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Erste Phase positiv verlaufen Impfstoff gegen Ebola erfolgreich getestet

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Fast 5700 Menschen sind bislang an der Krankheit gestorben.

(Foto: AP)

Forscher vermelden einen Erfolg bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Ebola. In einer ersten Phase hätten die 20 gesunden Testpersonen positiv auf den Stoff reagiert und die für Ebola nötigen Antikörper entwickelt.

Ein neuer Ebola-Impfstoff des britischen Arzneimittel-Herstellers GlaxoSmithKline hat Wissenschaftlern zufolge bei ersten Tests ermutigende Ergebnisse erzielt. Bei den bisherigen klinischen Versuchen habe das Mittel keine ernsthaften Nebenwirkungen hervorgerufen und das Immunsystem bei allen 20 Testpersonen gestärkt, hieß es in der Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine".

Die Testreihe hat Anfang September begonnen und beobachtet die Freiwilligen 48 Wochen lang. Hauptziel ist festzustellen, wie sicher der Impfstoff ist. Die positiven Auswirkungen auf das Immunsystem nähren aber zudem die Hoffnung, dass das Mittel auch effektiv wirken könnte. Der Test verlaufe vielversprechend, sagte Anthony Fauci, der die Studie im US-Bundesstaat Maryland leitet. Die Testpersonen hätten unterschiedlich starke Dosen bekommen. Alle hätten innerhalb von vier Wochen Antikörper gegen Ebola entwickelt - bei stärkeren Dosierungen auch mehr Antikörper.

Ebola-Entdecker warnt vor Folgen

Die Ebola-Epidemie in Westafrika wird nach Ansicht des Ebola-Entdeckers Peter Piot schwere wirtschaftliche, politische und soziale Folgen für die Region haben. "Die Auswirkung etwa auf die Gesundheitssysteme sind dramatisch", sagte der Wissenschaftler in London. Unter den Ebola-Toten sei viel medizinisches Personal, so dass die Versorgung anderer Krankheiten nicht mehr gewährleistet sei.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verzeichnet inzwischen 15 935 Ebola-Fälle, wie die Organisation am Mittwochabend mitteilte. 5689 Menschen erlagen nach der Statistik der Epidemie. Vor allem betroffen sind Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Rettungsflieger geht in Betrieb

Die Bundesregierung will an diesem Donnerstag einen umgebauten Lufthansa-Airbus als neues Ebola-Rettungsflugzeug in Betrieb nehmen. Der A 340-300 verfügt nach Angaben des Auswärtigen Amts vom Mittwoch über eine "Sonder-Isolationseinheit", die hermetisch abgeriegelt werden kann. Damit sollen Patienten, die mit dem Ebola-Virus infiziert sind, aus Westafrika ausgeflogen und noch in der Luft behandelt werden können.

Quelle: n-tv.de, ppo/AFP

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