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Vor allem Kinder betroffen 850.000 Malaria-Tote jährlich

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Ein fünfjähriges Kind liegt in einem Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi unter einem Moskitonetz.

(Foto: dpa)

Etwa 850.000 Menschen sterben nach Angaben der Vereinten Nationen jedes Jahr an Malaria. Die meisten der Opfer seien Kinder unter fünf Jahren, teilte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF in New York anlässlich des Weltmalariatags am Sonntag mit. Die Infektionskrankheit Malaria (schlechte Luft) wird von Mücken übertragen. Den Welt-Malaria-Tag rief die UN-Gesundheitsorganisation WHO im Jahr 2007 ins Leben.

"Es ist inakzeptabel, dass immer noch jedes Jahr 850.000 Menschen am Stich einer Mücke sterben", sagte UNICEF-Chefin Ann Veneman. Etwa 90 Prozent von ihnen kommen aus der Region südlich der Sahara. Die weltweite Malariabekämpfung funktioniere zwar, sagte Veneman, müsse aber ausgebaut werden. Das Fieber kann geheilt werden, in vielen afrikanischen Ländern sterben Erkrankte jedoch, weil sie nicht ausreichend medizinisch versorgt werden.

Deutschland ist drittgrößter Geber

Das Entwicklungsministerium teilte mit, Deutschland engagiere sich im Kampf gegen Malaria vor allem über den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM). Seit 2002 habe man mehr als 720 Millionen Euro in den Fonds eingezahlt. Damit sei Deutschland nach Frankreich und den USA der drittgrößte Geber.

Bis Dezember habe der Fonds 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) für die Malariakontrolle ausgegeben, vor allem um Medikamente zu beschaffen oder imprägnierte Bettnetze. Bis Ende 2009 seien 104 Millionen Moskitonetze verteilt worden.

Quelle: n-tv.de, dpa

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