutschland verimpften Dosen. " Unsere Impfkampagne kann also deutlich an Fahrt gewinnen", twitterte Spahn. Damit beginne in vielen Bundesländern eine neue Phase der Impfungen. Die Ländern begännen nun weitere Beschäftigte des Gesundheitswesens, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Polizistinnen und Polizisten im Einsatz und - nach einer Änderung der Impf-Verordnung bis Ende Februar - bald auch Beschäftigte in Kitas und Grundschulen zu impfen. Die ersten Bundesländer begännen zudem, Arztpraxen in die Impfkampagne mit einzubeziehen.

+++ 10:52 Gesundheitsämter lehnen gratis Corona-Software des Bundes ab +++
Nach wie vor haben nur wenige Gesundheitsämter die eigens vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung entwickelte und vom Bund geförderte Software für die Kontaktverfolgung der Corona-Infektionen in Betrieb genommen. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Das Ziel, dass bis Ende Februar alle 375 Gesundheitsämter mit einer einheitlichen Software arbeiten, ist kaum noch zu erreichen. Damit ist es bis auf absehbare Zeit weiter unmöglich, bei der Kontaktverfolgung über Landkreisgrenzen hinweg einheitlich - und digital - vorzugehen. Dem Bericht zufolge haben 239 Gesundheitsämter die Software inzwischen eingerichtet. Aber nur 84 arbeiten bislang auch damit. 130 Ämter haben noch nicht einmal die notwendigen Verträge für die kostenlose Übernahme der Software abgeschlossen. Manche Kommunen wollen das System namens Sormas auch gar nicht einsetzen, entweder weil sie eigene Lösungen bevorzugen, oder weil sie so überlastet sind, dass sie keine Zeit haben die Software zu installieren und die Mitarbeiter zu schulen. Zudem sei die Kompatibilität mit anderen Programmen ein Problem, heißt es in der "Welt am Sonntag".

+++ 10:45 Trend fallender Infektionszahlen bricht auch in Indien +++
Auch in Indien bricht der Trend fallender Infektionszahlen. Zum ersten Mal seit November steigt die Fallzahl wieder. Das Land meldet aktuell 9.110 Neuinfektionen. Der Sieben-Tage-Trend steigt damit leicht auf 11.580.

+++ 10:21 Israel kauft russischen Impfstoff - für Gefangenenaustausch +++
Israel kauft einem Bericht der Zeitung "Haaretz" zufolge Hunderttausende Impfstoffdosen aus Russland. Während die eigene Bevölkerung mit dem Präparat der Hersteller Pfizer und Biontech aus den USA beziehungsweise Deutschland geimpft wird, sind die russischen Dosen demzufolge für einen Gefangenenaustausch mit Syrien bestimmt. Israel hatte in dem Austausch zwei Hirte aus Syrien, die die Grenze überquert hatten, in ihre Heimat zurückkehren lassen und eine drusische Bewohnerin der israelisch kontrollierten Golanhöhen begnadigt. Dafür ließ Syrien eine Israelin frei. Die staatlich-syrische Nachrichtenagentur Sana wies den Bericht als "Lüge" zurück. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu teilte lediglich mit, sein Land habe keine Dose aus dem Impfstoffbestand für die eigene Bevölkerung abgegeben.

+++ 09:55 Zahl der Hotspots in Deutschland steigt +++
Die Trendwende zu wieder steigenden Infektionszahlen macht sich auch bei der Zahl der Corona-Hotspot in Deutschland bemerkbar. Die Zahl der Kreise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 50 steigt um 8 auf 232, wie die Auswertung der RKI-Daten durch ntv.de zeigen.

+++ 09:39 Sonne lockt Ausflügler: Polizei richtet Kontrollpunkte an Ostsee ein +++
Angesichts des warmen und sonnigen Wetters hat die Polizei im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. Insbesondere tagestouristische Ausflüge stehen dabei im Fokus. So habe man im Ostseebad Boltenhagen am Samstag einen "lebhaften Personenzulauf" verzeichnet, teilte die Polizei mit. Da auch viele Autos aus benachbarten Bundesländern registriert wurden, richtete die Polizei mehrere Kontrollstellen ein. Insgesamt seien 352 Fahrzeuge kontrolliert und dabei 59 Ordnungswidrigkeiten geahndet worden. 28 Mal seien Fahrer zur Rückreise in ihre jeweiligen Bundesländer aufgefordert worden. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald richtete das Polizeipräsidium Neubrandenburg an den Zufahrtsstraßen zur Insel Usedom, in Wolgast und Ueckermünde sowie in Pasewalk Kontrollstellen ein. Die Polizei kündigte an, die Einhaltung der Corona-Regeln auch am Sonntag zu kontrollieren.

