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Es wird stürmisch Das gilt für Schäden durch Wind und Wetter

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Sturmschäden am Haus sind in der Regel von der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgedeckt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wenn es stürmt und stark regnet, können Schäden am Haus entstehen. Damit der Versicherungsschutz in diesem Fall greift, müssen Verbraucher einigen Pflichten nachkommen.

Nach den Schneemassen in Süddeutschland und Österreich steht nun das Sturmtief "Benjamin" in den Startlöchern. Hausbesitzer sollten Schäden durch Starkregen, Sturm, Schnee oder Hagel an der Immobilie mit Fotos dokumentieren und schnell dem Versicherer melden.

Dies müssen sie erledigen, bevor die Handwerker kommen, um die Schäden zu beseitigen und zu reparieren. Denn die Versicherung muss die Möglichkeit haben, den Schaden selbst zu begutachten, teilt die Rechtsanwaltskammer Koblenz mit.

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Manchmal ist aber Eile geboten: Denn Versicherte haben auch die Pflicht, vorhandene Schäden möglichst gering zu halten. Damit diese keine weiteren Schäden nach sich ziehen, müssen Versicherte sie schnellstmöglich beheben - also beispielsweise Fenster provisorisch abdichten oder überflutete Räume leerpumpen lassen. Damit sich der Versicherer nicht weigert, den Schaden zu regulieren, sollten Betroffene ihre Dokumentationspflicht nicht vergessen. Auch in dringenden Fällen gilt somit: die Schäden am besten vorher fotografieren.

Sturmschäden am Haus sind in der Regel von der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Der Versicherte muss aber belegen können, dass der Sturm für den Schaden verantwortlich ist und mindestens Windstärke acht hatte. Das sind Winde mit rund 63 km/h. Als Beleg können zum Beispiel Medienberichte dienen, erklärt der Bund der Versicherten (BdV).

Für abgedeckte Dächer, zerstörte Schornsteine oder Schäden am Haus durch umgefallene Bäume kommt in der Regel die Gebäudeversicherung auf. Sie zahlt auch für Folgeschäden, zum Beispiel wenn durch das vom Sturm beschädigte Dach oder kaputte Fenster Regen eindringt. Allerdings gilt das nur für Schäden unmittelbar am Haus.

Für Mobiliar und andere bewegliche Gegenstände ist dagegen die Hausratversicherung zuständig - sie springt ein, wenn der Sturm zum Beispiel das Dach abgedeckt hat und die Möbel nass und unbrauchbar geworden sind.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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