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Globale Veränderungen Arktis spielt Schlüsselrolle

Die Polkappen der Arktis und Antarktis spielen eine herausragende Rolle im weltweiten Klimageschehen. Globale Veränderungen wirken sich dort voraussichtlich früher und stärker aus als anderswo auf der Erde. Kalte und warme Meeresströmungen der Polargebiete beeinflussen das Klima und damit die Lebensbedingungen der Menschen. Die Ausdehnung des Meereises, das die Sonnenstrahlung reflektiert, hat entscheidenden Einfluss auf die Erwärmung der Erde mit weltweiten Folgen.

Seit den siebziger Jahren erforschen Wissenschaftler mit Flugzeugen, Unterseebooten, Eisbrechern, Satelliten und Meeresrobotern die Arktis. Viele Daten, die zum Verständnis des komplexen klimatischen Wandels wichtig sind, können aus den "Klimaarchiven" der Eiskappen und des Meeresbodens der Polargebiete gewonnen werden. Unter anderem liefern Eiskerne aus großer Tiefe Rückschlüsse über die Klimaverhältnisse vor Millionen von Jahren. Nach neueren Beobachtungen ist die Eisdecke der Arktis in den vergangenen 20 Jahren um rund zwei Meter dünner geworden.

Während die Antarktis, der von Schelfeis bedeckte Kontinent um den Südpol, nur von Wissenschaftlern besiedelt wird, leben in den Land- und Küstengebieten rings um den Nordpol tausende von Menschen. Bekannteste Einwohner der Arktis sind die Inuit (Eskimos) in Grönland, Kanada und Alaska, die asiatischen Aluten, die Indianer Nordamerikas und die europäischen Lappen oder Samen.

Die Arktis ist keine Eiswüste ohne Leben im Wasser oder auf dem Land. Im Frühling erwacht eine üppige Pflanzen-und Tierwelt, die sich an die extremen Kältebedingungen angepasst hat. Zu den Säugetieren zählen Eisbären, Polarfüchse, Wölfe, Vielfraße, Walrosse, Seehunde, Rentiere und Karibus, Moschusochsen, Lemminge, Schneehasen und mehrere Walarten.

Quelle: n-tv.de