Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:55 Falsch-positive Tests: Hamburgs CDU will Präsenzpflicht an Schulen aussetzen +++

Aus der CDU-Fraktion der Hamburger Bürgerschaft kommt die Forderung nach einer Aussetzung der Präsenzpflicht für Schüler. Wegen vermehrter falsch-positiver Corona-Tests sollte die Präsenzpflicht bis zur Beschaffung zuverlässigerer Tests ausgesetzt werden, forderte die bildungspolitische Sprecherin Birgit Stöver. "Zusätzlich zum Testchaos verunsichert Schüler, Eltern und Lehrkräfte die steigende Inzidenz." Die Schulbehörde müsse größtmögliche Unterstützung leisten, damit der Schulunterricht auch von zu Hause aus möglich sei. Neue Corona-Schnelltests haben nach den Herbstferien an Hamburgs Schulen zu einer Vielzahl von falschen Positivergebnissen geführt. Nach früheren Angaben der Schulbehörde hat es vermutlich Probleme bei der fachgerechten Durchführung gegeben.

+++ 23:01 Österreichs Regierung erwägt nächtliche Ausgangsbeschränkungen +++
Nach dem Lockdown für Ungeimpfte denkt die österreichische Bundesregierung auch an nächtliche Ausgangsbeschränkungen für alle Bürger. Dieser Vorschlag liege auf dem Tisch und darüber werde am kommenden Mittwoch entschieden, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein am Sonntagabend in der ORF-Nachrichtensendung "ZiB2". "Wir sitzen alle im gleichen Boot", sagte der Grünen-Politiker. Wenn ein allgemeiner Lockdown verhindert werde solle, sei eine Verringerung der Kontakte zwischen den Menschen zwingend erforderlich, so der Minister weiter. Die Beschränkungen würden ab 22.00 Uhr gelten und auch eine erneute Schließung der Nachtgastronomie bedeuten.

+++ 22:30 "Karrieremotive": Schwesig warnt Braun vor Zwietracht bei Corona +++
Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Kanzleramtschef Helge Braun CDU-interne Karrieremotive unterstellt, weil er die SPD verantwortlich macht für das späte Zustandekommen von Bund/Länder-Beratungen zur Corona-Lage. "Herr Braun will als CDU-Vorsitzender kandidieren. Das kann er von mir aus gerne tun, aber er sollte diese Kandidatur nicht nutzen, um jetzt bei Corona noch Unmut zu schüren, Zwietracht zu säen", sagte die Sozialdemokratin am Sbend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Die Ministerpräsidenten haben parteiübergreifend immer nach einer guten Lösung gesucht. Und ich gehe davon aus, dass das auch so bleibt."

+++ 22:00 Braun greift SPD wegen Bund-Länder-Gipfel an +++
Deutschland ist nach Worten von Kanzleramtschef Helge Braun noch nicht ausreichend auf notwendige Booster-Impfungen vorbereitet. "Wir müssen bis Weihnachten erreichen, dass über 20 Millionen Auffrisch-Impfungen erfolgen können. Dafür sind wir noch nicht gerüstet", sagt der CDU-Politiker im ZDF. Zugleich warf er den SPD-geführten Ländern eine Verzögerungstaktik beim Bund-Länder-Gipfel vor: "Es gab den Wunsch aus mehreren CDU-geführten Ländern, es gab den Wunsch auch von der Bundeskanzlerin - und erst jetzt haben wir einen Termin vereinbaren können", sagte Braun in der Sendung an die Adresse von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder wollen am Donnerstag über Maßnahmen gegen die dramatisch eskalierte Lage beraten.

+++ 21:26 Großer Impfandrang in Wildpark bei Hamburg +++
Bei einer Corona-Impfaktion im Wildpark Schwarze Berge südlich von Hamburg hat großer Andrang geherrscht. "Es gibt seit dem Morgen lange Warteschlangen", sagte eine Sprecherin des DRK-Impfteams Winsen (Luhe). Viele ältere Menschen holten sich ihre Auffrischungs-Impfung ab. Einige der Wartenden waren extra aus Hamburg in den Landkreis Harburg gekommen. Das Impfteam war im Natur-Erlebnis-Zentrum des Parks untergebracht und gab allen Impfwilligen ohne Voranmeldung die schützende Spritze. Zwischen 9.00 und 17.00 Uhr konnten Impfwillige das Schöne - nämlich einen Ausflug in die Natur - mit dem Praktischen der Impfung verbinden, wie der Park mitteilte. Ein zweiter Impftag im Natur-Erlebnis-Zentrum des Wildparks ist am 12. Dezember geplant.

+++ 20:56 Neuer Höchstwert: 258.298 neue Fälle innerhalb einer Woche +++
Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche hat einen neuen Höchststand erreicht. Seit vergangenem Sonntag haben die Länder 258.298 neue Corona-Infektionen gemeldet - noch nie wurden so viele Fälle innerhalb einer Woche gemeldet. In der vergangenen Woche sind auch 1152 weitere Todesfälle hinzugekommen. Das sind knapp doppelt so viele neue Ansteckungen und gemeldete Todesfälle wie noch vor zwei Wochen. Am 31. Oktober endete die Woche mit 132.267 Neuinfektionen und 628 registrierten Corona-Toten.

