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Kampf gegen Leukämie Biotechkonzern meldet Fortschritte

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Akute Leukämien können in wenigen Wochen zum Tod führen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Gute Nachrichten für Leukämie-Patienten: Der Konzern Morphosys veränderte deren Behandlung mit seinem Medikament MOR208. Die ersten Forschungsergebnisse sind vielversprechend.

Der Biotechkonzern Morphosys kommt in der Entwicklung eines Präparats zur Behandlung von Blutkrebs voran. Das Mittel MOR208 habe in einem Test mit schwer zu behandelnden Leukämie-Patienten die Erkrankung wirksam bekämpft, teilte Morphosys mit. Bei 29,6 Prozent der Patienten habe sich die Erkrankung aufgrund der Behandlung mit dem Antikörper zurückgebildet. Damit liege die Ansprechrate deutlich höher als das bisher veröffentlichte Ergebnis von 14,8 Prozent. Erste Daten hatte Morphosys im Dezember 2012 auf einem Mediziner-Kongress in den USA vorgestellt.

Die Partner hatten nach ersten Anzeichen der Wirksamkeit das Vorgehen geändert. So konnte bei Patienten, bei denen die Behandlung ansprach, die Dosierung erhöht werden. Der Test war eine Studie der Phase I/IIa - neue Medikamente müssen vor einer Zulassung erst drei Phasen der Erprobung am Menschen bestehen. Morphosys erwägt nun, eine zusätzliche Studie der Phase II aufzulegen, um die Wirksamkeit des Wirkstoffs in Kombination mit anderen Mitteln bei der Bekämpfung von Blutkrebs zu untersuchen.

Morphosys arbeitet seit etwas mehr als drei Jahren mit der auf Antikörper spezialisierten US-Firma Xencor bei der Entwicklung von MOR208 zusammen. Das TecDax-Unternehmen besitzt dabei die Exklusivlizenz auf die Substanz. Für die klinische Weiterentwicklung des Wirkstoffs ist Morphosys künftig allein verantwortlich.

Quelle: ntv.de, rts

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