Technik

Kein verfrühter Aprilscherz Dyson Zone ist irre Kopfhörer-Luftreiniger-Kombi

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Der Dyson Zone sieht aus wie ein Headset aus einem futuristischen Manga.

(Foto: Dyson)

Stadtmenschen, die unter Luftverschmutzung und Lärmbelästigung leiden, können sich bald den Dyson Zone aufsetzen. Bei dem Gadget, das wie ein Headset aus einem Science-Fiction-Manga aussieht, handelt es sich nämlich um eine Kombination aus ANC-Kopfhörer und Luftreiniger.

Nein, der Dyson Zone ist kein verfrühter Aprilscherz, das futuristisch aussehende Gerät soll im Herbst tatsächlich auf den Markt kommen und für den Hersteller der erste Schritt in die Wearable-Technologie sein. Je nachdem, wie man es sieht, ist es ein tragbarer Luftreiniger mit integriertem ANC-Kopfhörer oder umgekehrt. Ob der Dyson Zone ein Erfolg werden wird, ist vielleicht fraglich - die Technik, die in ihm steckt, ist jedenfalls erstaunlich.

Das Headset ist laut Pressemitteilung das Ergebnis von mehr als zehn Jahren Forschung und Entwicklung und soll zwei große Umweltprobleme lindern, unter denen vor allem Großstädter leiden: Luftverschmutzung und Lärmbelastung.

Neu ist dabei für Dyson vor allem der Kopfhörer, Luftreiniger gehören schon länger zum Portfolio des Herstellers, der mit dem ersten beutellosen Staubsauger 1983 den Grundstein zum Weltkonzern setzte. Allerdings musste Dyson für den Zone die bewährte Technologie enorm schrumpfen.

Vom Rucksack zum Kopfhörer

Der ursprüngliche Prototyp hatte noch ein schnorchelähnliches Mundstück, von dem ein Schlauch zu einem Rucksack mit Luftreiniger führte. Ein weiterer von mehr als 500 Vorläufern des Zone hatte einen im Nacken platzierten Antrieb, was die Entwickler aber noch nicht zufriedenstellte.

Die Lösung war die Kombination mit einem Kopfhörer, in dessen Ohrmuscheln zwei Kompressoren untergebracht sind. Und statt eines Schlauchs im Mund haben Träger jetzt einen maskenartigen Bügel vorm Gesicht, der ihnen saubere Luft ohne Berührung zuführt. Form, Rücklaufkanäle und ein Netz in der Mitte des Bügels sollen sicherstellen, dass die gereinigte Luft auch bei Seitenwind effektiv zu Mund und Nase geführt wird.

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Die Test-Puppe im Einsatz.

(Foto: Dyson)

Die Mini-Kompressoren in den Ohrmuscheln saugen die Luft durch doppellagige, elektrostatische Filter an, die unter anderem Allergene, Bremsstaub oder Partikel aus der Industrieverbrennung und von Baustellen einfangen sollen. Eine mit Kalium angereicherte Kohlenstoff-Schicht soll schädliche Gase wie Stickstoffoxid oder Schwefeldioxid aufnehmen.

Um die Wirksamkeit zu überprüfen, setzten die Entwickler eine Atempuppe mit mechanischer Lunge und Messgeräten ein, die verschmutzte Luft in einer Kammer einatmete. Anschließend wurden die Werte in Nase und Rachen der Puppe gemessen.

Er soll exzellent klingen und bequem sein

Der Kopfhörer beherbergt nicht nur die Kompressoren, sondern soll neben einer effektiven aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) auch einen exzellenten Klang bieten. "Ein breiter Frequenzgang, eine präzise Links-Rechts-Balance und Verzerrungen, die deutlich unter dem liegen, was das menschliche Ohr wahrnehmen kann, sorgen für eine originalgetreue Wiedergabe, wie sie von Musikern oder Komponisten vorgesehen ist", so die Pressemitteilung.

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Auch wenn er nicht so aussieht, soll die Luftreiniger-Kopfhörer-Kombination bequem zu tragen sein. Die Ingenieure orientierten sich dabei unter anderem an Form und Design eines Pferdesattels, um das Gewicht an den Seiten des Kopfes zu verteilen.

Der Dyson Zone soll im kommenden Herbst auf den Markt kommen. Preise für das Headset oder Austauschfilter hat der Hersteller noch nicht mitgeteilt.

Quelle: ntv.de, kwe

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