+++ 20:26 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 30.459 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 5.031.994 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 30.459 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 43 auf 97.676. Als aktuell infiziert gelten rund 462.950 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,24). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 3034 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1557 davon werden invasiv beatmet. Rund 3408 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei. Damit sind nur noch 13,9 Prozent der Intensivbetten noch frei.

+++ 19:43 Testpflicht auch für geimpfte Besucher von Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein +++
Seit Sonntag müssen in Schleswig-Holstein auch geimpfte oder genesene Besucher und Besucherinnen von Pflegeeinrichtungen einen negativen Corona-Test nachweisen. Die Landesregierung hatte am Samstag über entsprechende Ergänzungen der Corona-Bekämpfungsverordnung informiert. Zuvor waren Tests für geimpfte oder genesene Besucher laut einem Sprecher nicht obligatorisch. Die Landesregierung habe die Testpflichten verschärft, um die Einrichtungen besser zu schützen und gleichzeitig offenzuhalten, hieß es in einer Mitteilung. Auch genesene und geimpfte Beschäftigte müssen demnach alle drei Tage getestet werden. Nicht geimpfte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssten sich weiterhin täglich testen lassen. Einrichtungen sollen die Tests über den Bund abrechnen können.

+++ 19:06 China spendet Syrien rund zwei Millionen Corona-Impfdosen binnen einer Woche +++
Binnen einer Woche hat China rund zwei Millionen Impfdosen an Syrien geliefert. Allein am Sonntag kamen 500.000 Dosen Sinopharm in dem Bürgerkriegsland an, wie Gesundheitsminister Hassan Ghabasch mitteilte. Laut Chinas Botschafter Feng Biao verfügt Syrien nun über 800.000 Dosen Sinopharm und mehr als 1,3 Millionen Dosen Sinovac. Weniger als zwei Prozent der syrischen Bevölkerung seien geimpft, die Zahl der Infektionsfälle steige, hatte die UNO Ende Oktober gewarnt.

+++ 18:32 FDP verteidigt Auslaufen von Corona-Notstand +++
FDP-Chef Christian Lindner verteidigt das Auslaufen der epidemischen Notlage. Allgemeine Lockdowns dürfe es nicht mehr geben, sagte er im Interview mit ntv. Aus seiner Sicht sind pauschale Ausgangssperren für geimpfte Menschen möglicherweise sogar rechtswidrig. Eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen schließt er nicht aus: "Ich möchte die Debatte der Fachleute über eine berufsbezogene Impfpflicht abwarten, bevor ich mich dazu äußere."

+++ 18:01 Einzelhandel sorgt sich um das Weihnachtsgeschäft +++
Wegen möglichen neuerlichen Einschränkungen fürchtet der Einzelhandel um das Weihnachtsgeschäft. Eine 2G oder 3G Regelung in den Geschäften würde aufgrund der erforderlichen Kontrolle zu Schlangen vor den Türen und am Ende zu einem massiven Kundenrückgang führen, sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Stefan Genth, dem "Handelsblatt". Für die Händler sei dies mit einer Art Lockdown gleichzusetzen, die mit massiven Ausfällen rechnen müssten, so Genth. Gerade das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember sei wichtig, um für die Innenstadthändler das schwierige Jahr noch zu retten.

+++ 17:33 Wüst will keine 2G plus-Verschärfung für Geimpfte +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst lehnt die Einführung einer 2G plus-Regel bei öffentlichen Veranstaltungen ab. Man sollte nicht den Geimpften, "die alles für den Gesundheitsschutz getan haben, jetzt als erstes die nächste Pflicht auferlegen", sagte Wüst dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Bei dem Prinzip 2G plus bekommen auch Geimpfte und Genesene nur Zugang, wenn sie zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können. Wichtiger sei der Blick auf die Nichtgeimpften. "Wir müssen dafür werben, dass sich mehr Menschen impfen lassen", sagte Wüst, der im Moment auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Bei dem Bund-Länder-Treffen am Donnerstag will Wüst aber auf die Einführung einer bundesweit einheitlichen 2G-Regel pochen. Das würde bedeuten, dass Ungeimpfte zu bestimmten Veranstaltungen keinen Zutritt mehr hätten. "Wir brauchen vergleichbare Maßnahmen in den Ländern, um die vierte Welle zu brechen", sagte er.

+++ 17:08 Israel erwägt Reiseverbot in EU-Länder +++
Angesichts der vierten Corona-Welle in verschiedenen Staaten der Europäischen Union erwägt Israel ein Reiseverbot in bestimmte Länder. "Wir könnten wieder einen Teil der Länder als rot einstufen. Dann darf man dort nicht mehr hinfahren", sagte der Generaldirektor des israelischen Gesundheitsministeriums, Nachman Asch, der Nachrichtenseite ynet. Es gebe bereits Staaten mit Warnstufe orange, also einer Reisewarnung. Dazu gehören die deutschen Nachbarn Österreich, Tschechien, Dänemark und die Niederlande. Am Freitag soll auch Deutschland - bislang noch als Land mit niedrigem Risiko eingestuft - auf diese Liste der Risikoländer (orange) kommen. Asch betonte, es gebe gegenwärtig keine Pläne, die seit Monatsbeginn wieder erlaubte Einreise von Touristen nach Israel aufs Neue zu verbieten. Man müsse jedoch das Einschleppen neuer Krankheitsfälle sowie neuer Corona-Varianten nach Israel verhindern. "Der Anstieg in Europa ist Ergebnis der nachlassenden Wirksamkeit des Impfschutzes mit der Zeit", sagte Asch.

