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Fundsache, Nr. 960 Echnaton-Plastik war im Müll

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Die Kalkstein-Statuette stammt aus dem 14. Jahrhundert v. Chr.

(Foto: picture alliance / dpa)

Während der lautstarken Demokratiebewegungen in Ägypten stehlen Unbekannte insgesamt acht wertvolle Kunstgegenstände aus dem Ägyptischen Museum, darunter eine Kleinplastik, die den Pharao Echnaton darstellt. Diese findet ein Jugendlicher in einer Mülltonne unweit des Museums.

Eine gestohlen geglaubte Kleinplastik aus dem Ägyptischen Museum in Kairo ist wieder aufgetaucht. Die sieben Zentimeter hohe Kalkstein-Statuette des Pharaos Echnaton aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. sei von einem jugendlichen Demonstranten der Demokratiebewegung bei einer Mülltonne in der Nähe des Museums gefunden worden, teilte der Altertümer-Minister Zahi Hawass in Kairo mit.

Auf dem Höhepunkt der Proteste und Unruhen, die am vergangenen Freitag zum Rücktritt von Präsident Husni Mubarak führten, war am 28. Januar ins Ägyptische Museum eingebrochen worden. Dabei waren acht antike Kunstgegenstände gestohlen worden, von denen nun insgesamt vier wieder auftauchten. Unter den noch fehlenden Exponaten sind zwei vergoldete hölzerne Statuen des Pharaos Tutanchamun und eine Figur der Nofretete.

Die bedeutende Altertümersammlung befindet sich am Tahrir-Platz, der im Mittelpunkt der Massenkundgebungen gegen das Mubarak-Regime gestanden hatte. Nach dem Einbruch wurde sie von Demonstranten und Armeesoldaten gegen weitere Übergriffe geschützt. Nach den Plänen von Hawass könnte das Museum bereits an diesem Samstag wieder seine Pforten für Besucher öffnen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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