Technik

Fritzbox und andere Alternativen Ab August gilt freie Routerwahl

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Eine Fritzbox ist eine gute Wahl, es gibt aber auch gleichwertige Alternativen.

(Foto: AVM)

Endlich: Ab dem 1. August kann jeder Nutzer selbst entscheiden, welchen Router er zu seinem Internetanschluss haben möchte - der Anbieter muss ihm die Zugangsdaten geben. Was ist beim Kauf zu beachten und welche Geräte sind empfehlenswert?

Wenn der Provider dies so wollte, mussten Kunden bisher seine Router akzeptieren, ohne die Möglichkeit zu haben, ein eigenes Gerät für die Einwahl ins Internet zu bestimmen. Damit ist jetzt Schluss, ab dem 1. August gilt in Deutschland die freie Routerwahl, wie es der Bundestag im vergangenen November beschlossen hat. Die Provider müssen bis zu diesem Termin die Zugangs-Spezifikationen veröffentlichen, damit Geräte-Hersteller sie umsetzen können. Viele DSL-Anbieter haben den Routerzwang schon abgeschafft, bis zum letzten Moment klammern sich vor allen die Kabelnetz-Betreiber und Anbieter von Glasfaseranschlüssen an die bisherige Regelung.

Infos vom Fritzbox-Hersteller

Alle Router-Hersteller scharren schon ungeduldig mit den Füßen, vor allem Fritzbox-Hersteller AVM darf als Marktführer in Privathaushalten auf ein kräftiges Plus hoffen. Das Berliner Unternehmen hat daher eine Info-Seite online gestellt, auf der die häufigsten Fragen zur freien Routerwahl beantwortet werden. Natürlich macht der Hersteller damit Werbung für seine Fritzboxen, aber die meisten Informationen sind allgemeingültig.

Was muss der Router können?

Für Kabel-Kunden ist das Angebot noch mehr als überschaubar, weil bisher kein Anbieter alternative Geräte gestattet. Hier führt wahrscheinlich zu Beginn der Routerfreiheit an einer Fritzbox 7490 Cable kaum ein Weg vorbei, sie ist aber bisher noch nicht im freien Handel erhältlich ist. Ansonsten gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Neben AVM gibt es noch einige andere Hersteller, die Router in Deutschland anbieten.

Für Käufer ist es vor allem wichtig, festzustellen, welche Anforderungen das Gerät erfüllen soll. Soll die Bedienung einfach sein? Wie viele Geräte müssen versorgt werden? Passt die Geschwindigkeit zum Anschluss? Soll der Router auch Telefonfunktionen bieten? Benötigt man eine Kindersicherung und sollen Gastzugänge eingerichtet werden können? Welche Reichweite soll das WLAN des Geräts mindestens haben? Soll der Router Cloud-Funktionen haben?

Fritzbox vorne, aber nicht immer

Auch wenn man weiß, was man möchte und so die in Frage kommenden Geräte eingegrenzt hat, ist die Auswahl immer noch recht groß. Wer nicht unbedingt das neueste Modell benötigt, findet bei der Stiftung Warentest Rat, die vor zwei Jahren Router getestet hat, die auch heute noch nicht zum alten Eisen gehören. Bei den VDSL-Geräten lag hier die Fritzbox 7490 (200 Euro) vorne, kaum schlechter wurde der günstigere Speedport W 724V (115 Euro) der Telekom bewertet. In der ADSL-Klasse machte die Fritzbox 7272 (145 Euro) das Rennen, Platz 2 belegte der Netgear D6300B (140 Euro).

Einen aktuelleren Test bietet das "PC Magazin". Den 5. Platz sicherte sich hier der "gute" und günstige TP-Link Archer VR900v (155 Euro), der vor allem durch eine starke Funkleistung überzeugte. "Sehr gut" ist bereits der viertplatzierte Asus RT-AC68U (150 Euro), der noch etwas mehr zu bieten hat, beispielsweise AirCloud, über das Smartphones und Tablets auf angeschlossene Festplatten zugreifen können. Deutlich teurer, aber noch stärker ausgestattet ist der Netgear Nighthawk X6 (R8000) (260 Euro). Beim "PC Magazin" landete die Fritzbox 7490 auf dem zweiten Platz, den Testsieg sicherte sich der Asus RT-AC88U (350 Euro) mit schnellen Transferraten, komfortablen Monitoring-Funktionen und vielen praktischen Extras.

Quelle: ntv.de, kwe

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