+++ 16:44 Über 3000 Covid-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung +++
In deutschen Kliniken müssen immer mehr Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Die Zahl steigt nach Angaben des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) auf mehr als 3000. Laut Divi-Tagesreport kamen 93 Intensivpatienten hinzu, somit befinden sich nun 3034 Menschen wegen Corona in intensivmedizinischer Behandlung. Innerhalb von zwei Wochen stieg die Zahl um rund 1000. Der Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, hatte auf Twitter von einer "eingeschränkten Betriebsfähigkeit" der Intensivstationen gesprochen. "Die Mitarbeiter:innen rackern gerade weg, was sie können, aber sie sind zunehmend am Limit", schrieb Karagiannidis. In der rbb-"Abendschau" warnte der Mediziner: "Uns rennt im Moment wirklich die Zeit davon." Auf den Intensivstationen lägen zum "allergrößten Teil" Ungeimpfte. Zunehmend gebe es hier aber auch doppelt Geimpfte - dies seien aber vielfach ältere Menschen sowie Patienten mit Medikamenten, die das Immunsystem dämpften.

+++ 16:26 ntv-Reporter: Teil-Lockdown in den Niederlanden "wirkt inkonsequent" +++
Wegen schnell steigender Corona-Fallzahlen gehen die Niederlande in einen Teil-Lockdown. Doch wie wirksam ist die Maßnahme? In Geschäften müssen die Menschen weiterhin keine Masken tragen und die Partys gehen abends einfach in der privaten Wohnung weiter, berichtet ntv-Reporter Gordian Fritz.

+++ 15:44 Rechte FPÖ kündigt Demonstration gegen Corona-Maßnahmen an +++
Die rechte FPÖ in Österreich macht weiter massiv Front gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Als Reaktion auf den beschlossenen Lockdown für Ungeimpfte rief FPÖ-Chef Herbert Kickl zu einer Demonstration am nächsten Samstag in Wien auf. Das Land habe nun ein "Corona-Apartheidssystem", schrieb Kickl auf Facebook. Außerdem kündigte er wegen Missachtung von Grund- und Freiheitsrechten eine Klage beim Verfassungsgerichtshof an. Die FPÖ prangert seit langem die Einschränkungen an und kritisiert die Impfstrategie. Kickl sprach von "experimentellen Impfstoffen" und empfahl ein Anti-Parasiten-Mittel zur Behandlung von Covid-19. Die Rechtspopulisten kommen in Österreich bei Umfragen auf rund 20 Prozent.

+++ 15:30 Zuschauer fragen Experten: Wie wird bei Kreuzimpfungen am besten geboostert? +++

Im Corona-Spezial beantwortet ntv-Moderatorin Vivian Bahlmann zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs Zuschauerzuschriften. Wer eine Frage an das Expertenteam hat, kann sie an "Coronafragen@ntv.de" schicken.

+++ 15:15 Söder: Lage im Land droht zu entgleiten +++
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert eine Verschärfung der Corona-Regeln. "Die Lage droht im gesamten Land zu entgleiten", sagt der CSU-Vorsitzende in München. Das Ausrufen des Endes der epidemischen Lage sei in jeder Beziehung der falsche Weg. Das Gesundheitssystem drohe nicht mehr lange zu halten. Der dringende Appell der Mediziner müsste ernst genommen werden. Die Regeln müssten deutlich verschärft und angepasst werden. Söder spricht sich für rasche Auffrischimpfungen auf. "Wir empfehlen, nach fünf Monaten zu boostern." Es brauche einheitliche Regeln in Deutschland plus Zusatzinstrumente wie Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte oder eine verankerte Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. Söder ist auch für Obergrenze bei Veranstaltungen, etwa beim Fußball.

+++ 14:40 Specht: "Maßnahmen zur Corona-Eindämmung wären drastisch" +++
Die vierte Corona-Welle hat Deutschland mit voller Wucht erfasst. 35 Mediziner und Wissenschaftler schlagen in einen Brandbrief Alarm und fordern von der Politik einen Kurswechsel. Sind 2G und eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen die Lösung? Dr. Christoph Specht hält vor allem eine Maßnahme für entscheidend.

+++ 14:25 Österreichs Gesundheitsminister: Weitere Maßnahmen könnten folgen +++
Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein schließt nach dem Lockdown für Ungeimpfte weitere Einschränkungen nicht aus. "Die Situation ist sehr ernst", sagt der Minister. Es werde weitere Maßnahmen brauchen, wenn sich die Dynamik so fortsetze. Der ab Montag geltende Lockdown für Ungeimpfte sei vorerst für zehn Tage in Kraft. Danach werde man sehen, wie effektiv diese Maßnahme sei und gegebenenfalls weitere Entscheidungen treffen, sagt Mückstein. Ein neuerlicher Lockdown für alle wurde bisher von Bundeskanzler Alexander Schallenberg stets ausgeschlossen. Auch eine allgemeine Impfpflicht sehe er nicht, sagte Schallenberg.

