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Immobilienkauf mindert Steuer Künftige Vermieter können Kaufpreis absetzen

Sorgen, dass der Erwerber eine Kündigung ausspricht, muss sich der Mieter zunächst nicht machen.

Künftige Vermieter sollten bereits beim Erwerb der Immobilie die Aufteilung festlegen, welcher Anteil des Preises auf das Gebäude und welcher auf den Boden entfällt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Viele Eigentümer verdienen mit der eigenen Immobilie Geld, indem sie vermieten. Das Finanzamt kassiert fast immer mit. Vermieter können viele Ausgaben für die Immobilie aber von der Steuer absetzen. Außerdem gibt es steuerliche Freigrenzen.

Wer eine Immobilie kaufen und dann vermieten will, kann unter Umständen von steuerlichen Vorteilen profitieren: Denn Vermieter können die Kosten für die Anschaffung einer Immobilie steuermindernd geltend machen.

Allerdings können sie nicht den gesamten Kaufpreis absetzen. "Nur die Anschaffungskosten, die auf Haus oder Wohnung entfallen, dürfen bei der Einkommensteuer abgeschrieben werden", sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Wer die Kosten absetzen will, muss den Kaufpreis aufteilen: in Kosten für den Grund und Boden einerseits und für das Gebäude andererseits.

Künftige Vermieter sollten also bereits beim Erwerb der Immobilie die Aufteilung festlegen - also in den Kaufvertrag reinschreiben, welcher Anteil des Preises auf das Gebäude und welcher auf den Boden entfällt. "Dabei muss das Finanzamt grundsätzlich das anerkennen, was die Parteien im Kaufvertrag festgelegt haben", sagt Klocke.

Was das Finanzamt akzeptiert

Fehlt aber eine Aufteilung im Kaufvertrag oder bestehen Bedenken, dass die Parteien sie objektiv vorgenommen haben, greift das Finanzamt auf eine vom Bundesfinanzministerium veröffentlichte Rechenhilfe zurück. Diese sogenannte Kaufpreisaufteilung wurde im Mai 2019 vom Ministerium aktualisiert und steht online auf der Internetseite des Bundesministeriums zur Verfügung.

Dort können künftige Vermieter bereits vor Abschluss des Kaufvertrages ermitteln, welche Aufteilung der Fiskus akzeptieren wird. Weicht die vereinbarte Aufteilung nicht über Gebühr von der Kaufpreisaufteilung ab, wird das Finanzamt die Werte anerkennen - die Gebäudeabschreibung erfolgt dann auf Basis der Kaufvertragsangaben.

Wer Einkünfte erzielt, zahlt Steuern oder muss zumindest eine Steuererklärung abgeben. Das gilt auch für private Vermieter, unabhängig davon, ob sie Wohnungen vermieten oder dort regelmäßig Gäste unterbringen. Einnahmen und Ausgaben aus Vermietung und Verpachtung werden in das Formular Anlage V der Steuererklärung eingetragen. Für jede Immobilie ist ein eigenes Formular auszufüllen.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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