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Gewohntes Bild der vergangenen Winter: Schneemassen am Brandenburger Tor.
Gewohntes Bild der vergangenen Winter: Schneemassen am Brandenburger Tor.(Foto: dpa)
Dienstag, 28. Februar 2012

Wenn der Winter richtig zuschlägt: Forscher finden Grund für Schnee

Viele Deutsche schimpfen über den Winter. Das Empfinden, in den vergangenen Jahren sei die kalte Jahreszeit extremer geworden, belegt nun eine Studie. Immer mehr Schnee fällt auf der Nordhalbkugel - und das hat einen Grund.

Für die kalten und schneereichen Winter auf der Nordhalbkugel der Erde in den vergangenen Jahren ist einer neuen Studie zufolge das Abschmelzen der arktischen Eismassen infolge der Klimaerwärmung verantwortlich. Dadurch gebe es über dem Atlantik mehr dauerhafte Hochdruckgebiete, die das Einströmen wärmerer Luft nach Norden verhinderten, schrieben Forscher des Technologischen Instituts im US-Bundesstaat Georgia in der Analyse einer Untersuchung. Stattdessen bringe kalte und feuchte Luft vom Nordpol der Nordhalbkugel große Schneemassen.

Das Phänomen ist der Studie zufolge seit dem Jahr 2007 zu beobachten und betrifft neben Europa unter anderem auch die USA und China. In den vergangenen beiden Wintern seien auf der Nordhalbkugel die zweit- und drittgrößten Mengen an Schnee seit Beginn der satellitengestützten Wetteraufzeichnungen im Jahr 1979 registriert worden.

Insgesamt sei die mit Eis bedeckte Fläche des Arktischen Ozeans in den vergangenen drei Jahrzehnten um etwa eine Million Quadratkilometer geschrumpft, berichteten die Forscher. Dies entspreche einer flächenmäßigen Abnahme von knapp 30 Prozent.

Quelle: n-tv.de