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Microsoft muss korrigieren Datenschutz-Panne bei Windows-10-Update

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Beim Herbst-Update von Windows 10 ist Microsoft ein kleiner, aber peinlicher Fehler unterlaufen.

(Foto: kwe)

Microsoft stoppt das Herbst-Update von Windows 10, ohne zu erklären, warum. Jetzt läuft es wieder und das Unternehmen muss einen kleinen, aber peinlichen Fehler eingestehen.

Am vergangenen Wochenende stellte Microsoft ohne Vorankündigung und Begründung die Verteilung des großen Herbst-Updates von Windows 10 ein. Auch über das Medienerstellungstool war nur noch der Komplett-Download der Vorgänger-Build möglich. Die Neuerungen von Version 1511 würden künftig über die normale Windows-Update-Routine verteilt, teilte das Unternehmen dem Tech-Blog "ZDNet" mit. Weil es nur diese schwammige Erklärung gab, wurde spekuliert, die Software habe einen gravierenden Fehler. Doch jetzt hat Microsoft das November-Update wieder freigegeben und erklärt, was tatsächlich passiert ist.

Bei einer "sehr kleinen Zahl" von Nutzern, sei es vorgekommen, dass "versehentlich" einige ihrer vorgenommenen Datenschutzeinstellungen beim Update nicht übernommen wurden, heißt es auf einer englischsprachigen Support-Seite. Dort zählt Microsoft auch die Funktionen auf, die durch den Fehler auf die Grundeinstellungen zurückgesetzt wurden: Eine ausgeschaltete Werbe-ID wurde wieder aktiviert und deren App-übergreifende Verwendung gestattet. Anwendungen, denen die Aktualisierung im Hintergrund untersagt wurde, konnten wieder Daten laden. Deaktivierte SmartScreen-Filter schickten zur Überprüfung von Windows-Store-Apps wieder Daten an Microsoft und Einstellungen wurden wieder geräteübergreifend synchronisiert.

Update beseitigt Update-Fehler

Nutzer, die Windows 10 Version 1511 schon installiert haben, können in den Einstellungen unter Allgemein, Hintergrund-Apps und Weitere Geräte überprüfen, ob ihre Änderungen zurückgesetzt wurden. Betroffene Systeme erhalten laut Microsoft aber auch ein kumulatives Update, das den Fehler korrigieren soll.

Im Prinzip war das Problem, das das Herbst-Update vorübergehend stoppte, nur ein Problemchen, das Microsoft eigentlich sofort hätte eingestehen können. "ZDNet"vermutet, das Unternehmen habe den Fehler als sehr sensibel eingestuft, weil es wegen der Datenschutzeinstellungen in Windows 10 bereits heftig kritisiert wurde und die Situation auch juristisch heikel sei. Ein offenerer Umgang mit dem Update-Problem wäre aber wahrscheinlich geschickter gewesen.

Quelle: n-tv.de, kwe

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