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20 Prozent weniger Todesfälle CT senkt Sterberisiko bei Krebs

Ein Computertomograph kann viele Leben retten: Die regelmäßige Untersuchung von Raucherlungen mit dem Gerät kann das Risiko eines Todes durch Lungenkrebs um 20 Prozent senken - im Vergleich zu der Untersuchung mit herkömmlichen Röntgenstrahlen. Das belegt eine Langzeitstudie in den USA.

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die regelmäßige Untersuchung von Raucherlungen mit Computertomografie (CT) anstatt herkömmlicher Röntgentechnik kann einer neuen US-Langzeitstudie zufolge viele Leben retten. Das Risiko eines Todes durch Lungenkrebs sinke durch CT-Kontrollen um 20 Prozent im Vergleich zu Röntgenuntersuchungen, heißt es in einer Studie, die das amerikanische National Cancer Institute veröffentlichte.

Da Lungenkrebs zu den tödlichsten Krebsarten zähle, habe "eine Verringerung des Sterberisikos um nur 20 Prozent das Potenzial, eine beträchtliche Anzahl von Menschen vor den Verheerungen dieser Krankheit zu retten", sagte Institutsdirektor Harold Varmus.

Aus früheren Studien war bekannt, dass CT-Technik Lungentumore im Frühstadium besser aufspüren kann als Röntgenaufnahmen. Bislang stand aber noch ein wissenschaftlich fundierter Nachweis aus, dass sich dadurch das Sterberisiko tatsächlich senken lasse.

Nicht verhindern - nur entdecken

Für die Studie wurden mehr als 50.000 frühere oder gegenwärtige Raucher mit besonders hohem Zigarettenkonsum im Alter von 55 bis 74 Jahren über Jahre hinweg untersucht. Dabei wurde die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs jener Testgruppe, die mit CT untersucht worden war, mit jener Gruppe abgeglichen, die lediglich Röntgenuntersuchungen hinter sich hatte.

Das Ergebnis habe "beträchtliche Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheitsvorsorge, sagte Varmus. Das Ergebnis sei dadurch zu erklären, dass die CT-Untersuchungen die Lungentumore früher entdeckten und dadurch Operationen ermöglichten, die letztlich zu einer Heilung führten.

Varmus wies darauf hin, dass die CT-Untersuchungen die Krebserkrankungen nicht verhindern, sondern nur entdecken könnten. Schätzungen zufolge werden allein in diesem Jahr in den USA 157.000 Menschen an Lungenkrebs sterben; die meisten von ihnen waren starke Raucher.

Quelle: n-tv.de, dpa

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