Wissen

Fossil entpuppt sich als Krebs Forscher irren bei Urzeitinsekt

3a311624.jpg9110582770368320770.jpg

(Foto: dpa)

Es ist nicht weniger als eine wissenschaftliche Sensation, als Forscher 2012 verkünden, sie hätten das älteste fliegende Insekt der Welt entdeckt. Jetzt wird bekannt: Die Behauptung ist nicht weniger als einer der peinlichsten Irrtümer der Geschichte.

Die Geschichte der Insekten muss in Teilen wohl neu geschrieben werden. Denn das angeblich älteste komplett erhaltene geflügelte Insekt der Welt ist gar keines. Bei dem rund 360 Millionen Jahre alten Fossil, das in Belgien gefunden worden war, handelt es sich vermutlich um einen Kleinkrebs. Das berichten Forscher um Rainer Willmann von der Universität Göttingen im Fachjournal "Nature".

Bei der im vergangenen Jahr veröffentlichten Erstbeschreibung seien wesentliche Teile des Fossils falsch gedeutet worden, heißt es in einer Mitteilung der Universität. Unter anderem weise es mehr als - wie für Insekten typisch - sechs Beine auf. Auch andere Details ließen eher vermuten, dass es sich um einen während seines Zerfallsprozesses fossilisierten Kleinkrebs handelt.

Französische und belgische Forscher hatten das Tier im August 2012 im Fachjournal "Nature" präsentiert und Strudiella devonica genannt. Es sollte eine wesentliche Lücke im Stammbaum der Insekten verkürzen.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema