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Steuer ohne Zettelwirtschaft Belege müssen nicht mehr zum Finanzamt

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Bei neuen Sachverhalten oder starken Änderungen kann es sich lohnen, dennoch Belege mit der Steuererklärung ans Finanzamt zu übersenden.

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Bei der Einkommensteuererklärung können Steuerzahler künftig auf Belege verzichten. Aufbewahren sollten sie die Nachweise trotzdem. Denn im Zweifelsfall führt das Finanzamt Stichproben durch.

Steuerzahler müssen der Einkommensteuererklärung grundsätzlich keine Belege und Aufstellungen mehr beifügen. "Die Quittungen und sonstige Nachweise müssen nur noch auf konkrete Nachfrage des Finanzamtes vorgelegt werden", erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Dies gilt in diesem Jahr erstmals auch für Spendenbescheinigungen, die Spenden aus dem Jahr 2017 betreffen. In den Vorjahren mussten Spendenquittungen der Steuererklärung noch zwingend beigefügt werden. Verlangt das Finanzamt keinen Nachweis der Spende, muss die Bescheinigung allerdings noch ein Jahr ab der Steuerfestsetzung aufbewahrt werden.

"Trotz der Erleichterung müssen die Steuerformulare sorgfältig ausgefüllt werden", mahnt Klocke. Denn das Finanzamt wird überprüfen, ob die Angaben plausibel sind und Stichproben durchführen.

Bei neuen Sachverhalten oder starken Änderungen im Vergleich zum Vorjahr kann es sich allerdings lohnen, Belege mit der Steuererklärung ans Finanzamt zu übersenden. Wird beispielsweise erstmals ein häusliches Arbeitszimmer geltend gemacht, eine doppelte Haushaltsführung begründet oder erstmals eine Behinderung geltend gemacht, können die entsprechenden Belege dafür direkt beigefügt werden. So lassen sich gegebenenfalls Nachfragen des Finanzamtes vermeiden und das spart Zeit.

First come, first serve

Auch in diesem Jahr starten die Finanzämter im März mit der Bearbeitung der Steuererklärung für das Vorjahr. Denn Arbeitgeber, Versicherungen und andere Einrichtungen hatten noch bis Ende Februar Zeit, ihre Daten für das Jahr 2017 elektronisch an die Finanzämter zu übermitteln. "Grundsätzlich werden die Steuererklärungen in der Reihenfolge ihres Eingangs abgearbeitet", so Klocke. Wer früher abgibt, erhält auch dementsprechend früher seinen Bescheid.

Für jene, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, gelten folgende Fristen: 

  • zur Einkommensteuer - einschließlich der Erklärungen zur gesonderten sowie zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Grundlagen für die Einkommensbesteuerung sowie zur gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags,
  • zur Körperschaftsteuer - einschließlich der Erklärungen zu gesonderten Feststellungen von Besteuerungsgrundlagen, die in Zusammenhang mit der Körperschaftsteuerveranlagung durchzuführen sind, sowie für die Zerlegung der Körperschaftsteuer,
  • zur Gewerbesteuer - einschließlich der Erklärungen zur gesonderten Feststellung des vortragsfähigen Gewerbeverlustes und zur gesonderten Feststellung des Zuwendungsvortrags sowie für die Zerlegung des Steuermessbetrags,
  • zur Umsatzsteuer sowie
  • zur gesonderten oder zur gesonderten und einheitlichen Feststellung nach Paragraf 18 des Außensteuergesetzes

bis zum 31. Mai 2018 abzugeben.

Sofern die entsprechenden Steuererklärungen durch Personen, Gesellschaften, Verbände, Vereinigungen, Behörden oder Körperschaften angefertigt werden, verändert sich diese Frist bis zum 31. Dezember 2018.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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