Wissen

Gerst startet im Dezember 2014 Deutscher fliegt zur ISS

30900057.jpg1979605315051599440.jpg

Gerst arbeitet derzweit in Texas.

(Foto: dpa)

Nach 2006 und 2008 wird 2014 voraussichtlich ein weiterer Deutscher zur Internationalen Raumstation fliegen. Der Geophysiker Alexander Gerst soll ein halbes Jahr auf der ISS arbeiten. Er selbst freut sich bereits, "an die Grenzen unseres Wissens und Könnens" zu fliegen.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst fliegt im Dezember 2014 zur Internationalen Raumstation ISS. Der 35-Jährige soll zusammen mit einem russischen und einem US-Kollegen an Bord einer russischen Sojus-Kapsel vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben und im Mai 2015 auf die Erde zurückkehren, teilte die europäische Weltraumorganisation ESA mit.

Der Geophysiker und Vulkanologe Gerst ist der dritte Deutsche, der zur ISS fliegt. Dort ist er ein halbes Jahr unter anderem für wissenschaftliche Experimente im Zustand der Schwerelosigkeit verantwortlich. Vor Gerst hatten Thomas Reiter 2006 und Hans Schlegel 2008 auf der Station gearbeitet.

Gegen 8400 Konkurrenten durchgesetzt

Im Rennen um insgesamt sechs neue Astronauten-Jobs bei der ESA hatten sich Gerst und fünf weitere Kandidaten aus anderen europäischen Ländern im Frühjahr 2009 gegen rund 8400 Konkurrenten durchgesetzt. Anschließend absolvierte er mit den fünf weiteren EU-Kollegen die Basis-Ausbildung als Raumfahrer. Derzeit arbeitet Gerst am Johnson Space Center der US-Weltraumbehörde NASA in Texas.

Es sei für ihn "eine große Ehre", an der ISS-Mission teilnehmen zu können, erklärte der im baden-württembergischen Künzelsau geborene Astronaut. Er freue sich darauf, "an die Grenzen unseres Wissens und Könnens" zu fliegen und "etwas mehr Licht in die Dunkelheit zu tragen". Bei seinem Einsatz wird Gerst auf eine beträchtliche Erfahrung mit Aufenthalten an unwirtlichen Orten zurückgreifen können: Der Geophysiker hat unter anderem in der Antarktis Vulkane erforscht.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa

Mehr zum Thema