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Mit dem Virus geboren, jetzt gesund HIV-Therapie an Kleinkind zeigt Erfolg

Ein Mädchen steckt sich im Mutterleib mit HIV an. Dank einer besonderen Behandlung ist es auch mit drei Jahren nicht an Aids erkrankt. Der Fall weckt bei Wissenschaftlern die Hoffnung, dass Kinder nach der Geburt noch erfolgreich behandelt werden können.

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Die Wissenschaftlerin Deborah Persaud vom Johns Hopkins' Children's Center in Baltimore erforscht die Behandlung von Kleinkindern mit HI-Virus.

(Foto: AP)

Der bisherige Behandlungserfolg bei einem m it dem HI-Virus zur Welt gekommenen Mädchen in den USA lässt Wissenschaftlern zufolge hoffen, dass eine frühe Therapie den Ausbruch von Aids bei Neugeborenen verhindern kann. Bei der heute Dreijährigen aus dem Bundesstaat Mississippi könne von einer "funktionellen Heilung" gesprochen werden, heißt es in einer in der Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie.

Bei dem Kind, das im Mutterleib durch seine HIV-positive Mutter infiziert worden war, war den Wissenschaftlern zufolge weniger als 30 Stunden nach seiner Geburt - und damit deutlich früher als üblich - eine antiretrovirale Therapie eingeleitet worden. Schon 29 Tage nach seiner Geburt seien bei ihm keine HI-Viren mehr nachweisbar gewesen.

Die Medikamente nahm das Mädchen bis zum Alter von 18 Monaten ein, danach verloren ihre Ärzte zehn Monate lang den Kontakt zu der Patientin. Doch obwohl sie nun insgesamt 18 Monate lang keine antiretroviralen Medikamente bekam, brachen bei ihr keine Symptome der durch HIV ausgelösten Immunschwächekrankheit Aids aus.

260.000 Kinder werden mit dem Virus geboren

"Unsere Beobachtungen legen nahe, dass dieses Ausbleiben kein Zufall ist, sondern wahrscheinlich das Ergebnis einer sehr frühzeitigen aggressiven antiviralen Therapie, die das HI-Virus daran gehindert hat, sich in den Abwehrzellen des Kindes einzunisten", erklärt die Virologin Deborah Persaud vom renommierten Johns Hopkins Hospital in Baltimore. Auf dieser Grundlage soll nun Anfang kommenden Jahres eine durch US-Bundesmittel geförderte Studie zur frühzeitigen antiviralen Therapie bei HIV-infizierten Neugeborenen gestartet werden.

Obwohl eine antiretrovirale Therapie während der Schwangerschaft die Infektion von Föten in 98 Prozent der Fälle verhindert, kommen jährlich immer noch mehr als 260.000 Kinder zur Welt, die im Mutterleib mit HIV infiziert wurden. Besonders häufig sind die Fälle in Entwicklungsländern.

Die bisher einzige anerkannte Heilung eines Aids-Patienten ist der Fall des US-Bürgers Timothy Brown, bei dem in den 90er Jahren in Berlin Aids diagnostiziert worden war. Die Heilung setzte bei dem als "Berliner Patient" bekannt gewordenen Brown ein, nachdem ihm wegen einer Leukämie-Erkrankung Spender-Knochenmark transplantiert worden war, das eine seltene genetische Veränderung aufwies. Diese Therapie kann aber nicht massenhaft bei den 33 Millionen HIV-Infizierten weltweit angewendet werden.

Quelle: n-tv.de, AFP

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