+++ 09:10 Bund berät über höhere Warnstufe für Grenzregion +++
Die Bundesregierung berät am Montag einem Zeitungsbericht zufolge über eine höhere Warnstufe für die an das Saarland grenzende Region in Frankreich und über eine Verlängerung der Grenzkontrollen an den Übergängen von Tschechien und Tirol. Während Frankreich bisher als "Risikogebiet" gelte, könnte das Departement Moselle als "Hochinzidenzgebiet" oder "Virusvariantengebiet" eingestuft werden, berichtete die Funke Mediengruppe. Zudem wolle Innenminister Horst Seehofer eine Verlängerung der Kontrollen an den Grenzen nach Tschechien und Tirol bis 3. März erreichen. Diese laufen bisher in der Nacht zum Mittwoch aus.

+++ 08:37 Schweiz erwägt, Millionen Astrazenaca-Dosen wieder zu verkaufen +++
Die Schweizer Regierung erwägt, ihre bereits angeschafften 5,3 Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca wieder zu verkaufen. Das berichtet die "Neue Zürcher Zeitung". Grund seien Zweifel an der Wirksamkeit des Präparats. Die Behörde Swissmedic hat noch nicht über eine Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs entschieden, sondern zunächst mehr Daten aus noch laufenden Studien verlangt.

+++ 08:01 Israel hebt Beschränkungen für Geimpfte auf +++
Israel hat Erleichterungen für Bürger eingeführt, die gegen das Coronavirus geimpft oder nach einer Erkrankung genesen sind. Mit einem Grünen Pass dürfen sie unter anderem Fitness-Studios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen. Gesundheitsminister Juli Edelstein schrieb bei Twitter, mehr als 3,2 Millionen Israelis könnten ab sofort diese Vorteile genießen. Ziel ist es, die Wirtschaft im Land wieder anzukurbeln. "Der Grüne Pass öffnet das Land schrittweise wieder", sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu.

+++ 07:48 Fujifilm testet antivirales Medikament +++
Der japananische Konzern Fujifilm plant seine neue klinische Studie mit seinem antiviralen Medikament Avigan. Die Studie solle im April starten, hieß es. Die zuständige Behörde in Japan hatte eine Zulassung zunächst zurückgewiesen, da die vorliegenden Test-Daten nicht ausreichten. Eine Zulassung kann nun, abhängig vom Ergebnis der klinischen Tests, möglicherweise im Herbst 2021 erfolgen.

+++ 06:46 Europäer sparen in der Krise über 500 Milliarden Euro +++
In der Corona-Krise haben viele Menschen in Europa laut einer Studie deutlich mehr gespart. Im vergangenen Jahr flossen im Saldo 585 Milliarden Euro neu auf Giro- und Sparkonten in der Eurozone, heißt es in einer Analyse des Hamburger Finanzunternehmens Deposit Solutions. Damit sei das Sparvolumen im Währungsraum um 48 Prozent zum Vorjahr gewachsen (2019: +395 Milliarden Euro). Ein Großteil der neuen Gelder, rund 150 Milliarden Euro, entfalle auf deutsche Sparer, hieß es. Dabei erzielen sie mit Bankeinlagen wegen der Dauer-Niedrigzinsen kaum noch Rendite. Hierzulande stieg das Sparvolumen um 37 Prozent zum Vorjahr - stärker als in Italien (32 Prozent), aber weniger als in Frankreich (72) und Spanien (38). In Großbritannien, was gesondert untersucht wurde, lag das Plus gar bei 170 Prozent.

+++ 06:41 Australiens Regierungschef geimpft +++
Der australische Regierungschef Scott Morrison hat sich in einem Impfzentrum in Sydney die erste Dosis des Impfstoffs von Pfizer und Biontech verabreichen lassen. Außerdem gehörte Personal von Krankenhäusern und Pflegeheimen zu den ersten Empfängern des Vakzins. Die Impfkampagne auf dem südlichen Kontinent begann damit einen Tag früher als geplant. Bis zu vier Millionen Menschen - etwa ein Sechstel der australischen Bevölkerung - sollen noch bis März eine erste Impfung erhalten können. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung soll bis Ende Oktober den Impfstoff von Astrazeneca gespritzt bekommen.

