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Dienstag, 20. März 2012

Tag und Nacht sind genau gleich lang: Äquinoktium läutet Frühling ein

Nur zwei Mal im Jahr sind Tag und Nacht gleich lang, zu Beginn des astronomischen Frühlings und zu Beginn des astronomischen Herbstes. Wissenschaftler nennen dieses Ereignis "Äquinoktium": Tag-und-Nacht-Gleiche.

Eine Tempelruine auf Malta: Touristen warten hier am Tag des Äquinoktiums auf den Sonnenaufgang.
Eine Tempelruine auf Malta: Touristen warten hier am Tag des Äquinoktiums auf den Sonnenaufgang.(Foto: REUTERS)

Der Tipps für Wetterfühlige ist da - nun auch astronomischer Sicht. Nachdem die Meteorologen schon am ersten März die neue Jahreszeit begrüßt haben, ziehen die Astronomen nun nach: am 20. März ist Tag-und-Nacht-Gleiche. Der Fachbegriff hierfür leitet sich aus dem lateinischen Wort für "gleich", aequus, und dem lateinischen Wort für "Nacht", nox, ab. "Äquinoktium" nennen Wissenschaftler dieses Ereignis, das zwei Mal pro Jahr stattfindet; dann nämlich, wenn Tag und Nacht genau gleich lang sind. Einmal läutet das Ereignis den astronomischen Frühling ein, das andere Mal den astronomischen Herbst.

Das Frühlingsäquinoktium auf der Nordhalbkugel findet in diesem Jahrhundert abhängig vom Schaltjahr immer am 19., 20., oder 21. März statt. Das Herbstäquinoktium fällt in der nördlichen Hemisphäre in den nächsten 100 Jahren immer auf den 22. oder 23. September. Die Sonne steht zu diesem Zeitpunkt genau über dem Äquator.

Im Unterschied zum meteorologischen Frühlings- oder Herbstbeginn hängt der astronomische von mehreren Faktoren ab. Für die Meteorologen sind es jedoch gesetzte Termine, denn sie orientieren sich an den Kalendermonaten. Der Frühling beginnt immer mit dem März, der Sommer mit dem Juni, der Herbst am ersten September und der Winter am ersten Dezember.

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Quelle: n-tv.de