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Eine hohe Qualifikation im Beruf macht sich auch bei Gehaltserhöhungen bemerkbar.
Eine hohe Qualifikation im Beruf macht sich auch bei Gehaltserhöhungen bemerkbar.(Foto: imago/RelaXimages)
Dienstag, 06. Februar 2018

Lohnvergleich für Angestellte: In diesen Branchen gibt's am meisten Geld

Je besser die Qualifikation, desto höher das Einkommen? Stimmt meistens. Aber es macht mitunter auch einen großen Unterschied, in welcher Branche gearbeitet wird, wie eine aktuelle Untersuchung erneut bestätigt.

Wie hoch der Verdienst ausfällt, ist nicht nur vom Beruf, der Qualifikation oder dem Bundesland, in dem man seine Brötchen verdient, abhängig, sondern auch von der Branche, in der Arbeitnehmer tätig sind.  

Dies zeigt eine Untersuchung der Vergütungsanalysten von Compensation Partner, welche 143.000 Gehaltsdatensätze aus 17 branchenübergreifenden Berufen, die in 60 Bereichen vertreten sind, ausgewertet haben.

Darstellung: Compensation Partner
Darstellung: Compensation Partner

Demnach ist aus finanzieller Sicht eine Beschäftigung in der Sparte Maschinenbau besonders vorteilhaft. Hier verdienen Angestellte circa 27 Prozent mehr im Vergleich zum Durchschnitt. Diese Branche ist durch die Autoindustrie besonders kapitalstark, daher sind die Gehälter hier überdurchschnittlich hoch

Aber auch im Bereich Software (+24,1 Prozent) und Halbleiter (+23,3) lassen sich Arbeitgeber die Dienste ihrer Mitarbeiter etwas mehr kosten. Spezialisten für Investitionsgüter und Experten aus der Biotechnologie dürfen sich über rund 22 Prozent mehr Einkommen im Vergleich zum Bruttodurchschnittslohn von 44.000 Euro freuen.

Zu den Branchen, in denen sich die Gehälter kaum unter beziehungsweise über dem Durchschnitt bewegen, zählen die Lebensmittelindustrie, der Immobiliensektor und der Bereich Werbung und PR. Die Gehälter liegen zwischen +0,18 und -0,5 Prozent im marktüblichen Durchschnitt. Ein Branchenwechsel in diesem Mittelfeld lohnt sich finanziell nur bei einem Karrieresprung, dem Wechsel in ein größeres Unternehmen oder einer persönlichen Präferenz.

Deutlich weniger Gehalt als in anderen Branchen bekommen Beschäftigte in der Dienstleistungsbranche und in Krankenhäusern (-16,8 Prozent). Auch Beschäftigte in Call Centern (-34,18), Zeitarbeitsfirmen (-21,90) und in der Hotel- und Gaststättenbranche (-15,9) beziehen nur ein unterdurchschnittliches Einkommen.

Ein Wechsel von einer kapitalschwachen in eine kapitalstarke Branche kann sich deshalb sehr positiv auf das Gehalt auswirken und in Ausnahmen fast zu einer Verdopplung des Einkommens führen, wie Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner, erklärt. Beispielhaft hierfür nennt er eine Sekretärin, die in einem Call Center beschäftigt ist und ein Gehalt von 19.700 Euro bezieht. Durch einen möglichen Branchenwechsel in ein Softwareunternehmen würde die Beschäftigte bei gleichbleibender Tätigkeit allerdings 37.200 Euro erhalten. 

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Quelle: n-tv.de