+++ 06:04 Sieben-Tage-Inzidenz steigt +++
In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter auf 60,2 (Vortag: 57,8), wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche rechnerisch neu positiv getestet werden. Bund und Länder streben zunächst eine Inzidenz von 50 an. Öffnungen etwa des Einzelhandels werden aber erst in Aussicht gestellt, wenn der Wert 35 erreicht wird. Laut RKI wurden in 7676 neuen Fällen Menschen positiv auf Corona getestet, das sind über 1500 mehr als am Sonntag vor einer Woche. Außerdem werden 145 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:23 Lauterbach: Astrazeneca-Impfstoff für alle drei Prioritätsgruppen freigeben +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert, den Astrazeneca-Impfstoff sofort für alle Impfberechtigten unter 65 Jahren aus den ersten drei vorrangig zu impfenden Gruppen freizugeben. "Es bleibt Impfstoff liegen, weil sich nicht genug Personen aus der ersten Prioritätsgruppe anmelden oder nicht zum Termin erscheinen. Das ist eine absurde und unerträgliche Situation", sagt Lauterbach der "Bild am Sonntag". "Wir sollten beim Astrazeneca-Impfstoff jetzt unbürokratisch die Impfzentren für alle unter 65 Jahren aus den ersten drei Prioritätsgruppen öffnen. Dann könnten wir die Impfzentren endlich voll auslasten."

+++ 04:32 Bildungsministerin Karliczek für frühere Impfung von Lehrern und Erziehern +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek befürwortet die Pläne für eine frühere Impfung von Lehrkräften und Kita-Personal. "Beide Berufsgruppen nehmen Aufgaben wahr, die für unsere ganze Gesellschaft ganz großer Bedeutung sind, was sich auch in der Impfpriorisierung zeigen sollte", sagt die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Ein solcher Schritt mit einer entsprechenden Änderung der Corona-Impfverordnung wird inzwischen immer wahrscheinlicher. Vertreter mehrerer Bundesländer haben sich dafür ausgesprochen. Nach Angaben von Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha ist eine Änderung bereits in Arbeit.

+++ 03:15 Johnson: Impfangebot für alle erwachsenen Briten bis Ende Juli +++
Bis Ende Juli sollen alle Erwachsenen in Großbritannien einen Impftermin für die erste Dosis angeboten bekommen. Dies kündigt der Premierminister Boris Johnson im Vorfeld abschließender Beratungen an diesem Sonntag über die Lockerung des dritten landesweiten Lockdowns an. Der genannte Termin ermögliche es, Risikogruppen früher zu schützen und Corona-Maßnahmen früher abzuschwächen, sagt Johnson. Ursprünglich war als Stichtag dafür der 1. September vorgesehen. Über 17 Millionen Menschen wurden seit Dezember im Vereinigten Königreich geimpft, das eine Bevölkerung von 67 Millionen hat.

+++ 01:56 Lauterbach: Geimpfte laut israelischen Daten wohl nicht ansteckend +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußert die Hoffnung, dass sich mit dem Impfstoff von Pfizer und Biontech eine Herdenimmunität erreichen lässt. Lauterbach verweist im Gespräch mit der Zeitung "Bild am Sonntag" auf Ergebnisse einer Studie des israelischen Gesundheitsministeriums und von Pfizer. "Diese Auswertungen sind von großer Bedeutung. Sie sind der erste klare Hinweis darauf, dass man sich nach der Impfung nicht ansteckt und auch nicht ansteckend ist", führt er aus. Damit würde die Impfung eine Herdenimmunität tatsächlich ermöglichen - "und die Rückkehr zum normalen Leben möglich machen".

+++ 00:48 Mehr als 4500 Menschen ohne negative Corona-Tests an deutscher Grenze abgewiesen +++
Bei den verstärkten Einreisekontrollen an den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind in dieser Woche nach einem Zeitungsbericht mehr als 4500 Menschen abgewiesen worden, weil sie ohne negativen Corona-Test nach Deutschland einreisen wollten. 4522 Menschen sei aus diesem Grund die Einreise verwehrt worden, berichtete die "Bild am Sonntag." Insgesamt habe die Bundespolizei binnen einer Woche 104.178 Menschen kontrolliert und 15.877 von ihnen abgewiesen.

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Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa/AFP

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