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Zeit der Wünsche Es regnet Sternschnuppen

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(Foto: dpa)

Nicht nur im August, auch im November lassen sich besonders schöne Sternschnuppen-Nächte erleben. Grund ist ein jährlich wiederkehrende Meteorstrom der Leoniden. Am 18. November können Laien im Schnitt alle zehn Minuten eine Sternschnuppe sichten.

Astronomie-Fans können sich auch in diesem Jahr auf den Meteorstrom der Leoniden am Nachthimmel freuen. Der Sternschnuppenregen sei aber nicht so spektakulär wie in früheren Jahren, sagte Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde. "Laien können etwa alle zehn Minuten eine Sternschnuppe am klaren Nachthimmel entdecken." Noch vor einigen Jahren seien während einer Stunde hunderte Sternschnuppen sichtbar gewesen. Der Höhepunkt des Sturms werde am Morgen des 18. November gegen fünf Uhr erreicht.

"Die Aktivität steigt schon seit dem 6. November", erläuterte Monika Staesche von der Sternwarte am Insulaner in Berlin. Die Chance, schon jetzt die eine oder andere Sternschnuppe zu entdecken, stehen bei klarem Himmel also gut. "Im Westen Deutschlands werden in der Nacht zum Freitag allerdings dicke Wolken aufziehen", bedauert Ansgar Engel vom Deutschen Wetterdienst. Im Osten und Süden hätten die Menschen bessere Chancen, den Sternschnuppenregen zu beobachten. Falls Nebel die Sicht behindere empfiehlt Engel, auf einen Berg zu steigen. Von hier aus habe man meistens freie Sicht.

Wie entstehen Sternschnuppen?

"Aus den Kometen in unserem Sonnensystem werden Teilchen aus Staub und Gas ausgesprengt", erläuterte Jahn. Der Staub bewege sich dann weiter auf der Bahn des jeweiligen Kometen. Die Sternschnuppen der Leoniden entstehen aus dem Staub des Kometen Tempel-Tuttle.

Wenn die Erde auf ihrer Bahn auf die Staubwolke trifft, werden Sternschnuppen sichtbar. Zu beobachten seien dabei nicht die Staubteilchen selbst, sondern deren erhitzte Leuchtspur. "Je dichter die Staubwolke ist, desto mehr Sternschnuppen entstehen daraus", so Jahn.

Die Leoniden verdanken ihren Namen dem Sternbild Löwe, aus dem sie zu kommen scheinen. Außerdem gelten sie als besonders schnell. Die Geschwindigkeit von Sternschnuppen ergibt sich aus der ihres Ursprungskometen.

Quelle: ntv.de, dpa

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