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Dritter Deutscher fliegt zur ISS Alexander Gerst ist auf dem Weg ins All

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Noch einmal die Hand zum Gruß: Alexander Gerst vor dem Start.

(Foto: AP)

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist unterwegs ins All. Vom Weltraumbahnhof Baikonur starteten Gerst, der Russe Surajew und der US-Amerikaner Wiseman mit einer Sojus-Rakete. Ziel ist die Internationale Raumstation ISS, wo die drei Männer um 3:57 Uhr ankommen sollen.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist auf dem Weg in den Weltraum. Der 38-Jährige aus Baden-Württemberg hob am Abend an Bord einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Mit ihm fliegen der Russe Maxim Surajew und der US-Amerikaner Reid Wiseman zur Internationalen Raumstation ISS. Dort soll Gerst knapp ein halbes Jahr arbeiten. Das russische Staatsfernsehen übertrug den Beginn der Mission direkt.

Wenige Stunden vor dem Start des Deutschen Alexander Gerst ins All hatten Ingenieure des Weltraumbahnhofs Baikonur in Kasachstan wie vorgeschrieben erneut die Technik der Rakete geprüft. "Alles ist fertig, die Sojus ist bereit", sagte Frank De Winne von der europäischen Raumfahrtagentur Esa nach den Tests.

Das Wetter war mit etwa 30 Grad und leichter Bewölkung zum Start geeignet, meinte der 53-jährige Belgier. Er hatte als bisher einziger Esa-Astronaut 2009 das Kommando auf der Internationalen Raumstation ISS geführt.

Alle sind fit

Auch die Crew wurde noch einmal untersucht, sagte De Winne. Ärzte bescheinigten Gerst und seinen Kollegen Maxim Surajew aus Russland und Reid Wiseman aus den USA im Hotel "Kosmonaut" die Tauglichkeit für die rund 166 Tage lange Mission auf der Raumstation.

Zwei Stunden vor dem Start um 1.57 Uhr Ortszeit (21.57 Uhr MESZ) kletterten die Männer dann in die Sojus-Kapsel. Knapp sechs Stunden nach dem Start soll das Raumschiff der Esa zufolge um 3.47 Uhr MESZ an der ISS ankoppeln. Nach dem Abschluss des Andockmanövers ist für 5.30 Uhr MESZ das Öffnen der Luken und das Herüberschweben der Crew in die ISS geplant.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa