Technik

Nachfrage bricht ein Apple kappt offenbar Produktion des iPhone SE

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Das iPhone SE verkauft sich vermutlich schlechter als Apple es erwartet hat.

(Foto: Apple)

Einem Bericht nach ist Apple wegen des Ukraine-Krieges und einer drohenden Inflation gezwungen, die Produktion des neuen iPhone SE drastisch zu kürzen, auch von den Airpods sollen etliche Millionen weniger vom Band laufen. Weniger deutlich fällt die Kürzung beim iPhone 13 aus.

Erst Anfang März hat Apple die dritte Generation des iPhone SE auf den Markt gebracht, dem Branchen-Informationsdienst "Digitimes" nach sollten in diesem Jahr bis zu 30 Millionen Stück verkauft werden. Doch die hohen Erwartungen wird das Gerät wohl nicht erfüllen können. "Nikkei Asia" schreibt, Apple müsse die Produktion des günstigsten iPhone alleine für das kommende Quartal um 2 bis 3 Millionen Stück kürzen. Das Wirtschaftsmagazin bezieht sich dabei auf vier verschiedene Informanten.

iPhone 13 läuft besser

Apples Maßnahmen seien ein erstes Zeichen dafür, dass der Ukraine-Krieg und eine drohende Inflation die Nachfrage nach Unterhaltungselektronik allgemein zu dämpfen beginne, so "Nikkei Asia". Allerdings sind die aktuellen 13er-Modelle deutlich weniger stark betroffen als das SE. Apple soll zwar auch dessen Produktion "um ein paar Millionen Stück" gekürzt haben, was aber angeblich nur eine Anpassung an die saisonale Nachfrage ist.

Dass das SE schlechter läuft, als das iPhone 13 könnte auch daran liegen, dass Apple es bei der Wiederverwendung alter Komponenten etwas übertrieben hat. So hat das Gerät zwar den neuen, 5G-fähigen A15-Chip unter der Haube, ansonsten hat sich zum Vorgänger mit Gehäuse und LCD des fast fünf Jahre alten iPhone 8 praktisch nichts geändert.

Zehn Millionen weniger Airpods

Apple hat auch bei den Airpods den Rotstift angesetzt. Den Quellen zufolge hat der Konzern für das gesamte Jahr zehn Millionen Ohrhörer weniger bestellt. Apple erwarte eine schwache Nachfrage und wolle die Lagerbestände reduzieren, heißt es.

Anfang des Monats hatte Apple wegen des Angriffs auf die Ukraine alle Verkäufe in Russland gestoppt. Bei den Verkäufen belegte Apple 2021 aber Counterpoint zufolge mit 13 Prozent den dritten Platz, die größeren Marktanteile hatten Samsung und Xiaomi mit 30 beziehungsweise 23 Prozent.

Russen hamstern Unterhaltungselektronik

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Nach der Ankündigung deckten sich viele Russen noch mit westlicher Unterhaltungselektronik ein. Reuters berichtete mit Bezug auf die russische Promsvyazbank, die Ausgaben dafür seien in der ersten Februarwoche um 40 Prozent höher als im Februar-Durchschnitt gewesen.

Wie Apple werden vermutlich weitere Smartphone-Hersteller ihre Produktionen bremsen. Sie alle hätten zu hohe Lagerbestände, was Korrekturen erfordere, sagte ein Counterpoint-Analyst "Nikkei Asia". Die Nachfrage in China sei ziemlich schwach und der Ukraine-Krieg werde wahrscheinlich Auswirkungen auf den gesamten europäischen Markt und die Nachfrage dort haben.

Quelle: ntv.de, kwe

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