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"Ich wills wISSen"-Wettbewerb ESA kürt Preisträger

Planeten-Suchmaschinen aus Aluminium, ein Animationsfilm über eine Reise zur Raumstation ISS und ein Klassenbuch mit Texten, Bildern und Collagen: Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat am Mittwoch in Darmstadt aus 530 Einsendungen von 82 Grundschulen aus ganz Deutschland die zehn besten Kunstwerke zum Thema Raumfahrt prämiert. "Wir sind überrascht von den Arbeiten, die Kinder in Deutschland sind offensichtlich sehr kreativ", sagte die Sprecherin des Raumfahrtkontrollzentrums der ESA, Jocelyne Landeau, nach der Auswahl der besten Werke im bundesweiten Wettbewerb "Ich will's wISSen".

Die Jury verzichtete darauf, einen ersten Platz zu küren. Schließlich wolle man keine einzelnen Schüler hervorheben, sondern generell erreichen, dass sich Kinder für Wissenschaft und Technik interessieren, sagte Landeau und verwies auf das Nachwuchsproblem der europäischen Raumfahrt. "Wir wollen mit dem Wettbewerb zeigen, dass Technik Spaß machen kann." Dazu habe auch Astronaut Thomas Reiter beigetragen, der im vergangenen Jahr als erster Deutscher sechs Monate auf der Internationalen Raumstation ISS im All verbracht hatte. Reiter wird die zehn Grundschulklassen, deren Arbeiten ausgezeichnet wurden, am 14. März im Trainings-und Arbeitszentrum des Europäischen Astronautenkorps in Köln treffen.

Die mit Raumfahrtexperten und Journalisten besetzte Jury bewertete bei den Arbeiten Originalität, Qualität und das Alter der Schüler. Dabei gefiel unter anderem ein Quiz-Spiel nach dem Vorbild von Trivial Pursuit mit Fragen rund um das Thema Weltraum. Die Schüler der Sachunterrichts-AG der Edith-Stein-Schule in Oelde (Nordrhein-Westfalen) bastelten ein Spielfeld und Frage-Antwort-Karten. Darauf stand etwa: "Wie viel Grad ist es auf dem Mond nachts?" Die richtige Antwort: "150 Grad."

Auf großes Interesse stieß auch die Plastik der 4. Klasse der Hirschbühlschule in Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg), ein aus Aluminium gebauter Satellit namens "Planet Finder", der im weiten Weltraum Planeten und Leben suchen soll. Besonders kreativ war die "Movie-Bande" der Grundschule Mitte im bayrischen Nördlingen. Die Schüler drehten einen fast vier Minuten langen Trickfilm, in dem selbst angefertigte Bilder und Collagen die Geschichte des Shuttle-Flugs zur ISS erzählen. In dem Streifen "Start zur ISS" sind die Schüler als Astronauten zusammen mit Reiter etwa vor 3-D-Bildern vom Mars zu sehen. In einer Einstellung grillen ein Außerirdischer und ein Astronaut gemeinsam über einem Lagerfeuer Würste.

Quelle: n-tv.de