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So groß wie ein Doppeldecker-Bus "Albert Einstein" verglüht in der Atmosphäre

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Im Juni 2013 startete die Ariane-5 Rakete mit dem Deutschen Raumfahrzeug ins All.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Raumtransporter "Albert Einstein" beendet seine Mission: Zuerst bringt er Instrumente, Lebensmittel und Sauerstoff zur ISS. Auf dem Rückweg nimmt er die Abfälle der Besatzung mit. Samt Müll verglüht das große Weltraumfahrzeug nun über dem Südpazifik.

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"Albert Einstein" war das bislang schwerste Raumfahrzeug, das mit einer Ariane-5 Rakete ins All gebracht wurde.

(Foto: dpa)

Der in Deutschland gebaute Raumtransporter "Albert Einstein" hat seine fünfmonatige Rekordmission erfolgreich abgeschlossen. Bei seinem kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ist er nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation Esa am Samstag um 13.04 Uhr (MEZ) wie geplant über einem unbewohnten Gebiet im Südpazifik verglüht, teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA mit. Der Raumfrachter "ATV-4" war mit rund sechs Tonnen Abfall aus der Internationalen Raumstation ISS beladen.

Das im Bremer Werk der EADS-Tochter Astrium gefertigte Automatische Transferfahrzeug (ATV) war am 5. Juni an Bord einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana abgehoben und hatte zehn Tage später an der ISS angedockt. Am 28. Oktober hatte sich der Transporter wieder von der Raumstation gelöst.

Mit einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen war "Albert Einstein" das schwerste Weltraumfahrzeug, das je von einer Ariane-Rakete ins All gebracht wurde. Auch seine knapp sieben Tonnen schwere Fracht setzte neue Maßstäbe. "Albert Einstein" lieferte Treibstoff, Trinkwasser, Sauerstoff, Ersatzteile, Material für wissenschaftliche Experimente sowie Lebensmittel und Kleidung für die sechsköpfige Besatzung der ISS. Unter anderem hatte "Albert Einstein" den Astronauten der ISS Material für Experimente gebracht, welche die Industrie bei der Herstellung von länger haltbaren Lebens- und Arzneimitteln unterstützen sollen. Auch eine Ersatzwasserpumpe für das europäische Columbus-Labor und ein neuer Wasseraufbereiter waren dabei.

Bei seiner Rückkehr zur Erde stellte der Frachter von der Größe eines Doppeldecker-Busses einen weiteren Rekord auf. Den Angaben zufolge transportierte er auf dem Rückweg so viel Abfall wie kein anderes ATV zuvor.

Die europäischen ATV-Transporter sind seit dem Ende des US-Shuttleprogramms vor zwei Jahren die größten Raumfrachter für die Lieferung von Material zur ISS. Die ESA hat einen Vertrag über fünf ATV-Missionen für Frachttransporte zu der Raumstation. Vor "Albert Einstein" waren bereits drei ATV zur ISS geflogen und auf dem Rückweg kontrolliert verglüht. Nach "Jules Verne" im Jahr 2008 folgten 2011 "Johannes Kepler" und 2012 "Edoardo Amaldi". Den fünften und letzten Flug soll der Transporter "Georges Lemaître" im Juni 2014 absolvieren. Er trägt den Namen des belgischen Physikers, der als Begründer der Urknalltheorie von der Entstehung des Weltraums gilt.

Quelle: ntv.de, AFP