+++ 14:00 DGB-Landesvorsitzende: 3G am Arbeitsplatz nur unter Bedingungen +++
Die NRW-Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Anja Weber, rät dazu, im Kampf gegen die Pandemie zunächst 2G im Freizeitbereich einzuführen und den Druck auf Arbeitnehmer nicht zu stark zu erhöhen. "Wir sperren uns nicht gegen 3G am Arbeitsplatz, legen aber großen Wert darauf, dass man zunächst im öffentlichen Raum alle Möglichkeiten nutzt, um die Impfquote zu verbessern, zum Beispiel mit 2G im Freizeitbereich. Das wird die Impfquote massiv erhöhen, das sehen wir in Sachsen und Österreich", sagte Weber im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Es sei aber ein Riesen-Unterschied, "ob jemand eine Pizza essen möchte und nicht ins Restaurant darf, oder ob er seinen Lebensunterhalt verdienen muss und nicht mehr in den Betrieb darf."

+++ 13:43 Jenaer Firma verspricht 5000 Euro Impf-Prämie +++
Nur mit höheren Impfquoten lässt sich die Pandemie beenden, da sind sich Virologen weitgehend einig. Aber wie bekommt man die Menschen dazu, die Ärmel hochzukrempeln? Ein mittelständisches Unternehmen aus Jena hat da eine Idee und bietet ihren Angestellten quasi 5000 Gründe zur Immunisierung.

+++ 13:24 Deutliche Erholung des Tourismus in Griechenland +++
Griechenland meldet eine deutliche Erholung des Tourismus von der Corona-Krise. Von Januar bis August lagen die Einnahmen in dem Wirtschaftssektor um fast 136 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, wie Tourismusminister Vassilis Kikilias der Zeitung "To Vima" sagte. Die Erlöse beliefen sich damit auf 50 Prozent des Acht-Monats-Zeitraums im Vorkrisenjahr 2019. Im Gesamtjahr 2019 sorgten 33 Millionen Besucher für einen Rekordumsatz von 18 Milliarden Euro. Im Corona-Jahr 2020 brachen diese Kennzahlen ein auf sieben Millionen Besucher und vier Milliarden Euro Umsatz. Die EU-Kommission traut dem Land für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 7,1 Prozent zu. Der Tourismus trägt etwa ein Fünftel zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei.

+++ 12:47 Lockdown für Ungeimpfte in Österreich +++
Im Kampf gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie gilt in Österreich von diesem Montag an ein Lockdown für Ungeimpfte. Das haben Bundeskanzler Alexander Schallenberg und die Regierungschefs der Länder in Wien beschlossen. Die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen sind zunächst auf zehn Tage befristet. Betroffen sind etwa zwei Millionen Menschen. Wer keine Impfung hat, darf das Haus oder Wohnung künftig nur noch aus dringenden Gründen verlassen - etwa für Einkäufe des täglichen Bedarfs, für den Weg zur Arbeit oder den Besuch beim Arzt. Die Einhaltung der Vorschrift soll mit Stichproben überprüft werden.

+++ 12:35 Gute Studienergebnisse: Zwei Covid-19-Medikamente wecken Hoffnungen +++
Seit Beginn der Corona-Pandemie spricht die Welt über Impfstoffe. Was bislang kaum im öffentlichen Fokus steht, sind Medikamente gegen Covid-19. Doch auch da tut sich etwas: Pfizer entwickelt ein Mittel, das laut Studien sehr wirksam sein soll. Und auch andere Forschungen gehen in diese Richtung.

+++ 12:09 Nach Räumung und Panik: Disco im Landkreis Cloppenburg bleibt vorerst geschlossen +++
Nach der Räumung einer Diskothek im Landkreis Cloppenburg wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Corona-Auflagen bleibt der Club am Wochenende geschlossen. Das teilten die Betreiber am Samstag nach dem Polizeieinsatz in der Nacht zuvor über Soziale Medien mit. Wie die Polizei erläuterte, hatte der Landkreis die Disco in Friesoythe am späten Freitagabend räumen lassen, weil viele Gäste ohne Kontrolle ihres Impfstatus reingelassen worden seien. Bei der Räumung kam es demnach zu großem Gedränge, einige Gäste gerieten in Panik. Die Polizei ordnete die Öffnung der Notausgänge an. Den Beamten zufolge gab es vereinzelte Fälle von Ohnmachten und Hyperventilation. Am Sonntag wollte eine Polizeisprecherin keine weiteren Details nennen und verwies auf die Auskunftshoheit des Landkreises. Die Behörde war zunächst nicht zu erreichen. Der Landkreis Cloppenburg leitete ein Bußgeldverfahren gegen den Veranstalter ein. Zudem würden weitere rechtliche Schritte geprüft, hieß es. Die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Cloppenburg lag am Sonntag bei 341,8 - das ist der höchste Wert in Niedersachsen. Die Disco hatte am Freitag unter dem Motto "Feier wie früher" eine 2G-Party ohne Maske und Abstand für Geimpfte, Genesene und alle Gäste bis 18 Jahren mit Schülerausweis veranstaltet.

+++ 11:38 Bundesregierung verschärft laut Medienbericht Corona-Regeln um 2G plus +++
Die Bundesregierung verschärft nach einem Bericht des "Tagesspiegels" die bisher vorgesehenen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. So werde im überarbeiteten Infektionsschutzgesetz nun auch eine 2G plus-Regelung für Veranstaltungen aufgenommen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die ihr vorliegenden Änderungsentwürfe. Damit könnten bestimmte Veranstaltungen nur noch von Geimpften und Genesenen mit einem zusätzlichen negativen Coronatest besucht werden. Außerdem soll es demnach zu einer erheblichen Verschärfung der Kontrolle am Arbeitsplatz kommen. Dem Bericht zufolge müssen Arbeitnehmer dann bei Betreten ihrer Arbeitsstelle ihren Impfstatus offenlegen. Wer nicht geimpft oder genesen sei, brauche täglich einen negativen Corona-Test. Arbeitgeber sollen ein Auskunftsrecht bekommen, zu diesem Zweck dürfen "personenbezogene Daten sowie Daten zum Impf-, Sero- und Teststatus in Bezug auf die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19), verarbeitet werden", heiße es in dem Entwurf.

+++ 11:18 Divi-Präsident fordert "kräftige" Prämie für Intensiv-Pflegekräfte +++
Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, hat eine "kräftige Corona-Prämie" für Pflegekräfte im Intensivbereich gefordert, um ihnen die Belastungen durch die vierte Corona-Welle erträglich zu machen. "Es braucht eine Art Corona-Prämie für die vierte Welle, und zwar eine kräftige, von der die Intensivpflege-Beschäftigten auch wirklich etwas haben", sagte Marx der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir wünschen uns, dass für die Monate mit hoher Belastung der Bruttolohn netto ausgezahlt wird. Auch Nacht- und Wochenendarbeit sollte steuerfrei gestellt werden", schlug Marx vor. "Das würde sofort bei den Leuten ankommen und ihnen zeigen, dass ihre Arbeit gewürdigt und belohnt wird." Damit ändere man noch nichts an den Strukturen - daran müsse auch dringend gearbeitet werden. Aber so eine Prämie würde einen Motivationsschub geben.

+++ 10:54 Österreich berät über Lockdown für Ungeimpfte +++
In Österreich sind Bundeskanzler Alexander Schallenberg und die Regierungschef der Länder zu einer Videokonferenz zusammengekommen, um über einen Corona-Lockdown für Ungeimpfte zu beraten. Nach dem bereits an die Öffentlichkeit gelangten Entwurf sollen die Ausgangsbeschränkungen per Verordnung bereits am Montag in Kraft treten. Sie sollen vorerst bis 24. November gelten. Ungeimpfte dürften Haus oder Wohnung dann nur noch aus dringenden Gründen verlassen. Schon jetzt sind die Einschränkungen für diese Gruppe groß - etwa durch die 3G-Regel am Arbeitsplatz und die 2G-Regel im öffentlichen Leben. Der Beschluss soll die Impfbereitschaft erhöhen sowie die sozialen Kontakte verringern und damit die vierte Corona-Welle eindämmen.

+++ 10:30 Warum Impfdurchbrüche kein Argument gegen den Piks sind +++
Tausende Covid-19-Patienten liegen derzeit auf den Intensivstationen, darunter auch immer mehr vollständig Geimpfte. Für viele Impfgegner ist das ein Beleg dafür, dass die Spritzen nichts bringen. Aber das Gegenteil ist der Fall. ntv klärt auf.

+++ 10:00 Habeck schlägt Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte vor +++
Grünen-Chef Robert Habeck warnt vor der derzeitigen Corona-Lage und bringt Freiheitseinschränkungen ins Gespräch. "Kontaktbeschränkungen sind schmerzliche Einschnitte, das wissen wir alle noch zu gut. Aber angesichts der dramatischen Lage können sie für Ungemipfte regional nötig werden", sagt Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Außerdem brauchten die Länder die Möglichkeit, Veranstaltungen abzusagen, wenn die epidemische Lage es notwendig mache. Habeck rief die Bevölkerung eindringlich zum Impfen auf. Eine Impfpflicht halte er für bestimmte Berufsgruppen für sinnvoll. Dringend geboten sei auch, 3G-Maßnahmen am Arbeitsplatz zu etablieren. Homeoffice solle wieder verstärkt genutzt werden. "Die Lage in Deutschland hat eine äußerste Dramatik. Wenn die vierte Welle nicht schnell gebrochen wird, droht das Krankenhaussystem im Dezember zusammenzubrechen", so Habeck.

+++ 09:38 Skigebiete rüsten sich für die Wintersaison - Start an der Zugspitze +++
Nach gut eineinhalbjähriger Pause wegen Corona sollen an der Zugspitze am Freitag (19. November) wieder Lifte laufen und Skifahrer ihre Schwünge ziehen. Das Skigebiet wird das erste dieser Wintersaison sein, das in Deutschland öffnet. Nur Geimpfte und Genesene dürfen dann vorerst in die Bergbahnen an Deutschlands höchstem Berg steigen. In Bayern gilt der Katastrophenfall, die Krankenhaus-Ampel steht auf Rot. Die Kabinen fahren maximal mit zwei Drittel der Gäste - für mehr Abstand. Wie das in anderen deutschen Skigebieten sein wird, ist noch offen. Mit Skitagen in Österreich wird es erst einmal schwierig: Fast das ganze Nachbarland ist seit Freitag als Hochrisikogebiete eingestuft.

+++ 09:12 Bremen will Hotspot-Strategie durchsetzen +++
Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Donnerstag hat Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte angekündigt, eine Corona-Strategie für Hotspots durchsetzen zu wollen. "Ich plädiere sehr für eine ergänzende Hotspot-Strategie. Es kann nicht richtig sein, dass in Landkreisen mit einer Inzidenz von unter 100 die gleichen Einschränkungen gelten wie in denen mit einer Inzidenz von über 1000", sagte Bovenschulte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Deshalb müssen ergänzend zu den bundeseinheitlichen Regeln noch Regeln und Handlungsmöglichkeiten für die von der Pandemie ganz besonders betroffenen Länder hinzukommen."

+++ 08:43 Forscher: Boosterimpfungen "katapultieren" Impfschutz nach oben +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben Forschende die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen betont. "Die Boosterimpfungen katapultieren den Impfschutz erneut deutlich nach oben", erklärte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen. Der Schutz vor einem schweren Verlauf sei nach vorliegenden Daten sogar effektiver als der kurz nach der zweiten Impfung. "Und auch der Schutz vor Ansteckung und Weitergabe einer Infektion ist sehr ausgeprägt und deutlich besser als bei Geimpften ohne die Auffrischung." Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen verwies auf Israel. Dort sei es im Sommer gelungen, die Welle bei einer ähnlichen Impfquote wie in Deutschland zu stoppen, indem rund 50 Prozent der Menschen eine Boosterimpfung bekommen haben.

+++ 08:18 Patientenschützer: "Der Corona-Herbst zeigt das organisatorische und politische Chaos" +++
Patientenschützer haben rasche parteiübergreifende Maßnahmen gegen die sich zuspitzende Corona-Lage verlangt. "Jetzt ist staatspolitische Verantwortung über die Parteigrenzen nötiger denn je", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. "Warteschlangen vor den Impfstellen. Betagte Menschen ohne Boosterimpfangebote. Streit im Bundestag über die künftige Gesetzgebung. Der Corona-Herbst zeigt das organisatorische und politische Chaos", ergänzte er. Jede Verzögerung bei den anstehenden Maßnahmen werde Leiden und Sterben vergrößern.

+++ 07:49 Fünf Landkreise melden Inzidenz von mehr als 1000 +++
Fünf Landkreise melden inzwischen eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge weist der Landkreis Rottal-Inn in Bayern einen Wert von 1198,7 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1153,6), Miesbach in Bayern (1137,9), Meißen in Sachsen (1124,9) und Mühldorf a. Inn in Bayern (1095,4). Im niedersächsischen Heidekreis und in Wittmund liegt die Inzidenz laut RKI noch unter 50.

+++ 07:14 Australien will Kinder unter 12 Jahren ab Januar impfen +++
Australien können voraussichtlich ab Januar Kinder unter 12 Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Wie Gesundheitsminister Greg Hunt mitteilt, prüfen die medizinischen Aufsichtsbehörden im Moment die Gesundheits- und Sicherheitsdaten für die Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums liegt die Impfquote in Australien bei über 16-Jährigen bei 83 Prozent und bei Kindern zwischen 12 und 15 Jahren bei 57,7 Prozent.

+++ 06:49 Wehrbeauftragte dringt auf Impfpflicht in der Bundeswehr +++
Die Wehrbeauftragte Eva Högl von der SPD mahnt eine Corona-Impfpflicht in der Bundeswehr an. "Für Soldatinnen und Soldaten, die in den Einsatz gehen, ist eine Covid-19-Impfung bereits verpflichtend. Sie sollte für alle in der Truppe gelten, damit die Einsatzbereitschaft gewährleistet ist", sagt sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Demnach kann sich das Verteidigungsministerium seit Monaten nicht mit den Personalvertretungen der Streitkräfte auf die Aufnahme der Corona-Impfung in den Katalog der sogenannten duldungspflichtigen Impfungen verständigen und hat inzwischen ein Schlichtungsverfahren in Gang gesetzt. Högl sagt, sie hoffe auf einen schnellen Abschluss dieses Verfahrens.

+++ 06:24 Viele Corona-Tote in Bayern waren vollständig geimpft - "Zahlen müssen mit Vorsicht interpretiert werden" +++
Unter der rasch steigenden Zahl von Corona-Toten in Bayern ist ein vergleichsweise hoher Anteil vollständig Geimpfter. Nach Daten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittel (LGL) lag die Quote in den vier Wochen vom 4. bis 31. Oktober bei knapp 30 Prozent. 108 der insgesamt gezählten 372 Todesopfer hatten beide Impfungen erhalten, wie die Erlanger Behörde mitteilte. In der ersten Novemberwoche war der Anteil mit gut 26 Prozent etwas niedriger - 23 der 88 Corona-Toten waren da vollständig geimpft. In den vergangenen Wochen hatten auch die Krankenhäuser über eine gestiegene Zahl vollständig geimpfter Intensivpatienten berichtet. Das LGL betonte indes, dass die Zahlen mit Vorsicht interpretiert werden müssten: Als Corona-Todesopfer zählt, wer mit dem Virus infiziert war. Das bedeutet aber nicht, dass Corona auch unbedingt die Todesursache ist. Die Mehrzahl der Corona-Toten sind 80 und älter, dementsprechend litten viele auch an anderen Krankheiten.

