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Familienministerin Giffey (SPD) wünscht sich, dass Familien künftig Leistungen direkt über das Portal beantragen können
Familienministerin Giffey (SPD) wünscht sich, dass Familien künftig Leistungen direkt über das Portal beantragen können(Foto: dpa)
Mittwoch, 04. Juli 2018

Hilfe im Behördendschungel: Familien sollen schneller an ihr Geld kommen

Mit der Unterstützung für Familien ist es oft so eine Sache: Verschiedene Ämter sind zuständig, die Anträge sind kompliziert, und viele Hilfsangebote sind nicht hinreichend bekannt. Das will die Familienministerin ändern: mit einem zentralen Web-Portal.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will Familien in Deutschland mit einem neuen Informationsportal im Internet eine bessere Übersicht zu Leistungen und Beratungsangeboten bieten. "Nur ein paar Klicks - und schon ist geklärt, wie lange Elterngeld fließt oder wer zum Beispiel in Sachen Unterhaltsvorschuss beraten kann", sagte die SPD-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Unter der Internetadresse familienportal.de erhalten Nutzer laut Giffey wichtige Informationen über steuerliche Entlastungen für Familien, über Antragsverfahren und gesetzliche Regelungen. Auch Hinweise zu Leistungen anderer Ministerien, zum Beispiel Ausbildungsförderung, Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe, finden sich auf der Seite.

Das neue Angebot liefert daneben auch Hinweise zu Ansprechpartnern vor Ort: Durch Eingabe ihrer Postleitzahl finden Familien die Ämter und Beratungsstellen in ihrer Nähe, bei denen sie Leistungen beantragen können oder weitere Unterstützungsangebote bekommen.

Portal soll weiter ausgebaut werden

Die Online-Services des Familienministeriums wie der Elterngeldrechner, das "Infotool Familienleistungen" oder der Kinderzuschlags-Check sowie Formulare zur Beantragung von Leistungen sind ebenfalls direkt über das Familienportal abrufbar.

Giffey will künftig nicht nur die Formulare zum Download anbieten, sondern gleich online bearbeitbar machen. "Dann werden Familien über das Portal nicht nur alle Informationen bekommen, die sie brauchen, sondern ihre Familienleistungen auch direkt beantragen können".

Quelle: n-tv.de