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Tomatenwürzmus im Test Dieser Ketchup schmeckt am besten

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Am leckersten schmeckt ein Bio-Ketchup.

(Foto: imago/MITO)

Egal, ob auf Wurst, Pommes, Hamburger oder einfach aufs Brot - Ketchup gehört für viele einfach zu einem genussvollen Leben dazu. Kritische Verbraucher verschmähen die rote Soße allerdings als Industriepampe. Meist zu Unrecht, wie die Stiftung Warentest feststellt.

Fast 300 Millionen Kilogramm Ketchup pro Jahr verzehren die Deutschen. Meist landet das Tomatenwürzmus auf der Bratwurst oder den Pommes frites, beim einen oder anderen auch einfach so auf Spaghetti oder Stulle - oder es wird sogar pur vom Finger geschleckt. Und dennoch gibt es auch Vorbehalte gegen die rote Zutat. Nicht zuletzt der hohe Zuckeranteil in manchen Produkten und unnötige Konservierungsstoffe lassen manchen Schlemmer lieber verzichten.

Dabei braucht es für einen guten Tomatenketchup gar nicht viel. Nämlich neben Tomatenmark noch Zucker, Essig und je nach Rezeptur verschiedene Gewürze. Ganz ohne Zucker geht es allerdings nicht, denn die Tomate an sich enthält schon von Natur aus ein paar Gramm davon. Kritiker sollten zudem beachten, dass Ketchup in aller Regel nur in kleinen Mengen verspeist wird, so dass zumindest dieser Vorwurf entschärft werden kann. Denn gezuckerte Getränke und fettiges Essen tragen deutlich mehr zum Zucker- und Kalorien­konto bei als Ketchup.

Meist gute Qualität ohne Keime und Glutamat

Doch abgesehen davon, was taugt die rote Soße sonst so? Die Stiftung Warentest wollte es genau wissen und hat 19 Produkte aus der Flasche untersucht. Erfreuliches Ergebnis: 14 von 19 Produkten sind "gut", 5 immerhin "befriedigend". Dabei konnten vor allem die Ketchups von Bioanbietern und deutschen Lebensmittelherstellern überzeugen. Allen voran der "Tomaten Ketchup" von Alnatura ("gut", 1,6, 0,36 Euro pro 100 Gramm). Auch "gut" ist beispielsweise der "Werder Feinkost Tomaten Ketchup" (2,0, 0,34 Euro pro 100 Gramm).

Auch die Eigenmarken des Handels oder die Ware vom Discounter sind "gut" (unter anderem der "Ja Rewe Tomaten Ketchup" von Rewe oder "Kania Tomaten Ketchup" von Lidl (beide 2,0, 0,16 Euro pro 100 Gramm). Sie alle lassen die vier geprüften Produkte des US-amerikanischen Konzerns Kraft Heinz hinter sich. Drei von denen schneiden nur befriedigend ab, unter anderem, weil sie dominant essigsäuerlich schmecken. Zwei der Heinz-Produkte enthalten außerdem den geringsten Anteil an Tomaten.

"Kinderketchup braucht kein Kind", sagt Sara Waldau von der Stiftung Warentest. Kinder können getrost den Ketchup essen, der der ganzen Familie schmeckt. Der Tomaten­anteil der Probanden reichte im Test von nur 149 Gramm pro 100 Milliliter Ketchup bis zu stattlichen 272 Gramm.

Hinweise, dass Hersteller unreife Früchte oder Glutamat einsetzen, fanden die Tester indes nicht. Pestizide wiesen sie in Bioprodukten gar nicht nach, in den meisten anderen nur in Spuren. Keime oder gentechnisch veränderte Bestandteile waren glücklicherweise auch kein Problem.

Quelle: n-tv.de, awi

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