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Lieber schlucken als rauchen Cannabis-Kapseln besser bei Schmerzen als Joints

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Cannabis-Raucher in Denver, Colorado: Im US-Bundesstaat Colorado ist seit 2012 der Marihuana-Genuss legal.

(Foto: REUTERS)

Die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis ist schon lange bekannt. Unklar war aber bislang, welchen Unterschied die Form der Einnahme ausmacht. Nun zeigt eine Studie: Cannabis-Kapseln zu schlucken wirkt besser und länger gegen Schmerzen, als zu kiffen.

Cannabis-Kapseln sind einer neuen Studie zufolge besser für die Schmerzbekämpfung geeignet als das Rauchen von Joints. In einer in der "Nature"-Fachzeitschrift "Neuropsychopharmacology" veröffentlichten Studie heißt es, nach dem Einnehmen von Präparaten mit dem Wirkstoff Dronabinol würden Versuchspersonen Schmerzen später verspüren und länger aushalten als nach dem Rauchen von Cannabis. Dronabinol wird in einigen Ländern gegen Schmerzen, Schwindel und Übelkeit bei Krebs-Patienten, gegen Appetitlosigkeit bei Aids-Kranken und gegen Muskelkrämpfe verschrieben.

Für ihre Studie gaben Forscher der Columbia-Universität in New York 30 Probanden, die bereits regelmäßig Cannabis rauchten, über zwei Wochen lang täglich Dronabinol-Pillen mit unterschiedlicher Konzentration oder Placebos. Die Versuchsteilnehmer rauchten zudem Joints, ohne aber zu wissen, ob sich darin Cannabis befand und in welcher Menge.

Arme in kaltem Wasser

Um die Auswirkung von Dronabinol oder gerauchtem Cannabis auf die Schmerzempfindlichkeit zu messen, hielten die Testpersonen ihre Arme in vier Grad kaltes Wasser. Sowohl Dronabinol als auch gerauchtes Cannabis wirkten schmerzlindernd. Die Versuchsteilnehmer, die Dronabinol geschluckt hatten, zogen ihre Arme aber später aus dem eiskalten Wasser, hielten den Schmerz also länger aus.

Die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis ist bereits seit langer Zeit bekannt. Unklar war aber bislang, welchen Unterschied die Form der Einnahme von Cannabis ausmacht. Allerdings sind die Ergebnisse der Studie nur bedingt aussagekräftig, da alle Versuchsteilnehmer bereits zuvor Cannabis rauchten, wie die Wissenschaftler einräumen. Unklar ist, ob die beobachteten Unterschiede auch bei Nicht-Cannabis-Rauchern auftreten würden.

Quelle: n-tv.de, AFP

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