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In den vergangenen vier Jahren ist die durchschnittliche Größe einer Wohnung zwar gewachsen, die Wohnfläche je Person aber gleichzeitig zurückgegangen.
In den vergangenen vier Jahren ist die durchschnittliche Größe einer Wohnung zwar gewachsen, die Wohnfläche je Person aber gleichzeitig zurückgegangen.(Foto: dpa)
Freitag, 23. Dezember 2016

So lebt Deutschland: Mehr Wohnungen, höhere Mieten

Durchschnittlich stehen jedem Einwohner 44,5 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung. Die Mietbelastungsquote sinkt zumindest statistisch leicht. Dies und anderes Erhellendes zum Wohnungsmarkt gibt es hier.

In Deutschland ist die Zahl der Wohnungen 2014 auf 41 Millionen leicht angestiegen. Dies seien 570.000 Wohnungen oder 1,4 Prozent mehr als 2010, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. 36,1 Millionen der Wohnungen in deutschen Wohngebäuden waren bewohnt und 3,1 Millionen unbewohnt. Das entspricht einer Leerstandquote von 7,9 Prozent. Seit 2010 hat sich die Leerstandquote um 0,5 Prozentpunkte verringert.

Fast die Hälfte der Wohnungen (45,5 Prozent) wurden im Jahr 2014 von den Eigentümern selbst bewohnt. Eine Eigentümerwohnung hatte nach den Angaben im Schnitt 2,4 Bewohner, eine Mietwohnung nur 1,8.

Bei einer mittleren Wohnungsfläche von 92,9 Quadratmetern standen jedem Einwohner in Deutschland durchschnittlich 44,5 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung. Insgesamt waren die Wohnungen im früheren Bundesgebiet mit 96,4 Quadratmetern größer als in den neuen Ländern (79,9 Quadratmeter). Im Jahr 2010 hatte die mittlere Wohnungsfläche nach den Angaben 92,1 Quadratmeter und je Einwohner 45,1 Quadratmeter betragen. Somit ist in den vergangenen vier Jahren die durchschnittliche Größe einer Wohnung zwar gewachsen, die Wohnfläche je Person aber gleichzeitig zurückgegangen.

Die monatliche Bruttokaltmiete für eine deutsche Mietwohnung betrug im Jahr 2014 laut der Behörde im Durchschnitt 473 Euro. Im Jahr 2010 hatte sie im Mittel bei 441 Euro gelegen, 32 Euro beziehungsweise 7,3 Prozent weniger als 2014. Die Bruttokaltmiete je Quadratmeter hatte 2010 im Schnitt bei 6,37 Euro gelegen, das waren 0,35 Euro beziehungsweise 5,5 Prozent weniger als 2014.

Die Mietbelastungsquote - das ist der Anteil der Bruttokaltmiete am verfügbaren Haushaltseinkommen - betrug im Jahr 2014 durchschnittlich 27,2 Prozent. Das waren 0,7 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2010. Einige Haushalte waren jedoch zum Teil deutlich höher belastet, teilte das Statistische Bundesamt mit. So habe jeder dritte Rentnerhaushalt 35 Prozent seines Nettoeinkommens oder mehr für die Bruttokaltmiete ausgegeben.

Die regenerativen Energien spielten bei der Beheizung 2014 nur eine untergeordnete Rolle: Nur 5,3 Prozent aller Wohnungen wurden überwiegend mit regenerativen Energien beheizt - bei der Mehrheit kamen dagegen Fernwärme und konventionelle Energieträger wie Heizöl oder Erdgas zum Einsatz. Allerdings gewinnen regenerative Energien als zusätzlich eingesetzte Energiearten an Bedeutung. In den 18,1 Prozent aller Wohnungen, in denen es 2014 mehr als eine Form der Beheizung gab, machten regenerative Energien 80 Prozent aller zusätzlich verwendeten Energiearten aus.

Quelle: n-tv.de