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Um Energie zu sparen Elektrische Fische nutzen Dimmer

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Elektrische Fische kommunizieren mit schwachen Strömen und elektrischen Feldern.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Weil ein beständiger Stromverbrauch zu viel Energie kosten würde, haben elektrische Fische einen Dimmer für ihre elektrischen Organe geschaffen.

So können sie die Stärke ihrer Stromschläge binnen weniger Minuten verändern. Das berichtet eine Gruppe um Lynne McAnelly von der University of Texas im Journal "PLoS Biology". Die Tiere können die Wand der hoch spezialisierten Zellen zu diesem Zweck unterschiedlich durchlässig für geladene Teilchen machen.

Die Fische kommunizieren mit schwachen Strömen und elektrischen Feldern, weil sie sich im trüben Wasser von Flüssen und Tümpeln nicht auf ihre Augen verlassen können, die daher vielfach nur noch sehr klein ausgebildet sind. Bei Jagd oder Verteidigung können die Tiere starke Entladungen verursachen und Beute lähmen.

Elektrische Ströme entstehen unter anderem mit Hilfe von Natriumkanälen. Diese winzigen Poren ermöglichen den Durchtritt geladener Natrium-Ionen durch die Zellmembran. Die Fische halten, so erklärt McAnelly, einen Vorrat der Poren im Inneren der Zellen bereit. Ausgelöst durch ein Hormon können die zusätzlichen Poren in sehr kurzer Zeit in die Zellmembran eingefügt werden, so dass mehr Natrium-Ionen hindurchströmen.

"Das passiert binnen zweier oder dreier Minuten", erklärt Co-Autor Harold Zakon. "Es ist, als ob man im Auto sitzt und auf das Gaspedal tritt, wenn der Motor schon läuft." Wenn die Fische in Ruhe sind, verringern sie die Zahl der Kanäle in ihren Membranen wieder.

Quelle: n-tv.de, dpa

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