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Nach Antibiotika-Einnahme Gefährlicher Durchfall

Die Einnahme von Antibiotika löst häufig Magen-Darm-Beschwerden aus. Kommt es dabei allerdings zu schwerem Durchfall, können gefährliche Clostridien der Grund sein, warnt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden.

Das Bakterium Clostridium difficile, das Krämpfe, Fieber und wässrige oder blutig-schleimige Durchfälle auslöst, werde durch Antibiotika begünstigt, erläutert BDI-Experte Peter Walger.

"Antibakterielle Wirkstoffe verändern die normale Darmflora, so dass sich widerstandsfähige Arten übermäßig vermehren können", sagt Walger. Die Symptome können sogar noch zwei Monate und länger nach Einnahme der Medikamente auftreten. Im Zweifelsfall sei unbedingt der behandelnde Arzt zu benachrichtigen. Die Giftstoffe der Clostridien zerstören die Darmschleimhaut und können zu schweren und bisweilen sogar tödlichen Entzündungen führen, heißt es weiter.

"Kommt es während einer Therapie mit Antibiotika zu Beschwerden und besteht ein Verdacht, dass Clostridium difficile die Ursache ist, sollten zunächst alle Antibiotika sofort abgesetzt werden", rät Walger. Werden die Clostridien im Stuhl nachgewiesen, müsse auf spezielle Antibiotika gegen diese Erreger umgestellt werden. Auch müssen genügend Flüssigkeit, Nährsalze und Eiweiß aufgenommen werden. Besonders häufig werden Clostridien laut BDI in Krankenhäusern verbreitet, da sie zum Beispiel im Umfeld von Toiletten von Patient zu Patient wandern.

Quelle: ntv.de

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