+++ 06:02 Ärztevertreter erwarten deutschlandweite Verteilung von Corona-Patienten +++
Der Ärzteverband Marburger Bund blickt mit Bangen auf die rasante Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland. "Ich habe mir noch nie in der Pandemie so große Sorgen gemacht wie jetzt", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen werde in den kommenden Wochen so weit steigen, dass mancherorts eine überregionale, vielleicht sogar deutschlandweite Verlegung nötig sein werde. Und in der Politik herrsche "ein Machtvakuum zwischen alter und künftiger Regierung, Bund und Ländern", beklagte Johna.

+++ 05:20 RKI meldet 33.498 Neuinfektionen, über fünf Millionen Ansteckungen seit Pandemiebeginn +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 33.498 Neuinfektionen gemeldet. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Coronainfektionen in Deutschland seit Pandemiebeginn auf über fünf Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit 289,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 277,4, vor einer Woche bei 191,5. 55 weitere Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Vor einer Woche waren es 37 Todesfälle.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:39 Arbeitsministerium plant offenbar wieder Homeoffice-Pflicht +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will wegen der weiter steigenden Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus wieder eine Homeoffice-Pflicht einführen. Das berichtete die "Bild am Sonntag" unter Verweis auf einen Gesetzesentwurf, den das Bundesarbeitsministerium den Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP vorgelegt habe. Vorgesehen ist demnach auch eine 3G-Pflicht am Arbeitsplatz. Dabei ist der Zeitung zufolge geplant, dass der Arbeitgeber Tests nicht zwangsweise anbieten muss. Ungeimpfte Arbeitnehmer müssten sich demnach selbst täglich um einen zertifizierten Schnelltest kümmern.

+++ 03:45 Robert Kennedy Jr. unterstützt italienische "Green-Pass"-Gegner +++
In Italien haben landesweit zahlreiche Menschen erneut gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. In der norditalienischen Metropole Mailand versammelten sich etwa 4000 Menschen am Friedensbogen Arco della Pace. Vor Ort sprach auch der als Impfgegner bekannte Robert Kennedy Jr., der Neffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy. Die Gegner lehnen unter anderem den sogenannten Grünen Pass ab. Mit dem digitalen oder ausdruckbaren Zertifikat können Menschen nachweisen, gegen Covid-19 geimpft, negativ getestet oder nachweislich genesen zu sein. Die Regierung von Mario Draghi hatte den Grünen Pass Mitte Oktober ausgeweitet. Seitdem gilt die 3G-Regel, um zur Arbeit gehen zu können.

+++ 02:58 Verdi warnt vor "Exodus in der Pflege" +++
Die Gewerkschaft Verdi warnt wegen der drohenden Überlastung der Intensivstationen vor einem langfristigen Personalmangel in Pflegeberufen. "Viele Beschäftigte aus der Pflege haben ihrem Beruf massenhaft den Rücken gekehrt, obwohl sie ihn lieben", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler der "Bild am Sonntag". "Uns droht ein regelrechter Exodus in der Pflege." Neben den Berufsaussteigern würden zudem viele Pflegekräfte ihre Arbeitszeit reduzieren und immer mehr Auszubildende ihre Ausbildung abbrechen, so Bühler weiter. Die aktuelle vierte Welle der Pandemie habe "das Fass zum Überlaufen gebracht".

+++ 02:11 Habeck will auch in Zügen 3G +++
Grünen-Chef Robert Habeck fordert die Anwendung der 3G-Regel im Zugverkehr. Reisende müssten dann geimpft, genesen oder getestet sein. "Ja, auch das Bahnfahren muss sicherer werden. Aus meiner Sicht sollte hier 3G hier gelten, darüber werden wir reden müssen", sagte Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich dafür aus: "In dieser Corona­-Situation ist es unverantwortlich, dass Menschen ungeimpft und ­ungetestet in vollen Zügen im Fernverkehr stundenlang eng neben anderen Passagieren sitzen", sagte Lauterbach der "Bild am Sonntag".

+++ 01:35 Kretschmer rechnet mit mehr Toten in der vierten Welle +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer befürchtet mehr Tote durch die aktuelle Verschärfung der Corona-Pandemie als bei den bisherigen Wellen. "Wir stehen erst am Anfang eines harten Winters", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Diese vierte Welle wird mehr Opfer, auch mehr Todesopfer, verlangen als alles, was wir bisher kannten." Kretschmer geht davon aus, dass die angespannte Situation noch Monate andauert. "Aus dem vergangenen Jahr wissen wir: Wir müssen bis Ostern durchhalten. Vorher wird diese Welle nicht zu Ende sein."

+++ 00:41 Tausende protestieren in Genf gegen Corona-Maßnahmen +++
In Genf haben mehrere tausend Menschen gegen geltende und geplante Corona-Maßnahmen demonstriert. Die Organisatoren des Protestmarschs melden 5000 Teilnehmer, die Polizei sprach von 2500. Auf Plakaten und in Sprechchören prangerten die Demonstranten "Zwangsimpfungen", "Massenüberwachung" und "Diskriminierung" an. Am 28. November findet in der Schweiz eine Volksabstimmung über ein neues Pandemie-Gesetz statt. Es soll den rechtlichen Rahmen für den verpflichtenden Einsatz eines Gesundheitspasses für den Nachweis von Impfung, Genesung oder Testergebnissen und weitere Möglichkeiten zur Kontaktnachverfolgung schaffen. Einer Umfrage von Anfang November zufolge will eine Mehrheit von rund 69 Prozent in der Volksabstimmung für das Gesetz stimmen.

+++ 23:58 Schleswig-Holstein weitet Testpflicht in Pflegeeinrichtungen aus +++
In Schleswig-Holstein müssen auch geimpfte oder genesene Besucher von Pflegeeinrichtungen künftig einen negativen Corona-Test nachweisen. Die Corona-Bekämpfungsverordnung sei mit entsprechenden Ergänzungen verlängert worden, teilte die Staatskanzlei mit. Die Landesregierung habe die Testpflichten verschärft, um die Einrichtungen besser zu schützen und gleichzeitig offenzuhalten. Bislang galt, dass Besucher geimpft, genesen oder getestet sein müssen. Auch genesene und geimpfte Beschäftigte müssen demnach alle drei Tage getestet werden. Nicht geimpfte Mitarbeiter müssten sich weiterhin täglich testen lassen. Einrichtungen sollen die Tests über den Bund abrechnen können.

+++ 23:17 Leiter des Intensivregisters: Mitarbeiter zunehmend am Limit +++
Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich wegen der Corona-Pandemie aus Sicht des Mediziners Christian Karagiannidis zunehmend zu. "Die eingeschränkte Betriebsfähigkeit der Intensivstationen und der Personalmangel haben ein All-Time-High erreicht. Die Mitarbeiter:innen rackern gerade weg, was sie können, aber sie sind zunehmend am Limit", schreibt Karagiannidis, Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), auf Twitter. In der RBB-"Abendschau" warnte der Mediziner: "Uns rennt im Moment wirklich die Zeit davon." Karagiannidis rechnet in den kommenden zwei bis drei Tagen damit, dass die Schwelle von 3000 Covid-Patienten auf Intensivstationen erreicht werde.

+++ 22:35 Esken für Schärfung der Ampel-Pläne +++
SPD-Chefin Saskia Esken ist für eine Verschärfung des Entwurfs zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes. "Es ist sehr gut möglich und ich würde es an Stellen auch befürworten, dass wir den Gesetzentwurf nochmal nachschärfen", sagt Esken dem ARD-Hauptstadtstudio laut Mitteilung des Senders. Man erkenne die Brisanz der Lage. "Wir haben zu debattieren, dass in besonders vulnerablen Bereichen, wie in den Kliniken, in Pflegeeinrichtungen, in Schulen und Kitas sowohl jetzt regelmäßig getestet werden soll, Ungeimpfte täglich getestet werden sollen. Wir debattieren aber durchaus auch eine Impfpflicht in diesen Bereichen."

+++ 21:55 Anstiege in 14 Bundesländern +++
In 14 von 16 Bundesländern steigt die 7-Tage-Inzidenz weiter teils kräftig an. Den größten Sprung machen Sachsen (plus 51,70 auf 620,7) und Sachsen-Anhalt (plus 28,40 auf 297,7). Bayern und Thüringen (beide plus 23,10) verzeichnen ebenfalls kräftige Anstiege bei den Fallzahlen pro 100.000 Einwohner in einer Woche.

Bei der 7-Tage-Inzidenz klettert nach Sachsen nun auch Thüringen über die 500er-Marke. Mit großen Schritten nähert sich auch Bayern (479,4) dem Schwellwert. Als einziges Bundesland unterschreitet nur noch Schleswig-Holstein die 100er-Marke, Bremen liegt bei fallender Inzidenz noch knapp darüber.

In absoluten Zahlen verzeichnet Spitzenreiter Bayern 12.352 Ansteckungen, mit großem Abstand gefolgt von Baden-Württemberg (6145), Nordrhein-Westfalen (4884) und Sachsen (4850).

+++ 21:20 Höchster Samstagswert bisher: Bundesländer melden 41.300 neue Fälle +++
Die Gesamtzahl der bisher erfassten, laborbestätigten Coronavirus-Fälle hat in Deutschland die Fünf-Millionen-Schwelle überschritten: Ein Jahr, neun Monate und 17 Tage nach dem ersten gesicherten deutschen Ansteckungsfall ist die Summe der amtlich registrierten Corona-Fälle auf 5.001.535 gestiegen. Das sind 41.324 Neuinfektionen mehr als am Vorabend. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stieg laut Angaben der Landesbehörden heute um 167 Verstorbene auf insgesamt 97.633. Für einen Samstag sind das ungewöhnlich hohe Werte: Bei den Neuinfektionen ist es sogar der höchste bisher auf Länderebene verzeichnete Samstagswert überhaupt. Der aktuelle Tageszuwachs liegt um 33,4 Prozent über dem Niveau von Samstag vergangener Woche.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,24 angegeben (Vortag: 1,22). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2941 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1496 davon werden invasiv beatmet. Rund 3260 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei, das sind 13,2 Prozent.

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Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: hek/ino/dpa/AFP/rts

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