Technik

Gratis fast so gut wie bezahlt Die besten Virenwächter für Windows 7

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Viren-Code kann für Antivirus-Programme wie ein Fingerabdruck sein.

(Foto: Panda Security)

AV-Test testet 21 Antivirus-Programme für Windows 7. Es gibt einen eindeutigen Sieger, aber auch ein kostenloser Virenwächter schlägt sich im Test hervorragend.

Nach Zahlen von "Netmarketshare" ist Windows 7 mit fast 60 Prozent Marktanteil weltweit nach wie vor das mit Abstand am häufigsten genutzte PC-Betriebssystem. Auch in Deutschland war es trotz des wachsenden Erfolgs von Windows 10 laut "StatCounter" Mitte August noch auf mehr als 45 Prozent der Desktop-Rechner installiert.

Wie Windows-7-Computer am besten vor Viren, Würmern und Trojanern geschützt werden, hat AV-Test im Juli und August ermittelt. Das unabhängige Institut hat dafür 21 Programme in seinen Laboren auf Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit getestet.

Nur ein Wächter räumte voll ab

Die volle Punktzahl von 18 Punkten erreichte dabei nur Bitdefender Internet Security. Die Software erkannte 98 Prozent aller Zero-Day-Angriffe, ließ keine einzige bekannte Malware durch, bremste das System überhaupt nicht aus und leistete sich nur einen Fehlalarm.

Fast ebenso gut schnitten mit 17,5 Punkten McAfee Internet Security und Kaspersky Internet Security ab. McAfee erreichte im Geschwindigkeitstest nur 5,5 Punkte, Kaspersky bei der Schutzwirkung.

Empfehlenswert sind die mit 17 Punkten bewerteten Avira Antivirus Pro und F-Secure Internet Security. Beide Programme bieten eine hervorragende Schutzwirkung, sie leisten sich lediglich kleinere Schwächen bei Geschwindigkeit und Benutzbarkeit.

Gratis-Programm schützt hervorragend

Ebenso gut schnitt auch das kostenlose Panda Security Free Antivirus ab. Bei der Schutzwirkung erzielte es die gleichen Resultate wie der Testsieger und erlaubte sich keinen einzigen Fehlalarm. Mit zwei Sekunden System-Verzögerung reichte es in der Disziplin "Geschwindigkeit" aber nur zu 5 Punkten.

AV-Test hebt in seiner Pressemitteilung Microsofts Gratis-Bordmittel Security Essentials hervor. Das Programm verbesserte sich von 9,5 auf 14 Punkte erheblich. Probleme hat der Virenwächter aber nach wie vor, wenn Sicherheitslücken für einen Angriff genutzt werden, die noch nicht bekannt sind (Zero-Day-Attacken).

Wer sich für eine kostenpflichtige Lösung entscheidet, sollte nicht unbedingt direkt beim Hersteller einkaufen. Im Online-Handel sind Lizenzen meistens deutlich günstiger zu haben.

Quelle: ntv.de, kwe