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Düstere Prognose Nur sehr wenige bekommen jetzt ein iPhone X

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Das iPhone X ist nicht leicht herzustellen.

(Foto: Apple)

Der bekannteste Apple-Analyst gibt seine Prognose zum Verkaufsstart des iPhone X ab. Wenn seine Zahlen stimmen, dürfen die meisten deutschen Käufer die Hoffnung aufgeben, noch in diesem Jahr ein Gerät zu erhalten. Immerhin sieht er einen Silberstreifen am Horizont.

Kein anderer Apple-Kenner ist mit seinen Prognosen so treffsicher wie Ming-Chi Kuo von KGI Securities. Umso kritischer dürfte seine jüngste Aussicht auf die Produktionszahlen des iPhone X für den Aktienkurs des Herstellers sein, der erst kürzlich kräftig Federn lassen musste, nachdem eine taiwanische Zeitung über schwache Absatzzahlen des iPhone 8 berichtete. Denn Kuo erwartet laut "MacRumors", dass Apple zum Verkaufsstart am 3. November nur 2 bis 3 Millionen Geräte auf Lager hat.

Bedenkt man, dass das iPhone X in 55 Ländern zu haben ist, kann man sich leicht ausrechnen, dass so die Nachfrage nicht mal annähernd befriedigt wird - der Analyst rechnet mit rund 50 Millionen Vorbestellungen. Und weil man davon ausgehen darf, dass das US-Unternehmen zunächst versucht, seine Landsleute zu bedienen, sehen die Chancen für Käufer in anderen Ländern noch schlechter aus.

Warten bis März?

Kuos Analyse nach wird sich an dieser Situation so schnell auch nichts ändern. Nachdem er Anfang Oktober die erwartete Prognose für das vierte Quartal dieses Jahres bereits auf 30 bis 35 Millionen produzierte iPhone X reduzierte, geht er jetzt nur noch davon aus, dass bis Weihnachten 25 bis 30 Millionen Geräte vom Band laufen. Doch Ming-Chi Kuo sieht einen Silberstreifen am Horizont: Die größten Fertigungsprobleme seien bald bewältigt und im ersten Quartal 2018 soll die Produktion deutlich anziehen. Vermutlich kann Apple also im Februar oder März die Nachfrage nach dem iPhone X befriedigen.

Schwierigkeiten bereitet den Herstellern laut Kuo nicht nur die 3D-Kamera für die neue Face ID. Die größte Hürde sei die flexible Leiterplatte für die Antenne des iPhone X gewesen, schreibt er. Ebenso habe der Hersteller der Leiterplatte für die Weitwinkel-Kamera die Komponente nicht in der geforderten Qualität in ausreichenden Stückzahlen liefern können. Die Doppelkamera des Geräts auf der Rückseite ist eine Kombination aus Weitwinkel- und Teleobjektiv, die im Gegensatz zu ähnlichen Ansätzen anderer Hersteller getrennte Leiterplatten haben.

Quelle: n-tv.de, kwe

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